{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254279,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254279,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4279","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Hindernisse abbauen beim baulichen Pflanzenschutz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Um die Kulturen sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen, wird insbesondere im Obstbau baulicher Pflanzenschutz, z.B. Einnetzungen eingesetzt. Gerade im Bio-Landbau ist der bauliche Pflanzenschutz f\u00fcr die Spezialkulturen von hoher Wichtigkeit und es kommen Witterungsschutzsysteme zum Einsatz, welche die B\u00e4ume trocken halten und somit Infektionen durch Krankheiten reduziert werden k\u00f6nnen. Damit k\u00f6nnen auch Auswirkungen des Klimawandels abgefedert werden. Betriebe, die in solche Systeme investieren wollen, stossen aber auf Herausforderungen mit der Raumplanung.&nbsp;</p><p>Hindernisse existieren auf Stufe Bundesrecht, insbesondere RPG und NHG, aber auch zunehmend durch zahlreiche Bundesgerichtsentscheide. Schliesslich existieren Hindernisse auch im kantonalen Vollzug, denn baulicher Pflanzenschutz bedeutet Eingriffe in das \u00abLandschaftsbild\u00bb, daher sind beispielsweise Schutznetze etc. in gewissen Kantonen \u00fcberall bewilligungspflichtig. Die Handhabung in Wildtierkorridoren und Schutzzonen ist dagegen fast fl\u00e4chendeckend hinderlich.&nbsp;</p><p>Der bauliche Pflanzenschutz ist ein sehr effizienter Weg um zum Absenkpfad Pflanzenschutzmittel beizutragen. Daher sollten Betriebe, die diesen Weg gehen unterst\u00fctzt und nicht behindert werden.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>wo behindern das geltende Recht sowie die Vollzugspraxis die Entwicklung und Etablierung von baulichem Pflanzenschutz?</li><li>wo behindern Bundesgerichtsentscheide die Etablierung von baulichem Pflanzenschutz?</li><li>mit welchen Gesetzes\u00e4nderungen und Massnahmen k\u00f6nnte der Bund die Realisierung von baulichem Pflanzenschutz erleichtern und beschleunigen?</li><li>welche \u00abbest practises\u00bb k\u00f6nnten f\u00fcr die Bewilligungspraxis den Kantonen zur Verf\u00fcgung gestellt werden?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Das Bundesgesetz vom 22.</span><span>&nbsp;</span><span>Juni</span><span>&nbsp;</span><span>1979 \u00fcber die Raumplanung (RPG; SR</span><span>&nbsp;</span><em><span>700</span></em><span>) schreibt den Grundsatz der Trennung zwischen Baugebiet und Nichtbaugebiet fest (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>1 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>1 RPG). Bund, Kantone und Gemeinden m\u00fcssen demnach daf\u00fcr sorgen, dass die Fl\u00e4chen ausserhalb der Bauzonen (insbesondere die Landwirtschaftszonen) un\u00fcberbaut bleiben. Bauten und Anlagen d\u00fcrfen in diesen Zonen nur dann errichtet werden, wenn sie sich als zonenkonform erweisen (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>16</span><em><span>a</span></em><span> RPG) oder ihr Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>24 RPG). Zudem kann allein eine kantonale Beh\u00f6rde dar\u00fcber entscheiden, ob f\u00fcr solche Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen eine Bewilligung erteilt werden kann (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>25 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>2 RPG). Bei der Beurteilung eines Baugesuchs muss die kantonale Beh\u00f6rde eine Interessenabw\u00e4gung vornehmen. Dabei ermittelt und ber\u00fccksichtigt sie die betroffenen Interessen, zu denen auch der Schutz der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Luft, Wasser und Landschaft geh\u00f6rt (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>1 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>2 Bst.</span><span>&nbsp;</span><span>a RPG).</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Anlagen oder Einrichtungen, die als technische Massnahmen f\u00fcr den Schutz von Pflanzen erstellt werden sollen, sind bewilligungspflichtig (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>22 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>1 RPG). Sie bed\u00fcrfen der staatlichen Kontrolle, da sie die Landnutzung beeinflussen k\u00f6nnen (erhebliche Ver\u00e4nderungen oder Beeintr\u00e4chtigungen der Landschaft oder der Umwelt).</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zonenkonform sind die technischen Schutzmassnahmen in der Landwirtschaftszone dann, wenn sie \u00fcberwiegend der bodenabh\u00e4ngigen landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder dem produzierenden Gartenbau (die Betriebe m\u00fcssen nat\u00fcrliche B\u00f6den bewirtschaften; Art.</span><span>&nbsp;</span><span>16</span><em><span>a</span></em><span> Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>1 RPG) beziehungsweise der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugeh\u00f6rigen Betriebs (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>16</span><em><span>a</span></em><span> Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>3 RPG) dienen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Vor dem Hintergrund dieser Ausf\u00fchrungen beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><ul><li><span>S\u00e4mtliche Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone m\u00fcssen die vorgenannten Rahmenbedingungen einhalten. Dadurch wird der allgemeine Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet umgesetzt und eine ausreichende Gewichtung der Interessen gew\u00e4hrleistet. Diese Bestimmungen gelten allgemein und f\u00fchren zu keiner besonderen Benachteiligung f\u00fcr technische Massnahmen, die zum Schutz von Pflanzen erstellt werden sollen.</span></li><li><span>Das Bundesgericht hat die erw\u00e4hnten Rahmenbedingungen f\u00fcr das Bauen ausserhalb der Bauzone in einer umfassenden Rechtsprechung best\u00e4tigt. Daraus ergibt sich, dass technische Massnahmen zum Schutz von Pflanzen keinen spezifischen Einschr\u00e4nkungen unterworfen sind. </span></li><li><span>Der Bund pflegt einen regelm\u00e4ssigen Austausch mit den zust\u00e4ndigen kantonalen Stellen \u00fcber Vollzugsfragen zum Bauen ausserhalb der Bauzonen. So k\u00f6nnen konkrete Anwendungsprobleme er\u00f6rtert und gemeinsam geeignete L\u00f6sungen erarbeitet werden. Dieser Ansatz hat sich bew\u00e4hrt und kann auch bei Fragen zu technischen Pflanzenschutzmassnahmen genutzt werden. </span></li><li><span>Der Bund verf\u00fcgt \u00fcber keine Sammlung von Best Practices im Bereich von technischen Massnahmen zum Schutz von Pflanzen. Wie weiter oben ausgef\u00fchrt, steht er mit den Kantonen in engem Austausch zu Fragen des Vollzugs beim Bauen ausserhalb der Bauzonen, um gemeinsam tragf\u00e4hige L\u00f6sungen zu finden.</span></li></ul></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1762905600000)\/","SubmittedBy":"Badertscher Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1766147305000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55|1221|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1766147323350)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft|Gerichtswesen|Raumplanung und Wohnungswesen"}}