{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254370,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254370,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4370","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Burger King machts vor. Keine H\u00fchner der Qualzuchtrasse Ross 308","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, durch eine \u00c4nderung von Artikel 10 des Tierschutzgesetzes, die umstrittene Hochleistungs - H\u00fchnerrasse Ross 308 in der H\u00fchnermast zu verbieten.</p><p>&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Die H\u00fchnerrasse Ross 308, die international wegen Qualzucht in der Kritik steht, wird in der Schweizer Pouletmast noch immer eingesetzt. Hinter dem Labornamen Ross 308 verbirgt sich eine speziell gez\u00fcchtete Rasse, die besonders schnell gem\u00e4stet werden kann. So erreichen die K\u00fcken, die bei der Geburt etwa 40 Gramm wiegen, in 35 Tagen etwa zwei Kilo, also das 50-fache ihres urspr\u00fcnglichen Gewichts. Dann sind sie schlachtreif. Die Elterntiere der Hochleistungsrasse werden dabei von ausl\u00e4ndischen Zuchtkonzernen importiert. Das rasante Wachstum geht ausserdem mit gesundheitlichen Sch\u00e4den einher: Oft brechen Beinchen, weil sie das Gewicht nicht mehr tragen k\u00f6nnen, sie haben deformierte Gliedmassen oder sterben sogar noch vor ihren kurzen 35 Tagen Lebenszeit. Zahlreiche Studien belegen<a href=\"https://observatoireduspecisme.ch/nos-dossiers/enquetes-en-elevages/ross-308-de/#footnote-1\"><u>[1]</u></a>&nbsp;<a href=\"https://observatoireduspecisme.ch/nos-dossiers/enquetes-en-elevages/ross-308-de/#footnote-2\"><u>[2]</u></a>&nbsp;<a href=\"https://observatoireduspecisme.ch/nos-dossiers/enquetes-en-elevages/ross-308-de/#footnote-3\"><u>[3]</u></a>&nbsp;<a href=\"https://observatoireduspecisme.ch/nos-dossiers/enquetes-en-elevages/ross-308-de/#footnote-4\"><u>[4]</u></a> , dass diese Zucht f\u00fcr schwere Gesundheitsprobleme, erh\u00f6hte Sterblichkeit und Schmerzen von \u00abextremer\u00bb Intensit\u00e4t verantwortlich ist. Besonders h\u00e4ufig treten Lahmheiten auf \u2013 so stark, dass manche Tiere nur noch kriechend Futter oder Wasser erreichen.&nbsp;</p><p>Die eingeschr\u00e4nkte Bewegungsf\u00e4higkeit f\u00fchrt ausserdem dazu, dass auch Haltungssysteme wie BTS oder RAUS obsolet werden: Ein Aussenklimabereich ist nun einmal sinnlos, wenn die H\u00fchner ihn aufgrund der deformierten Gliedmassen gar nicht erreichen k\u00f6nnen. Die Kritik wird auch international laut: Immer mehr Unternehmen \u2013 darunter Burger King und LDC, der f\u00fchrende europ\u00e4ische H\u00fchnerproduzent \u2013 verzichten auf die schnellwachsende H\u00fchnerrasse, w\u00e4hrend sie in der Schweiz noch immer zum Einsatz kommt. Im Sinne der in der Verfassung verankerten Tierw\u00fcrde und dem Verbot der Tierqu\u00e4lerei sollte daher auch in der Schweiz auf diese extreme Hochleistungsrasse verzichtet und eine entsprechende \u00c4nderung des Tierschutzgesetzes vorgenommen werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Bei der Zucht von Mastgefl\u00fcgel wird zwischen schnell und langsam wachsenden Zuchtlinien unterschieden. Die Produktion von Gefl\u00fcgelfleisch von schnell wachsenden Tieren ist sehr effizient und weist eine g\u00fcnstige Umweltbilanz aus. Grund daf\u00fcr ist eine bessere Futterverwertung, zumal die Futtermenge, die pro Kilogramm Gewichtszuwachs ben\u00f6tigt wird, deutlich tiefer ist als bei langsam wachsenden Rassen. Das Fleisch entspricht den qualitativen Anspr\u00fcchen der Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten und ist markant kosteng\u00fcnstiger zu produzieren als bei langsam wachsendem Mastgefl\u00fcgel.