{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254052,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254052,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4052","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Sechs Wochen Ferien in der Lehre. Berufsbildung st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Anpassungen im OR f\u00fcr eine Erh\u00f6hung des gesetzlichen Ferienanspruchs auf mindestens 6 Wochen Ferien f\u00fcr Lernende auszuarbeiten. Der Bundesrat pr\u00fcft, wie man Lehrbetriebe im Gegenzug entlasten kann.</p>","ReasonText":"<p>Das duale Bildungssystem gilt als Erfolgsmodell der Schweiz, auch im Hinblick auf Durchl\u00e4ssigkeit, soziale Mobilit\u00e4t und tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Und trotzdem nimmt der Anteil Jugendlicher, die sich f\u00fcr eine Berufslehre entscheiden, immer mehr ab.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ein Grund daf\u00fcr sind die Rahmenbedingungen: W\u00e4hrend Jugendliche an Gymnasien und Fachmittelschulen j\u00e4hrlich 13 Wochen Ferien haben, m\u00fcssen Lernende in einer Berufsbildung mit nur 5 Wochen auskommen. Das ist wenig und reduziert die Attraktivit\u00e4t der Berufslehre.</p><p>&nbsp;</p><p>Gleichzeitig nehmen psychische Belastungen w\u00e4hrend der Lehre zu. In einer Umfrage mit \u00fcber 45'000 Lernenden gaben \u00fcber 60 Prozent der Befragten an, w\u00e4hrend der Lehre psychische Probleme, zum Beispiel negative Gef\u00fchle oder Gedanken, Belastungen oder psychische Krankheiten oder Krisen durchlebt zu haben. Ein Beitrag zur psychischen Gesundheit der jungen Generation sind ausreichende M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Ausgleich und Erholung. Zus\u00e4tzliche Ferientage helfen, Belastungssituationen zu entsch\u00e4rfen.</p><p>&nbsp;</p><p>Deshalb ist eine Erh\u00f6hung des gesetzlichen Ferienanspruchs w\u00e4hrend der Berufsausbildung vorzusehen. Diese soll durch eine generelle Erh\u00f6hung des Ferienanspruchs auf 6 Wochen pro Lehrjahr realisiert werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ausbildungsbetriebe leisten mit ihrem Engagement in der Berufsbildung einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkr\u00e4ftemangel. Gleichzeitig profitieren sie von ihren Lernenden durch eine zunehmende Produktivit\u00e4t im Betrieb, was sich auch durch einen durchschnittlichen Nettonutzen von rund 3'000 Franken pro Lehrjahr und Lehrverh\u00e4ltnis zeigt. Eine Erh\u00f6hung des Ferienanspruchs von einer Woche pro Lehrjahr ist finanziell tragbar.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Verschiedene Unternehmen und Beh\u00f6rden bieten ihren Lernenden bereits heute zus\u00e4tzliche Ferientage an. Die positiven Erfahrungen dieser Unternehmen zeigen den Mehrwert einer ausf\u00fchrlicheren Ferienregelung. Freiwillige, weitergehende Ferienanspr\u00fcche, um Branchen oder Betriebe attraktiver f\u00fcr Lernende zu gestalten, bleiben mit dieser minimalen Erh\u00f6hung weiterhin bestehen. Gesellschaftlich wird eine Ausweitung breit unterst\u00fctzt, was die Petition \u00ab8 Wochen\u00bb mit \u00fcber 170'000 Unterzeichnenden zeigt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Lehrbetriebe haben ein grosses Interesse daran, Jugendliche f\u00fcr eine berufliche Grundbildung zu gewinnen. Sie stellen so ihren Nachwuchs an Fachkr\u00e4ften sicher. Im Rahmen der Vertragsfreiheit k\u00f6nnen Lehrbetriebe den Lernenden bereits heute mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen f\u00fcnf Wochen Ferien gew\u00e4hren. Zahlreiche Lehrbetriebe nutzen diese Flexibilit\u00e4t. F\u00fcr Lehrbetriebe ist dies eine Chance, sich im Wettbewerb um Lernende von anderen Lehrbetrieben abzuheben. Auch besteht die M\u00f6glichkeit, dass die Sozialpartner in Gesamtarbeitsvertr\u00e4gen (GAV) abweichende Ferienregelungen f\u00fcr Lernende vorsehen. So haben Jugendliche bis zum vollendeten 20. Lebensjahr durch die GAV im Bauhauptgewerbe, Ger\u00fcstbau, Gleisbau, Holzbaugewerbe und Isoliergewerbe bereits jetzt Anspruch auf 30 Ferientage pro Jahr.