{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254286,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254286,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4286","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anreize zur F\u00f6rderung kosteng\u00fcnstigerer Heimtherapien","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Zwei aktuelle Studien von Polynomics zeigen, dass im Bereich Multiple Sklerose die Mehrheit der befragten Patienten ihre Behandlung lieber selbst von zu Hause vornehmen w\u00fcrden. Wie Beispiele von mehreren Patienten zeigen, wird auf diese Medikamente, welche zu Hause mittels Injektions-Pen selbst angewendet werden k\u00f6nnen, offenbar nicht von allen Leistungserbringern hingewiesen. Grund daf\u00fcr k\u00f6nnten Fehlanreize sein, da andere Medikamente, welche in der Praxis bzw. im Spital verabreicht werden, eintr\u00e4glicher sind. Die Studien sprechen bei Heimtherapien alleine am Beispiel einer Indikation im Bereich Multiple Sklerose von erheblichen Kosteneinsparungen f\u00fcr das Gesundheitswesen von j\u00e4hrlich 16 Mio. Fr. (17 Mio. Euro). &nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Ist sich der Bundesrat bez\u00fcglich dieser Art von Fehlanreizen und dem m\u00f6glichen Einsparungspotential bewusst?</li><li>Wenn ja, sind dem Bundesrat weitere Therapien bekannt, wo \u00e4hnliche, signifikante Einsparungseffekte bei gleich wirksamen Medikamenten erzielt werden k\u00f6nnen? Und wenn ja, welche?</li><li>Wenn nein, erachtet es der Bundesrat f\u00fcr sinnvoll zu pr\u00fcfen, ob dieses Problem struktureller Natur ist, um weitere Effizienzpotenziale zu identifizieren?</li><li>Welche aktuellen und geplanten Regeln sieht der Bundesrat vor, um solche Fehlanreize zu vermeiden und damit Kosteneinsparungen zu realisieren?</li><li>Welche regulatorischen Anreize k\u00f6nnten gesetzt werden, um die Verschreibung von Therapien zu f\u00f6rdern, die z.B. durch ihre Anwendung im h\u00e4uslichen Umfeld zu einer Reduktion der Gesamtkosten im Gesundheitssystem beitragen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1 und 3.</span><strong><span> </span></strong><span>Der Bundesrat erachtet es als m\u00f6glich, dass bei einigen selbst verabreichten Arzneimitteln im Vergleich zu Therapien, die in Arztpraxen oder Spit\u00e4lern verabreicht werden m\u00fcssen, geringere direkte Kosten f\u00fcr die obligatorische Krankenpflegeversicherung anfallen k\u00f6nnen. Die erw\u00e4hnten Polynomics</span><span>\u2011</span><span>Studien zum Einsatz von Medikamenten zur Multiplen Sklerose (MS) sind bisher nur als Konferenzbeitrag erschienen und wurden weder unabh\u00e4ngig begutachtet noch offiziell publiziert. Entsprechend lassen sich derzeit keine belastbaren, evidenzbasierten Schlussfolgerungen daraus ableiten. Die Wahl der geeigneten Therapie beruht auf einer komplexen medizinischen Abw\u00e4gung verschiedener, ineinandergreifender Faktoren, darunter namentlich Wirksamkeit, Vertr\u00e4glichkeit, Sicherheitsaspekte sowie die individuelle Situation und Pr\u00e4ferenz der Betroffenen. Diese Entscheidung obliegt den behandelnden Fachspezialistinnen und Fachspezialisten sowie den Patientinnen und Patienten selbst. Ein Fokus auf die Applikationsform ist nicht zielf\u00fchrend, da bei der Therapiewahl stets mehrere medizinische und patientenbezogene Faktoren zu ber\u00fccksichtigen sind. Nach Artikel 56 des Bundesgesetzes \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) haben \u00c4rztinnen und \u00c4rzte ihre Leistungen auf das Mass zu beschr\u00e4nken, das im Interesse der Versicherten liegt und dem Behandlungszweck entspricht. F\u00fcr Leistungen, die \u00fcber dieses Mass hinausgehen, kann die Verg\u00fctung durch die Krankenversicherer verweigert werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Der Bundesrat sieht, dass durch selbst verabreichte Arzneimittel bei der Behandlung der MS oder anderen Indikationen potenziell signifikante Einsparungen bei gleich wirksamen Therapien erzielt werden k\u00f6nnen. Belastbare Daten daf\u00fcr liegen jedoch bisher keine vor. Zudem stellt er fest, dass in verschiedenen Indikationen wie zum Beispiel Diabetes, \u00dcbergewicht und Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis, Morbus Crohn und Rheumatische Arthritis bereits ab der ersten Marktzulassung Darreichungsformen zur einfacheren Applikation oder zur oralen Einnahme zu Hause vorliegen, ohne dass Pharmaunternehmen daf\u00fcr noch h\u00f6here Preise beantragen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4.</span><strong><span> </span></strong><span>Ein Arzneimittel darf nur in die Spezialit\u00e4tenliste (SL) aufgenommen werden, wenn es wirksam, zweckm\u00e4ssig und wirtschaftlich ist (Erf\u00fcllung der sog. WZW-Kriterien). F\u00fcr die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit wird ber\u00fccksichtigt, ob die indizierte Heilwirkung des Arzneimittels mit m\u00f6glichst geringem finanziellem Aufwand gew\u00e4hrleistet ist. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit zieht zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit f\u00fcr Originalpr\u00e4parate einen therapeutischen Quervergleich (TQV) und einen Auslandspreisvergleich (APV) heran. </span></p><p><span>Bei Arzneimitteln, die im Rahmen einer Behandlung verabreicht werden, fliessen die Kosten in die zwischen den Tarifpartnern (Versicherern und Leistungserbringern) vereinbarten Tarife ein. Diese m\u00fcssen den Grunds\u00e4tzen der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit entsprechen sowie wirtschaftlich tragbar sein. Sie d\u00fcrfen h\u00f6chstens die transparent ausgewiesenen und f\u00fcr eine effiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten (einschliesslich der Arzneimittelkosten), decken. Die Leistungsvoraussetzungen der SL bleiben zudem massgebend. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Im Rahmen </span><span>der Umsetzung des Kostend\u00e4mpfungspakets 2</span><span> ist vorgesehen die Preisfestsetzung von Arzneimitteln zu modernisieren, wobei gepr\u00fcft wird, dass auch Vorteile bei der Applikation, die andere Kosten verhindern, ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. </span></p><p><strong><span>&nbsp;</span></strong></p><p><span>5.</span><strong><span> </span></strong><span>Weitere regulatorische Massnahmen zur F\u00f6rderung der Anwendung im h\u00e4uslichen Umfeld sind nicht vorgesehen, da die bestehende Regelung bereits negative Anreize, die die Verschreibung wirtschaftlicherer Therapien zur Anwendung zu Hause behindern k\u00f6nnten, begrenzt.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1764115200000)\/","SubmittedBy":"Thalmann-Bieri Vroni","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1764170090327)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1767862592047)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Gesundheit"}}