{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254139,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254139,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4139","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kinder vor manipulativen Algorithmen in sozialen Netzwerken sch\u00fctzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Soziale Netzwerke nehmen im Leben junger Menschen eine zentrale Rolle ein. Ihre Algorithmen sind darauf ausgelegt, die Bildschirmzeit zu maximieren&nbsp;\u2013 oft zulasten des Wohlbefindens. W\u00e4hrend mehrere L\u00e4nder bereits regulierend eingegriffen haben, bleibt die Schweiz bei diesem Thema weitgehend unt\u00e4tig.</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Wie werden die Risiken s\u00fcchtig machender Algorithmen f\u00fcr Minderj\u00e4hrige eingesch\u00e4tzt?</li><li>Welche Massnahmen sind vorgesehen, um Suchtrisiken zu mindern&nbsp;(z.&nbsp;B. chronologischer Feed als Voreinstellung, Einschr\u00e4nkungen bei Autoplay und n\u00e4chtlichen Benachrichtigungen)?</li><li>Welche Lehren zieht der Bundesrat aus Beispielen aus dem Ausland (EU, Vereinigtes K\u00f6nigreich, New&nbsp;York, Australien)?</li><li>Welche Unterst\u00fctzung ist f\u00fcr Familien und Schulen geplant, um Minderj\u00e4hrigen eine sichere Online-Nutzung zu erm\u00f6glichen?</li></ul>","ReasonText":"<p>Es gibt zunehmend Belege: Bei einer t\u00e4glichen Nutzung von mehr als drei Stunden verdoppelt sich das Risiko f\u00fcr depressive Erscheinungen und Angstzust\u00e4nde bei Jugendlichen&nbsp;(Studie&nbsp;2023). Der Surgeon General, der Leiter der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde, weist auch auf Schlafst\u00f6rungen und eine Beeintr\u00e4chtigung des Selbstbildes hin&nbsp;(2023). In der Schweiz melden NGO eine Zunahme von Anfragen im Bereich Cyberabh\u00e4ngigkeit.</p><p>Auf Interaktion ausgerichtete Algorithmen liefern bei jeder Unterbrechung oder Wiederaufnahme der Nutzung \u00e4hnliche Inhalte und bewirken so einen sch\u00e4dlichen&nbsp;\u00abTunnelblick\u00bb. Analysen zeigen, dass TikTok-Empfehlungen bereits nach wenigen Minuten Inhalte zu Selbstverletzung oder Essst\u00f6rungen anzeigen k\u00f6nnen. Ohne algorithmischen Feed sinkt die Nutzungsdauer deutlich&nbsp;\u2013 ein Hinweis darauf, dass das Design, mehr als der blosse Wille, den \u00fcberm\u00e4ssigen Gebrauch antreibt. Zudem verst\u00e4rken Algorithmen polarisierende Inhalte, etwa Genderdebatten, K\u00f6rperunzufriedenheit oder extremistisches Gedankengut.</p><p>Auch soziale Ungleichheiten werden versch\u00e4rft: Ein Bericht der Europ\u00e4ischen Kommission&nbsp;(2022) betont, dass Empfehlungssysteme tendenziell Stereotype verst\u00e4rken und verletzliche Gruppen benachteiligen. Aus Sicht des Konsumentenschutzes werden Aufmerksamkeit und Daten von Minderj\u00e4hrigen gewinnorientiert ausgenutzt&nbsp;\u2013 bei minimaler Transparenz.</p><p>Jetzt handeln mehrere Demokratien: das Vereinigte K\u00f6nigreich&nbsp;(Online Safety Act) mit Risikobewertungen und Sanktionen; New&nbsp;York&nbsp;(SAFE Act) mit Beschr\u00e4nkungen algorithmischer Feeds ohne Zustimmung der Eltern; Australien mit einem Zugangsverbot f\u00fcr unter 16-J\u00e4hrige und strikter Alterskontrolle. Die Schweiz droht ins Hintertreffen zu geraten, wenn sie nicht z\u00fcgig Massnahmen ergreift.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Die Algorithmen sortieren, organisieren und empfehlen Inhalte f\u00fcr jede Nutzerin und jeden Nutzer, womit diese ihren Interessen entsprechende Inhalte, Produkte und Informationen vorgeschlagen erhalten. Die Algorithmen entscheiden ausserdem dar\u00fcber, was den Nutzerinnen und Nutzern nicht gezeigt wird. Dies bringt problematische Aspekte mit sich. Die fehlende M\u00f6glichkeit, eine Vielfalt an Inhalten zu sehen, kann das Risiko einer Meinungspolarisierung erh\u00f6hen. Die algorithmische Personalisierung kann ausserdem dazu f\u00fchren, dass problematische Inhalte (wie z.</span><span>&nbsp;</span><span>B. diskriminierende oder extremistische Narrative oder gef\u00e4hrliche \u00abChallenges\u00bb) im News Feed \u00fcberm\u00e4ssig repr\u00e4sentiert sind. Algorithmen gelten nicht </span><em><span>per se</span></em><span> als s\u00fcchtig machend. Da ihr Hauptziel jedoch effektiv darin besteht, dass Nutzerinnen oder Nutzer mehr Zeit auf der Plattform verbringen, k\u00f6nnen sie zu einem \u00fcberm\u00e4ssigen Gebrauch verleiten. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2./3. Aktuell ist der Bund mit verschiedenen Dossiers besch\u00e4ftigt, bei denen die Social-Media-Nutzung im Zentrum steht. Der Bundesrat hat am 30.