{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254261,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254261,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4261","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Eine nationale Gesundheitskohorte als Investition in die Zukunft der \u00f6ffentlichen Gesundheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat best\u00e4tigt in seiner Antwort auf die Interpellation 25.3875 von Nationalr\u00e4tin Manuela Weichelt (\u00abNimmt der Bund seine gesetzlichen Aufgaben zum Schutz der Gesundheit wahr?\u00bb), dass Gesundheitsdaten f\u00fcr die Forschung- und Gesundheitspolitik von essenzieller Bedeutung sind und das auch ein grosses Interesse an einer solchen Gesundheitskohorte besteht.&nbsp;Eine nationale Kohorte erm\u00f6glicht die regelm\u00e4ssige Erhebung von Gesundheitsdaten von rund 100'000 repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlten Personen \u00fcber alle Altersgruppen hinweg. Damit k\u00f6nnen Ursachen und Verl\u00e4ufe von chronischen Erkrankungen besser verstanden, Pr\u00e4ventionsstrategien gezielter entwickelt und gesundheitspolitische Entscheidungen evidenzbasiert getroffen werden. Weiter erlaubt eine Kohorte die Auswirkungen von Umweltbelastungen (z.B. PFAS, Pestizide, Hitze, L\u00e4rm), sozialer Ungleichheit, Ern\u00e4hrung, Bewegung und weiteren Faktoren auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung zu erforschen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.</p><p>Eine Pilotstudie, welche das BAG durchgef\u00fchrt hat, hat diesbez\u00fcglich bereits wichtige Daten zur Belastung der Schweizer Bev\u00f6lkerung bez\u00fcglich per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat und f\u00fcr gesundheitlich relevante Metalle (Blei, Quecksilber u.a.) geliefert.</p><p>Die Sistierung des Projekts durch das BAG ist angesichts des Potenzials und der bereits geleisteten Vorarbeiten nicht nachvollziehbar und k\u00f6nnte langfristig negative Konsequenzen f\u00fcr die Volksgesundheit haben. Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Welchen konkreten Beitrag kann eine nationale Gesundheitskohorte im Umgang mit langwierigen Umwelt- und Gesundheitsproblemen wie PFAS leisten? Was w\u00e4re der Nutzen einer solchen Infrastruktur, wenn eine Kohortenstudie bereits best\u00fcnde und langfristige Blutproben vorl\u00e4gen?</li><li>Welche konkreten Daten fehlen heute in der Schweiz, die durch eine Gesundheitskohorte erhoben werden k\u00f6nnten?</li><li>Welche weiteren Themen sollte die geplante Gesundheitskohorte neben der Belastung durch Pestizide umfassen?</li><li>Wie steht die Schweiz bez\u00fcglich Gesundheitskohorte im internationalen Vergleich da? W\u00fcrde eine Erhebung international abgestimmt erfolgen oder gilt es nationale Besonderheiten zu ber\u00fccksichtigen?&nbsp;</li><li>Kann sich der Bundesrat bei Durchf\u00fchrung und Finanzierung eine Kooperation mit Dritten vorstellen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Unsere Gesundheit wird von vielen Faktoren wie Umwelteinfl\u00fcssen und dem individuellen Verhalten bestimmt. Das langfristige Verfolgen einer grossen Anzahl Personen erm\u00f6glicht es, wichtige Einflussfaktoren herauszuarbeiten und daraus gezielte Massnahmen abzuleiten wie etwa die Festlegung von Grenzwerten in Nahrungsmitteln. F\u00fcr Einzel</span><span>\u00ad</span><span>substanzen oder Substanzgruppen wie die PFAS k\u00f6nnen regionale Unterschiede untersucht werden, die in Kombination mit Umweltdaten Hinweise auf die wichtigsten Belastungsquellen geben. Eine Bioprobenbank erm\u00f6glicht zudem Auswertungen zu regionalen Unterschieden und Zeitreihenanalysen, etwa um zu pr\u00fcfen, ob Verbote von PFOS und PFOA die Belastung reduziert haben, oder ob es weitere Massnahmen braucht. Insgesamt w\u00fcrde eine solche Kohorte dazu beitragen, evidenzbasierte Grundlagen f\u00fcr politische Entscheide zu schaffen, die wissenschaftliche Forschung im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit in der Schweiz zu st\u00e4rken und fundierte Entscheidungen zum Schutz der Bev\u00f6lkerung zu treffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Zurzeit gibt es nur wenige national repr\u00e4sentative Daten zum Gesundheitszustand der Schweizer Bev\u00f6lkerung und zu Faktoren, die diesen beeinflussen. Regional sind einige Daten vorhanden, sie sind aber zur Zeit f\u00fcr Forschende nicht immer in ausreichendem Masse zug\u00e4nglich und nicht harmonisiert erhoben. Die meisten vorhandenen Daten betreffen Erwachsene. Einen \u00dcberblick \u00fcber fehlende Daten zu Kinder- und Jugendgesundheit gibt der Gesundheitsbericht des OBSAN von 2020. Aktuell konkretisiert das BAG diese Datenl\u00fccken im Rahmen des ersten Berichts zum Schweizer Monitoring-System der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Eine Vielzahl fehlender Gesundheitsdaten einschliesslich der oben genannten k\u00f6nnten innerhalb einer nationalen Kohorte erhoben werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Eine nationale Kohorte w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, die langfristige Entwicklung des Gesundheitszustands und der Qualit\u00e4t und Leistungsf\u00e4higkeit der Gesundheitsversorgung in der Schweiz zu beobachten und besser zu verstehen, wie z.B. Umwelteinfl\u00fcsse und Lebensweise mit der Entwicklung von Krankheiten zusammenh\u00e4ngen. F\u00fcr die Schweizer Gesundheitsstudie sollten die zentralen Fragestellungen gemeinsam mit den beteiligten bundesinternen und bundesexternen Akteuren definiert werden; die konkrete Ausrichtung war daher noch offen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. In Deutschland, Frankreich, England und den meisten anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gibt es bereits nationale Bev\u00f6lkerungskohorten oder Humanbiomonitoring (HBM)-Programme. Die Pilotstudie f\u00fcr die Schweizer Gesundheitsstudie wurde bereits in engem wissenschaftlichem Austausch mit dem EU-Projekt HBM4EU durchgef\u00fchrt. Auch f\u00fcr die geplante Gesundheitsstudie w\u00e4re ein europ\u00e4ischer Anschluss angestrebt worden, um bei Fragestellungen mit grossem Stichprobenbedarf den gesamten Datenpool zu nutzen und gemeinsame Analysen zu erm\u00f6glichen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. Die Kooperation mit Dritten wie etwa Forschungseinrichtungen und -infrastrukturen, Kantonen, Gesundheitseinrichtungen und privaten Partnern ist f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines Projekts dieser Gr\u00f6ssenordnung essenziell. Eine (Mit-)Finanzierung durch Dritte (Forschungseinrichtungen, Kantone oder private Unternehmen) w\u00e4re w\u00fcnschenswert, insbesondere angesichts der finanziellen Lage des Bundes und der hohen gesch\u00e4tzten Kosten. Bei der Einbindung privater Organisationen kommen der Transparenz bez\u00fcglich m\u00f6glicher Partnerschaften, der Sicherstellung der Unabh\u00e4ngigkeit der Datenerhebung und dem Datenschutz zentrale Bedeutung zu, um das Vertrauen der Teilnehmenden zu gew\u00e4hrleisten.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1763510400000)\/","SubmittedBy":"Herzog Eva","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1765178687000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|1236|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1765265104013)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Menschenrechte|Gesundheit"}}