{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254057,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254057,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4057","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Assistenzhunde. Rechtsrahmen zur Sicherstellung ihrer Aufgabe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Gesetzgebung dahingehend zu \u00e4ndern, dass:</p><p>\u2013 eine obligatorische Zertifizierung f\u00fcr Organisationen zur Ausbildung von Assistenzhunden eingef\u00fchrt wird,</p><p>\u2013 diese Zertifizierung die Verwendung neu gesch\u00fctzter Bezeichnungen wie \u00abAssistenzhund\u00bb, \u00abmedizinischer Warnhund\u00bb oder \u00abAusbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Assistenzhunde\u00bb erm\u00f6glicht und</p><p>\u2013 Sanktionen gegen Organisationen vorgesehen werden, die diese Bezeichnungen ohne entsprechende Zertifizierung verwenden.</p>","ReasonText":"<p>Derzeit besteht in der Schweiz kein spezifischer Rechtsrahmen f\u00fcr die Schulung und Zertifizierung der Ausbildungsst\u00e4tten f\u00fcr Assistenz- und medizinische Alarmhunde. Diese Hunde unterst\u00fctzen Menschen mit Epilepsie, Diabetes, neurodegenerativen Erkrankungen, k\u00f6rperlichen Behinderungen oder Entwicklungsst\u00f6rungen wie Autismus. Das Fehlen eines solchen Rechtsrahmens kann die Bev\u00f6lkerung erheblichen Sicherheitsrisiken aussetzen.</p><p>&nbsp;</p><p>Zwar wurde das k\u00fcrzlich von unserer Kollegin&nbsp;H\u00e4berli-Koller eingereichte Postulat&nbsp;24.3123 von unserem Rat angenommen. Und auch die Invalidenversicherung anerkennt im Rahmen der begrenzten Finanzierung einzelner Assistenzhunde gewisse internationale Zertifizierungen.\nTrotzdem f\u00fchrt die zunehmende Nachfrage nach diesen speziell ausgebildeten Hunden dazu, dass sich immer mehr Akteure diesem T\u00e4tigkeitsfeld zuwenden&nbsp;\u2013 h\u00e4ufig jedoch ohne die n\u00f6tigen Qualifikationen oder fachlichen Kompetenzen.</p><p>&nbsp;</p><p>Das Fehlen offizieller Standards erm\u00f6glicht es jeder beliebigen Person oder Organisation, sich als \u00abAusbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Assistenzhunde\u00bb zu bezeichnen, ohne jegliche Kontrolle hinsichtlich Qualifikationen, angewandter Methoden oder nachgewiesener Ergebnisse. Diese Situation f\u00fchrt zu teils gravierenden Unterschieden in der Qualit\u00e4t der angebotenen Diensteistungen&nbsp;\u2013 von professionellen Organisationen, die nach anerkannten internationalen Standards arbeiten, bis hin zu nicht sehr gewissenhaften Anbietern, die unzureichend ausgebildete oder sogar ungeeignete Hunde vermitteln. Aggressives Verhalten mancher Hunde im \u00f6ffentlichen Raum gef\u00e4hrdet nicht nur die Sicherheit der Allgemeinheit, sondern bringt auch verantwortungsvolle Assistenzhundehalterinnen und -halter in Misskredit, denen infolgedessen der Zugang zu bestimmten Orten oder Verkehrsmitteln verwehrt werden kann.</p><p>&nbsp;</p><p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die unzureichende Auswahl der Beg\u00fcnstigten. Ohne standardisierte Kriterien kommt es vor, dass Organisationen Assistenzhunde an Personen vermitteln, bei denen gar kein Bedarf danach besteht oder bei denen nicht ausreichend gepr\u00fcft wurde, ob sie f\u00e4hig sind, einen Assistenzhund angemessen zu f\u00fchren. Versch\u00e4rft wird diese Entwicklung durch Anbieter, die damit werben, Hunde von Privatpersonen nachtr\u00e4glich als Assistenzhunde zu \u00abqualifizieren\u00bb&nbsp;\u2013 h\u00e4ufig ohne fundierte medizinische Abkl\u00e4rung des tats\u00e4chlichen Bedarfs. So entsteht ein lukrativer Markt, dem es jedoch an medizinischer und therapeutischer Legitimation fehlt.</p><p>&nbsp;</p><p>Angesichts der j\u00fcngsten Entwicklungen in diesem Bereich ist ein regulatorisches Eingreifen dringend geboten. Die zunehmende Zahl unqualifizierter Anbieter, die von fehlenden Zulassungsauflagen profitieren, folgt einem besorgniserregenden Muster, das auch in anderen Staaten zu beobachten ist: Dort hat der Missbrauch des Assistenzhundestatus zu einer allgemeinen Infragestellung des gesamten Systems gef\u00fchrt.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Schweiz verf\u00fcgt bereits \u00fcber international anerkannte Ausbildungsst\u00e4tten, die hohe Standards anwenden. Dieses bestehende Fachwissen gilt es zu st\u00e4rken, indem ein klarer Rechtsrahmen geschaffen wird, der Fachleute eindeutig von Opportunisten abgrenzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine Zertifizierung der Ausbildungsst\u00e4tten ist daher unerl\u00e4sslich. Die Zertifizierung k\u00f6nnte sich entweder auf international anerkannte Standards st\u00fctzen oder im Rahmen eines eigenst\u00e4ndigen Schweizer Zertifizierungsverfahrens erfolgen. Die Zertifizierungskriterien sollten den gesamten Ablauf abdecken, also:\n\n\u2013 die Auswahl und Ausbildung der Hunde\n\u2013 die tiergerechten und fachlich fundierten Ausbildungsmethoden\n\u2013 die Qualifikation und Schulung der Ausbildenden\n\u2013 die Auswahl und Beurteilung der Beg\u00fcnstigten\n\u2013 die Nachbetreuung im Anschluss an die Platzierung\n\u2013 die fundierten Kenntnisse \u00fcber die jeweiligen Krankheitsbilder oder St\u00f6rungen der Beg\u00fcnstigten, um eine bedarfsgerechte Begleitung sicherzustellen\n\u2013 die Verhaltenstests, welche die Eignung der Hunde f\u00fcr den Einsatz im \u00f6ffentlichen Raum gew\u00e4hrleisten.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine solche Zertifizierung erh\u00f6ht die \u00f6ffentliche Sicherheit, indem ungeeignete Hunde aus dem \u00f6ffentlichen Raum ferngehalten werden. Sie gew\u00e4hrleistet eine Unterst\u00fctzung von hoher Qualit\u00e4t f\u00fcr Menschen mit Behinderungen und st\u00e4rkt die fachliche Anerkennung bestehender professioneller Organisationen. Und nicht zuletzt tr\u00e4gt sie dazu bei, die Glaubw\u00fcrdigkeit des gesamten Assistenzhundesystems zu sichern&nbsp;\u2013 gerade im Hinblick auf problematische Entwicklungen, wie sie andernorts bereits zu beobachten waren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>","FederalCouncilProposal":44,"FederalCouncilProposalText":"Annahme","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1764115200000)\/","SubmittedBy":"Broulis Pascal","BusinessStatus":209,"BusinessStatusText":"\u00dcberwiesen an den Bundesrat","BusinessStatusDate":"\/Date(1781712290000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|52","Category":"V","Modified":"\/Date(1781712309103)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758499200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Umwelt"}}