</span><span>&nbsp;</span><span>Oktober 2025 einen Vorentwurf f\u00fcr ein Bundesgesetz zur Regulierung von sehr grossen Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (u.</span><span>&nbsp;</span><span>a. YouTube, Facebook, Instagram, TikTok, X und Google) in die Vernehmlassung geschickt. Die Vorlage soll die Rechte aller Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz st\u00e4rken und von den Plattformen mehr Transparenz verlangen. So sollen etwa durch Transparenz- und Berichtspflichten die Auswirkungen der T\u00e4tigkeiten grosser Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen auf die Grundrechte aller Nutzerinnen und Nutzer besser abgesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen. Die Vorlage enth\u00e4lt keine spezifischen Regelungen zum Jugendschutz. Die Vernehmlassungsadressaten werden sich allerdings zu konkreten Fragen zum Jugendschutz \u00e4ussern k\u00f6nnen. Das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen ist zudem beauftragt, einen Bericht in Erf\u00fcllung der Postulate 24.4480 Vara \u00abPsychische Gesundheit von Jugendlichen und Exposition gegen\u00fcber sozialen Netzwerken. Was wird unternommen?\u00bb und 24.4592 Graf \u00abKinder und Jugendliche vor sch\u00e4dlichem Konsum von sozialen Medien sch\u00fctzen\u00bb zu verfassen. Die Postulate verlangen zu pr\u00fcfen, welche Massnahmen ergriffen werden k\u00f6nnten, um Kinder und Jugendliche vor sch\u00e4dlichem Konsum von sozialen Medien zu sch\u00fctzen. In seinen Stellungnahmen hat der Bundesrat sich bereit erkl\u00e4rt, die Auswirkungen der Nutzung sozialer Netzwerke auf die psychische Gesundheit junger Menschen genauer zu analysieren und allf\u00e4llige Massnahmen zu pr\u00fcfen. In diesem Zusammenhang werden auch die in anderen L\u00e4ndern umgesetzten Massnahmen gepr\u00fcft werden, insbesondere um bew\u00e4hrte Praktiken zu eruieren. Zum Thema des Schutzes von Jugendlichen und jungen Erwachsenen online wurde zudem das Postulat 25.3824 Schneider \u00abAnlaufstelle f\u00fcr Betroffene von digitaler Gewalt\u00bb eingereicht. Es beauftragt den Bundesrat zu pr\u00fcfen, wie eine Anlaufstelle und Opferberatung f\u00fcr Betroffene von digitaler Gewalt geschaffen werden k\u00f6nnte. Der Bundesrat hat die Annahme des Postulats beantragt. Es wurde noch nicht im Nationalrat behandelt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Um eine sichere Nutzung digitaler Medien zu f\u00f6rdern, erachtet der Bundesrat Pr\u00e4ventionsarbeit als unerl\u00e4sslich. Die nationale Plattform Jugend und Medien des Bundesamts f\u00fcr Sozialversicherungen leistet seit 2011 einen Beitrag zur F\u00f6rderung von Medienkompetenz. \u00dcber die Internetseite jugendundmedien.ch, verschiedene Publikationen (Brosch\u00fcren und Flyer), einen Blog, die sozialen Netzwerke und einen Newsletter informiert und sensibilisiert Jugend und Medien Familien (Erziehungsberechtigte, Grosseltern usw.) und Schulen (Lehrpersonen, Schulleitung, Schulsozialarbeit) f\u00fcr die Chancen und Risiken digitaler Medien. Damit sollen sie bef\u00e4higt werden, Kinder und Jugendliche bei ihrer Nutzung der digitalen Medien, einschliesslich Social Media, kompetent zu begleiten. Was das Thema der Algorithmen angeht, informiert Jugend und Medien \u00fcber die Risiken in Bezug auf die Polarisierung von Meinungen, negative Denkweisen oder Doomscrolling. Die Plattform bietet Ratschl\u00e4ge, um problematisches Nutzungsverhalten zu erkennen und die psychische Gesundheit Jugendlicher zu sch\u00fctzen. </span></p><p><span>Die Schulen spielen eine wesentliche Rolle bei der Pr\u00e4vention und F\u00f6rderung der Medienkompetenz. Die Einbindung der Medienkompetenz in die sprachregionalen Lehrpl\u00e4ne (Lehrplan 21, Plan d\u2019\u00e9tudes romand, Piano di studio) erm\u00f6glicht es, Jugendliche f\u00fcr diese Themen zu sensibilisieren und Aus- und Weiterbildungen der Lehrpersonen durchzuf\u00fchren. Innerhalb des schulischen Kontexts selbst bleibt die Mediennutzung durch Kinder und Jugendliche sehr viel tiefer als ausserhalb desselben. Dies zeigt eine Untersuchung der Schweizerischen Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung (SKBF Staff Paper #26).</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1763510400000)\/","SubmittedBy":"Amaudruz C\u00e9line","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1763569867717)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|34|1236|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1789994740650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758672000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Medien und Kommunikation|Menschenrechte|Gesundheit"}}