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Weiteren k\u00f6nnen Lernende (oder Arbeitnehmende bis zum vollendeten 30. Altersjahr) f\u00fcr unentgeltliche leitende, betreuende oder beratende T\u00e4tigkeiten im Rahmen ausserschulischer Jugendarbeit in einer kulturellen oder sozialen Organisation sowie f\u00fcr die dazu notwendige Aus- und Weiterbildung maximal f\u00fcnf Arbeitstage unbezahlten Jugendurlaub beantragen. Der Bundesrat hat k\u00fcrzlich ein Vernehmlassungsverfahren (Vernehmlassung 2024/94) zu einer Verl\u00e4ngerung dieses Jugendurlaubs auf maximal zwei Wochen durchgef\u00fchrt. Diese Verl\u00e4ngerung soll es insbesondere Lernenden erleichtern, ihre Ausbildung und ausserberufliche T\u00e4tigkeiten miteinander zu vereinbaren.</p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die Jugendlichen ist der \u00dcbertritt von der obligatorischen Schule in eine berufliche Grundbildung ein wichtiger Entwicklungsschritt. Sie werden in der Arbeitswelt aufgenommen, arbeiten in Teams und \u00fcbernehmen Verantwortung. W\u00e4hrend ihrer Ausbildung ist f\u00fcr die Jugendlichen ein unterst\u00fctzendes und wohlwollendes Lernumfeld entscheidend. Dieses definiert sich nicht allein in der Zahl der Ferientage. Eine wertsch\u00e4tzende Atmosph\u00e4re im Betrieb, eine sorgf\u00e4ltige Betreuung durch die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sowie gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr das schulische Lernen und die Vorbereitung auf Pr\u00fcfungen sind mindestens ebenso wichtig.</p><p>&nbsp;</p><p>Aus Sicht der Unternehmen ist zu ber\u00fccksichtigen, dass ihr Engagement in der Berufsbildung freiwillig ist. Eine zus\u00e4tzliche Ferienwoche bedeutet f\u00fcr die Lehrbetriebe einen Verlust an produktiver Arbeitszeit. Absenzen der Lernenden k\u00f6nnen sich negativ auf das Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis der Lehrbetriebe auswirken und die Ausbildungsbereitschaft und damit das Lehrstellenangebot beeinflussen. Auch gilt es zu bedenken, dass jede zus\u00e4tzliche Abwesenheit im Betrieb die Zeit f\u00fcr die praktische Ausbildung verk\u00fcrzt und damit die Vermittlung der notwendigen beruflichen Kompetenzen erschwert.</p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die Attraktivit\u00e4t einer beruflichen Grundbildung sind verschiedene Faktoren massgebend. Neben strukturellen Massnahmen im Ausbildungsumfeld spielen auch ausreichende M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Erholung und Ausgleich eine wichtige Rolle. Unter der Federf\u00fchrung des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation untersuchen Bund, Kantone und Sozialpartner zurzeit, wie es auch in Zukunft gelingt, die Berufsbildung f\u00fcr Lernende und Lehrbetriebe attraktiv zu halten. Im November 2025 werden die Verbundpartner am nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung gemeinsam konkrete Massnahmen er\u00f6rtern. Vorgesehen ist, die Rahmenbedingungen der beruflichen Grundbildungen umfassend zu untersuchen. Dazu z\u00e4hlen unter anderem der Ferienanspruch f\u00fcr Lernende (inklusive Modelle mit \u00fcber die Lehrjahre degressivem statt pauschalem Ferienanspruch), die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und die Qualit\u00e4t der betrieblichen Bildung. Den Ergebnissen dieser Arbeiten m\u00f6chte der Bundesrat nicht vorgreifen. Im Falle einer Annahme der Motion im Erstrat beh\u00e4lt er sich vor, im Zweitrat die Ab\u00e4nderung in einen Pr\u00fcfauftrag zu beantragen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1763510400000)\/","SubmittedBy":"St\u00e4mpfli Fabienne","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1763540552000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1777451015480)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758153600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}