{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254038,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254038,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4038","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Post verlagert ihre IT-Dienstleistungen nach Portugal. Beabsichtigt der Bundesrat, darauf zu reagieren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Zur Auslagerung der IT-Dienstleistungen der Post in ihre portugiesische Konzerngesellschaft&nbsp;SPICE-P&nbsp;S.A., den sogenannten \u00abIT-Campus\u00bb in Lissabon, gibt die Post vor, dazu gezwungen zu sein, weil in der Schweiz keine IT-Fachkr\u00e4fte zu finden seien. Dies ist jedoch nur ein Vorwand&nbsp;\u2013 wenn nicht sogar eine grobe Unwahrheit, wie das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft&nbsp;(SECO) best\u00e4tigen kann. Beabsichtigt der Bundesrat, tatenlos hinzunehmen, dass Arbeitssuchende in diesem Bereich in der Schweiz von einem \u00f6ffentlich-rechtlichen Unternehmen, das sich im Eigentum des Bundes befindet, ignoriert werden?</p>","ReasonText":"<p>Unter dem Vorwand, sich in der Schweiz wegen eines Mangels an IT-Fachkr\u00e4ften auf dem Arbeitsmarkt nicht weiterentwickeln zu k\u00f6nnen, k\u00fcndigt die Post&nbsp;\u2013 die, wie bekannt, im Eigentum des Bundes ist und bereits die portugiesische Konzerngesellschaft&nbsp;Spice-P&nbsp;S.A. gegr\u00fcndet hat&nbsp;\u2013 die Verlagerung ihres IT-Bereichs nach Lissabon an, wo 200&nbsp;IT-Fachkr\u00e4fte eingestellt werden.</p><p>Tats\u00e4chlich hat die Rekrutierung bereits begonnen. Ein Blick auf die Website&nbsp;<a href=\"https://career-pt.swisspost.ch/en\">https://career-pt.swisspost.ch/en</a> zeigt, dass die gesuchten Profile&nbsp;\u2013 anders, als man vielleicht erwarten w\u00fcrde&nbsp;\u2013 keineswegs hochspezialisiert sind. Gefragt sind vielmehr grundlegende und standardisierte Ausbildungen, wie sie f\u00fcr Einstiegspositionen in der Schweiz \u00fcblich sind.</p><p>Noch bedenklicher: Laut dem Bericht des SECO&nbsp;\u00abDie Lage auf dem Arbeitsmarkt\u00bb vom Juli&nbsp;2025 sind 6038&nbsp;Personen bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren als arbeitslos registriert&nbsp;\u2013 was einem Anstieg von 190&nbsp;Arbeitssuchenden innerhalb eines Monats und 923&nbsp;Arbeitssuchenden innerhalb eines Jahres entspricht</p><p><a href=\"https://cms.news.admin.ch/dam/fr/seco/A6hAJ1fxxqNA/2025-07_Die_Lage_auf_dem_Arbeitsmarkt_FR+%281%29.pdf\">(https://cms.news.admin.ch/dam/de/seco/A6hAJ1fxxqNA/2025-07_Die_Lage_auf_dem_Arbeitsmarkt_DE+%281%29.pdf).</a></p><p>Die Post verlagert ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit folglich nicht etwa, weil sie im Ausland Kompetenzen sucht, die in der Schweiz nicht vorhanden w\u00e4ren, sondern einzig, um tiefere L\u00f6hne zahlen zu k\u00f6nnen&nbsp;\u2013 zulasten des Schweizer Arbeitsmarkts.</p><p>So liegt der Jahreslohn f\u00fcr Junior-Fullstack-Entwicklerinnen und -Entwickler direkt nach der Ausbildung in der Schweiz zwischen 62&nbsp;500 und 100&nbsp;000&nbsp;Schweizerfranken. F\u00fcr Senior-Entwicklerinnen und -Entwickler mit rund f\u00fcnf Jahren Berufserfahrung liegt der Jahreslohn zwischen 90&nbsp;000 und 130&nbsp;000&nbsp;Schweizerfranken.</p><p>L\u00f6hne in dieser H\u00f6he sind f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte in Portugal offensichtlich unrealistisch.</p><p>Um die Strategie der Auslagerung zu kaschieren, bem\u00fcht die Post den l\u00e4ngst \u00fcberholten Mythos eines IT-Fachkr\u00e4ftemangels in der Schweiz, obwohl es in Wahrheit einzig darum geht, Lohnkosten zu senken.</p><p>Ein solches Vorgehen ist f\u00fcr ein Unternehmen im Eigentum des Bundes, dessen Arbeitslosenversicherung f\u00fcr erwerbslose IT-Fachkr\u00e4fte aufkommt, inakzeptabel. Daher ist eine entschlossene Reaktion des Bundesrats gefordert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bundesrat steuert die Schweizerische Post mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Dabei erwartet er von der Post eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik. Auf das operative Gesch\u00e4ft nimmt er grunds\u00e4tzlich keinen Einfluss.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Post verf\u00fcgt seit 2022 \u00fcber einen IT-Standort in Lissabon. Nach den bisher guten Erfahrungen plant die Post einen schrittweisen Ausbau dieses Auslandstandortes bis Ende 2030, um ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu sichern und zeitgem\u00e4sse Leistungen anbieten zu k\u00f6nnen. Laut Post wird dies keine K\u00fcndigungen in der Schweiz zur Folge haben. Es soll also keine Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen geben. Gem\u00e4ss den Angaben der Post wird es in der Schweiz aufgrund der nat\u00fcrlichen Fluktuation in den kommenden f\u00fcnf Jahren zu rund 500 Vakanzen kommen. Davon sollen rund 130 Stellen im Ausland besetzt werden, womit k\u00fcnftig rund 20% der IT-Stellen im Ausland angesiedelt sein werden. Die Schweiz soll aber weiterhin der Hauptstandort f\u00fcr IT-Leistungen bleiben und ein Grossteil der zuk\u00fcnftigen Vakanzen soll weiterhin in der Schweiz rekrutiert werden. Auch hat die Post in den vergangenen Jahren in der Schweiz zus\u00e4tzliche IT-Stellen aufgebaut. Im Jahr 2024 wurde in Lausanne ein neuer Standort er\u00f6ffnet, um insbesondere Talente aus der Westschweiz zu gewinnen. Im \u00dcbrigen kann erw\u00e4hnt werden, dass rund 80% der Auszubildenden im IT-Bereich nach erfolgreichem Lehrabschluss von der Post weiterbesch\u00e4ftigt werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Aufbau von IT-Stellen im Ausland ist mit den strategischen Zielen der Post vereinbar, weil er dazu dient, IT-Talente auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu rekrutieren und die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in der Schweiz zu unterst\u00fctzen resp. die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Innovationskraft des Unternehmens zu sichern. Eine Einschr\u00e4nkung der unternehmerischen Freiheit der Post in Bezug auf den Aufbau von Stellen im Ausland k\u00f6nnte die Konkurrenzf\u00e4higkeit in der Schweiz beeintr\u00e4chtigen. Der Bundesrat sieht damit keine Notwendigkeit f\u00fcr eine Anpassung der strategischen Ziele.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1763510400000)\/","SubmittedBy":"Poggia Mauro","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1765783861000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|15|34|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1765870277490)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758153600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wirtschaft|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}