{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254005,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254005,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4005","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Risiko eines Zusammenbruchs des Schweizer Weinbaus. Welche Sofortmassnahmen erw\u00e4gt der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 21.&nbsp;Juli und am 1.&nbsp;September dieses Jahres haben sich Hunderte von Winzerinnen und Winzern in der Westschweiz versammelt, um angesichts des Preisverfalls, der zahlreiche Betriebe gef\u00e4hrdet, Alarm zu schlagen&nbsp;und ihre Not \u00f6ffentlich zu machen. Die Konkurrenz durch importierte ausl\u00e4ndische Weine ist inzwischen derart aggressiv, dass es den Winzerbetrieben wegen des R\u00fcckgangs der Verk\u00e4ufe nicht mehr m\u00f6glich ist, ihre Produkte zu Preisen abzusetzen, die ihre Arbeit auch nur ann\u00e4hernd verg\u00fcten w\u00fcrden.&nbsp;</p><p>Es werden Massenk\u00e4ufe ausl\u00e4ndischer Weine f\u00fcr wenige Rappen pro Liter get\u00e4tigt, was den Wettbewerb f\u00fcr unsere Produzentinnen und Produzenten zunehmend unm\u00f6glich macht. Im vergangenen Jahr ist der Absatz von in der Schweiz produzierten Weinen um 8&nbsp;Prozent gesunken. Der R\u00fcckgang des Absatzvolumens geht mit einem Preisverfall einher, der bei einigen Betrieben Einkommensverluste von 10 bis 20&nbsp;Prozent innerhalb eines Jahres verursachen kann. Wenn man sich an einen derart raschen Einkommensverlust bei gleichzeitig steigenden Fixkosten anpassen muss, so ist dies kein Zeichen eines effizienten Marktes, sondern es zeigt einen ungleichen Wettbewerb, der die Produktion in der Schweiz gef\u00e4hrdet.</p><p>Unser Land l\u00e4uft Gefahr, sich zu einer terti\u00e4ren Monokultur zu entwickeln. Der Verlust an Know-how, kulturellem Reichtum sowie an weltweit einzigartigen und bedeutenden Landschaften, den das Verschwinden unserer Weinwirtschaft mit sich bringen w\u00fcrde, ist kaum zu beziffern. Hinzu kommen vergleichbare Verluste in der landwirtschaftlichen Produktion insgesamt, aber auch in der industriellen Fertigung. Innerhalb kurzer Zeit war und ist unser Land nach wie vor mit dem Risiko des Verlusts der Glas-, Stahl- und Weinproduktion oder bereits mit dem tats\u00e4chlichen Verlust konfrontiert&nbsp;\u2013 um nur einige Beispiele zu nennen.</p><p>Angesichts dieses Risikos und der kritischen Lage im Weinbau stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1) Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass sich die Weinwirtschaft in einer schweren Krise befindet, und kann er dies objektiv beurteilen?</p><p>2) Falls ja: Welche Sofortmassnahmen in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich beabsichtigt der Bundesrat zu ergreifen?</p><p>3) Ist f\u00fcr das Jahr&nbsp;2025 eine finanzielle Soforthilfe mittels Kreditreserven m\u00f6glich und vorgesehen?&nbsp;</p><p>4) Ist eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung des h\u00f6heren Arbeitsaufwands pro Hektar m\u00f6glich und vorgesehen, damit die Weinbaubranche 2026 mit den Direktzahlungen besser unterst\u00fctzt werden kann?</p>","ReasonText":"<p>--</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. und 2. In seiner Medienmitteilung vom 29.</span><span>&nbsp;</span><span>April</span><span>&nbsp;</span><span>2025 berichtete das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) \u00fcber den signifikanten R\u00fcckgang des Weinkonsums in der Schweiz, insbesondere bei Schweizer Weinen. Da gr\u00f6ssere Wetterereignisse w\u00e4hrend der Bl\u00fcte und der Wachstumsphase der Trauben ausgeblieben sind, die Kantone die H\u00f6chstertr\u00e4ge auf dem Niveau von 2024 festgelegt haben und die Bedingungen bis in den Herbst hinein g\u00fcnstig waren, konnte eine reiche Ernte von ausgesprochen guter Qualit\u00e4t eingekellert werden. Die angespannte Lage des Weinmarktes und die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen, vor denen die Akteure der Weinbranche stehen, sind dem Bundesrat in diesem Zusammenhang bekannt. Am 18.</span><span>&nbsp;</span><span>August</span><span>&nbsp;</span><span>2025 traf sich der Vorsteher des Eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit den nationalen Organisationen der Weinbranche sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Kantone, um sich \u00fcber die Lage auszutauschen. Die Organisationen haben ihm sechs Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Massnahmen zum Umgang mit der aktuellen Situation unterbreitet. Was die kurzfristigen Massnahmen angeht, hat der Departementsvorsteher des WBF auf die M\u00f6glichkeit, zinsloser Darlehen hingewiesen, um akute finanzielle Schwierigkeiten zu beheben. Die weiteren Vorschl\u00e4ge werden zusammen mit den Organisationen im Rahmen einer vom Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) geleiteten Arbeitsgruppe vertieft.</span></p><p><span>3. Betriebshilfedarlehen werden als zinslose, r\u00fcckzahlbare Darlehen gew\u00e4hrt und dienen dazu, eine vor\u00fcbergehende, unverschuldete finanzielle Bedr\u00e4ngnis zu beheben. Weitere finanzielle Hilfen f\u00fcr das Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2025 sind derzeit nicht Bestandteil der Vorschl\u00e4ge aus der Branche und w\u00fcrden die Frage der Finanzierung aufwerfen, da sie nicht budgetiert sind.</span></p><p><span>4. Der Bund verg\u00fctet die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft mit Direktzahlungen und tr\u00e4gt damit zum Einkommen der Betriebe bei. Den Weinbaubetrieben werden Kulturlandschafts-, Versorgungssicherheits-, Biodiversit\u00e4ts- und Produktionssystembeitr\u00e4ge, wie biologische Landwirtschaft, gew\u00e4hrt. Sie belaufen sich f\u00fcr das Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2024 auf 47,4</span><span>&nbsp;</span><span>Millionen Franken. Der Hangbeitrag f\u00fcr Rebfl\u00e4chen entsch\u00e4digt vor allem f\u00fcr die Einschr\u00e4nkungen bei der Mechanisierung. Der h\u00f6here Arbeitsaufwand pro Hektar ist darin bereits ber\u00fccksichtigt. Der Bundesrat beabsichtigt nicht, den Faktor Arbeit bei der Festlegung der Direktzahlungen f\u00fcr das Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2026 noch st\u00e4rker zu gewichten.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1762905600000)\/","SubmittedBy":"Maillard Pierre-Yves","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1764860728000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1766143272987)\/","SubmissionDate":"\/Date(1757894400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Landwirtschaft"}}