{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254366,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254366,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4366","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fehlende Gesundheitsdaten und h\u00f6here Krankenversicherungspr\u00e4mien ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat angek\u00fcndigt, das Projekt Schweizer Gesundheitsstudie nicht weiterzuverfolgen, obwohl das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) bereits eine Pilotstudie durchgef\u00fchrt hat und zahlreiche Bundes\u00e4mter ihr Interesse bekundet haben (Bundesamt f\u00fcr Umwelt, Bundesamt f\u00fcr Statistik, Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen, Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation, SECO). Der Entscheid wurde mit dem Entlastungspaket des Bundes begr\u00fcndet.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Parallel dazu steigen die Krankenversicherungspr\u00e4mien seit Jahren an; allein im n\u00e4chsten Jahr um durchschnittlich 4,4&nbsp;Prozent. Ohne zuverl\u00e4ssige Daten \u00fcber die Gesundheitsentwicklung sind gezielte und wirksame Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung, eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Gesundheitsversorgung und eine nachhaltige Steuerung des Gesundheitssystems und anderer gesundheitsrelevanter Bereiche wie Umweltpolitik oder Raumplanung nicht m\u00f6glich.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine nationale Gesundheitskohorte erhebt regelm\u00e4ssig und wiederholt Gesundheitsdaten von rund 100&nbsp;000 repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlten Personen. So k\u00f6nnte sie dazu beitragen, die Ursachen und die komplexe Entwicklung chronischer Erkrankungen besser zu verstehen, gezieltere Pr\u00e4ventionsstrategien zu entwickeln und evidenzbasierte Entscheidungen in der Gesundheitspolitik zu treffen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Daten w\u00e4ren nicht nur f\u00fcr die Forschung, sondern auch f\u00fcr die Gesundheitspolitik sowie f\u00fcr die Steuerung der Gesundheitskosten von gr\u00f6sster Bedeutung.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Wie beurteilt der Bundesrat den Zusammenhang zwischen unzureichenden Langzeitdaten im Gesundheitsbereich und steigenden Krankenversicherungspr\u00e4mien?&nbsp;</li><li>Welche konkreten Daten fehlen dem BAG aktuell f\u00fcr eine bessere Analyse der Ursachen und Auswirkungen des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen und die Umsetzung gezielter Massnahmen?&nbsp;</li><li>Welche Rolle k\u00f6nnte eine nationale Gesundheitskohorte bei der mittel- und langfristigen D\u00e4mpfung der Gesundheitskosten und der Stabilisierung der Pr\u00e4mienentwicklung einnehmen?&nbsp;</li><li>Kann der Bundesrat die Mehrkosten f\u00fcr das Gesundheitswesen einsch\u00e4tzen, die durch die fehlenden Daten langfristig entstehen? Ist der Bundesrat angesichts der aktuellen Finanzlage des Bundes bereit, auf eine Massnahme zu verzichten, die k\u00fcnftig zu Einsparungen f\u00fchren wird?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Eine Bev\u00f6lkerungskohorte ist eine Langzeitstudie (je nach Studienzielen ca. 10\u201330 Jahre), mit der das Auftreten von Krankheiten beobachtet und Hypothesen \u00fcber Zusammenh\u00e4nge mit Expositionen oder Verhaltensweisen aufgestellt werden k\u00f6nnen. Der Nutzen und die Ausrichtung einer solchen Kohorte liegt demnach in der Gewinnung langfristiger Ergebnisse zu Gesundheitsrisiken. In diesem Sinne ist eine Bev\u00f6lkerungskohorte kein Instrument zur Steuerung des Gesundheitssystems und eignet sich nicht zur Bewertung seiner Effizienz. Stattdessen gibt es im Gesundheitswesen bereits zahlreiche Datenbanken, die Informationen \u00fcber die Entwicklung von Krankheiten, die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und die Gesundheitskosten liefern k\u00f6nnen. Die Krankenkassenpr\u00e4mien widerspiegeln jedoch nur die Kosten eines Jahres, und die Pr\u00e4mien richten sich nach den Kosten.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) liegen zahlreiche Daten zur Analyse des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen vor. So zeigt beispielsweise das Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung (MOKKE) die Kostenentwicklung in den verschiedenen Kantonen und Leistungserbringergruppen auf. Die Abrechnungsdaten reichen jedoch nicht aus, um kausale Zusammenh\u00e4nge zu untersuchen. Diesbez\u00fcglich fehlt es derzeit an Kapazit\u00e4ten f\u00fcr den Datenaustausch, der insbesondere ein besseres Verst\u00e4ndnis der Behandlungsverl\u00e4ufe von Patientinnen und Patienten und damit der M\u00f6glichkeiten zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Das Projekt DigiSant\u00e9 soll genau diese Rahmenbedingungen verbessern, um die Digitalisierung und Standardisierung im Gesundheitswesen zu beschleunigen und so den Datenaustausch zu erleichtern. Das Projekt sieht somit eine bessere Nutzung der relevanten Informationen vor, um zur kontinuierlichen Verbesserung des Gesundheitswesens beizutragen. Dieser Schritt ist zentral, um die Steuerung des Gesundheitssystems zu verbessern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Eine nationale Kohorte k\u00f6nnte relevante Informationen zur Entwicklung aller Determinanten der Bev\u00f6lkerungsgesundheit (insbesondere Verhaltensweisen, Umweltfaktoren und sozio\u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse) liefern. Durch die Bereitstellung gesamtschweizerischer Vergleichsdaten k\u00f6nnte sie zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Gesundheitsrisiken auf nationaler und regionaler Ebene beitragen. Sie k\u00f6nnte politische Entscheidungen, insbesondere in den Bereichen Gesundheitsschutz und Pr\u00e4vention, fundiert untermauern. Neue Ergebnisse der Global Burden of Disease Studie (Vollset et al, 2024, The Lancet, Volume 403 (10440), 2204 \u2013 2256) zeigen insbesondere den Nutzen einer raschen Intensivierung der Pr\u00e4ventionsmassnahmen, um die Inzidenz und Morbidit\u00e4t chronischer Krankheiten zu senken und damit die gesamte Versorgungslast zu verringern, die in den n\u00e4chsten Jahren stark zunehmen wird. Durch solche Massnahmen k\u00f6nnte der wachsende Druck auf das Gesundheitswesen besser bew\u00e4ltigt werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass das Gesundheitswesen vor grossen Herausforderungen steht und dass die Bereitstellung verl\u00e4sslicher Gesundheitsdaten von zentraler Bedeutung ist. Er ist \u00fcberzeugt, dass eine nationale Kohorte n\u00fctzlich w\u00e4re, aber auch der Ansicht, dass bereits zahlreiche Informationsquellen bestehen, die besser genutzt werden k\u00f6nnten, wenn sie f\u00fcr Forschende leichter zug\u00e4nglich w\u00e4ren. In diesem Sinne soll das Projekt DigiSant\u00e9 auch den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten f\u00f6rdern. Der Bundesrat wird weiterhin Initiativen unterst\u00fctzen, die ein regelm\u00e4ssiges Monitoring der Gesundheit in der Schweizer Bev\u00f6lkerung erm\u00f6glichen, und sich auch k\u00fcnftig f\u00fcr ein qualitativ hochstehendes und effizientes Gesundheitswesen einsetzen.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1764115200000)\/","SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1764169735933)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1767694327087)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}