{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254342,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254342,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4342","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Warum bezahlen Steuerzahlende 85 Prozent der Geb\u00fchren f\u00fcr die Zulassung von Pestiziden? ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Zur Zulassung von Pflanzenschutzmittel&nbsp;in der Schweiz schrieb die Firma KPMG 2019: \u00abDer Kostendeckungsgrad durch Geb\u00fchren ist mit rund 2% sehr tief. Eine Erh\u00f6hung der Geb\u00fchren erachtet KPMG im Sinne des Verursacherprinzips als zielf\u00fchrend.\u00bb Der Deckungsgrad der Geb\u00fchren bei Biozidprodukten liege&nbsp;mit 50\u201360% deutlich h\u00f6her.&nbsp;\u00abW\u00e4hrend in der Schweiz die Zulassungsgeb\u00fchr f\u00fcr ein PSM mit neuem Wirkstoff max. TCHF 2.5 betr\u00e4gt\u00bb, betrage sie in Deutschland bis zu TCHF 251, was eine \u00abad\u00e4quate Geb\u00fchrenh\u00f6he\u00bb sei.&nbsp;</p><p>Der tiefe Deckungsgrad ist finanzpolitisch nicht zu rechtfertigen. Laut bundesr\u00e4tlicher Antwort auf meine Ip. 21.4614 stellt die tiefe Geb\u00fchr zudem einen geringen Anreiz dar, Dossiers vollst\u00e4ndig einzureichen und Nachforderungen rasch nachzukommen: \u00ab<i>Wenn beispielsweise f\u00fcr ein bereits bewilligtes Produkt eine Erweiterung der Anwendung beantragt wird, sind die Dossiers eher vollst\u00e4ndig (mindestens 50%). Gesuche f\u00fcr neue Produkte sind selten vollst\u00e4ndig (weniger als 30%). Entsprechend werden oft umfangreiche Nachforderungen formuliert, die in unterschiedlichen Zeitspannen eingereicht werden.\u00bb&nbsp;</i>&nbsp;</p><p>Rund 5,5 Jahre nach dem KPMG-Bericht und 3.5 Jahre nach den Antworten des Bundesrates bitte ich um Antwort auf folgende Fragen:<br>&nbsp;</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Welche verschiedenen Geb\u00fchren gibt es bei der Zulassung von Pestiziden in der Schweiz (neue Wirkstoffe, erweiterte Anwendung, geringes Risiko etc.)?&nbsp;</li><li>Wie hoch sind die Geb\u00fchren heute, wie hoch sind sie nach der Anpassung der PSMV, ab 1. Dezember 2025? Wie hoch ist jeweils der Deckungsbeitrag der Geb\u00fchren, verglichen mit jenen bei Bioziden bzw. mit jenen im Ausland?&nbsp;</li><li>Wie hat sich die Situation bez\u00fcglich der Vollst\u00e4ndigkeit von Dossiers zur Zulassung von neuen Produkten bzw. von Produkterweiterungen inzwischen ver\u00e4ndert?&nbsp;</li><li>Ist er auch der Ansicht, dass Fehlanreize vorliegen, wenn unvollst\u00e4ndige Dossiers eingereicht werden und sich Gesuchstellende daf\u00fcr auch noch Zeit lassen? Wenn nein, warum? Wenn ja, was tut er dagegen?&nbsp;&nbsp;</li><li>In Zeiten von breit angelegten K\u00fcrzungsvorschl\u00e4gen: Warum subventionieren Schweizer Steuerzahlende die Zulassung von Pestiziden, statt dass die Kosten den verursachenden Gesuchstellenden verrechnet werden?&nbsp;</li><li>Er hat sich verpflichtet, biodiversit\u00e4tssch\u00e4digende Wirkungen von Anreizen und Subvention zu minimieren. Wieso tut er sich damit so schwer, insbesondere bei Pestiziden, die auch noch eine gesundheitssch\u00e4digend sind?&nbsp;</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. und 2. Die Geb\u00fchren, die f\u00fcr die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln erhoben werden, richten sich nach Artikel 24</span><em><span>c</span></em><span> der Verordnung \u00fcber die Geb\u00fchren des BLV (Geb\u00fchrenverordnung BLV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>916.472). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Mit den dort festgelegten Betr\u00e4gen bel\u00e4uft sich der Kostendeckungsgrad aktuell noch auf weniger als 2</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent. Mit dem Inkrafttreten der neuen Geb\u00fchrenverordnung BLV am 1.</span><span>&nbsp;</span><span>Dezember 2025 wird der Deckungsgrad auf 15</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent steigen. Zum Vergleich: Bei den Zulassungsverfahren f\u00fcr Biozidprodukte und Tierarzneimittel liegt der Deckungsgrad bei rund 40</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Auch wenn genaue Statistiken fehlen, die dies best\u00e4tigten, konnten in diesem Bereich keine signifikanten Verbesserungen festgestellt werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Dass die meisten Dossiers zum Zeitpunkt der Gesuchstellung nicht vollst\u00e4ndig sind, liegt an der Komplexit\u00e4t der Zulassungsgesuche f\u00fcr Pflanzenschutzmittel und an der grossen Datenmenge, die der Zulassungsstelle des BLV \u00fcbermittelt werden muss. Es w\u00e4re daher unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig, den Unternehmen keine Frist zur Vervollst\u00e4ndigung ihrer Unterlagen einzur\u00e4umen. Gem\u00e4ss Artikel</span><span>&nbsp;</span><span>23 Absatz</span><span>&nbsp;</span><span>2 der Pflanzenschutzmittelverordnung (PSMV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>916.161) informiert die Zulassungsstelle betroffene Unternehmen dar\u00fcber, dass das Zulassungsgesuch f\u00fcr ein Pflanzenschutzmittel abgewiesen wird, wenn die fehlenden Unterlagen nicht fristgem\u00e4ss eingereicht werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. und 6. Die derzeitigen Geb\u00fchren gem\u00e4ss Geb\u00fchrenverordnung BLV sind zu niedrig angesetzt. Mit dem Inkrafttreten der neuen Geb\u00fchrenverordnung BLV soll der Kostendeckungsgrad mit den neuen sowie der Erh\u00f6hung der bestehenden Geb\u00fchren auf gesch\u00e4tzte 15</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent steigen. Die Unternehmen sollen sich st\u00e4rker an den von ihnen verursachten Kosten beteiligen, das Verfahren soll jedoch f\u00fcr die verschiedenen Unternehmen finanziell tragbar bleiben. Zudem ist zu bedenken, dass das Inverkehrbringen vieler dieser Pflanzenschutzmittel von den Endnutzern (landwirtschaftliche Kreise) erwartet wird, um den notwendigen Schutz der Kulturen vor Sch\u00e4dlingen zu gew\u00e4hrleisten.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1762300800000)\/","SubmittedBy":"Gugger Niklaus-Samuel","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1762352372787)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|55|2446","Category":null,"Modified":"\/Date(1763072754980)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft|Steuer"}}