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>In der Schweiz betr\u00e4gt der Anteil an Mastpoulets der Zuchtlinie Ross 308 ca. 90%.</span></p><p><span>Schnell wachsende H\u00fchnerrassen werden \u00fcblicherweise bereits im Alter von 35-42 Tagen geschlachtet. Zahlreiche Merkmale, die bei solchen Rassen zu starken gesundheitlichen Belastungen f\u00fchren k\u00f6nnen, entwickeln sich erst mit zunehmendem Alter.</span></p><p><span>Neben der Wahl der Rasse ist die Haltung massgeblich mitentscheidend f\u00fcr das Wohl der Tiere. Im Jahr 2023 wurden hierzulande 97.9% der Mastpoulets im Tierwohlprogramm BTS (Besonders Tierfreundliche Stallhaltungssysteme) gehalten. Als besonders tierfreundlich gelten Mehrbereich-Haltungssysteme mit verschiedenen Funktionsbereichen, insbesondere Zugang in einen Aussenklimabereich. Die Tiere k\u00f6nnen sich frei bewegen, Ruhe- und Bewegungsm\u00f6glichkeiten sowie gen\u00fcgend Tageslicht im Stall sind weitere Programmanforderungen (Agrarbericht 2024 des Bundesamts f\u00fcr Landwirtschaft; www.agrarbericht.ch).</span></p><p><span>Der Veterin\u00e4rdienst Schweiz hat in den Jahren 2021-2023 ein Vollzugsschwerpunktprogramm Gefl\u00fcgel durchgef\u00fchrt. In dessen Rahmen wurden bei Mastpoulets verschiedene Punkte in Bezug auf ihre Gesundheit vertieft kontrolliert. Das Programm stellte der Schweizer Gefl\u00fcgelhaltung ein gutes Zeugnis aus. Beim Kontrollpunkt \u00abVerletzungen und Pflege\u00bb wurden bei mehr als 99% der kontrollierten Mastpoulet-Haltungen keine M\u00e4ngel festgestellt (</span><a href=\"http://www.blv.admin.ch\"><span>www.blv.admin.ch</span></a><span> &gt; Tiere &gt; Nutztierhaltung &gt; Gefl\u00fcgel &gt; Schwerpunktprogramm 2021-2023).</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Entwicklungen im Ausland werden verfolgt, dabei interessiert insbesondere, welche andere \u2013 voraussichtlich ebenfalls schnell wachsende \u2013 Rasse anstelle von Ross 308 gew\u00e4hlt wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Inlandanteil bei Gefl\u00fcgelfleisch in der Schweiz heute bei knapp 64% liegt (Aviforum, Gefl\u00fcgelwirtschaft in Zahlen 6/2025, unter www.aviforum.ch). Gefl\u00fcgelfleisch aus dem Ausland d\u00fcrfte derzeit zum Grossteil ebenfalls von Ross 308 stammen. Ein Verbot des schnell wachsenden Mastgefl\u00fcgels in der Schweiz w\u00fcrde zu einer Verteuerung des hiesigen Angebots und damit voraussichtlich zu einem erh\u00f6hten Bedarf von \u2013 kosteng\u00fcnstigerem \u2013 Import-Gefl\u00fcgelfleisch f\u00fchren. Dabei sind die ausl\u00e4ndischen Haltebedingungen oftmals tiefer als in der Schweiz, was dem Tierwohl letztlich zuwiderlaufen w\u00fcrde.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Alternativen zu den schnell wachsenden Rassen sind bereits vorhanden. Im Biobereich werden langsamer wachsende Zuchtlinien eingesetzt. Die Mindestmastdauer f\u00fcr Mastpoulets betr\u00e4gt nach der Bio-Verordnung (SR</span><span>&nbsp;</span><span>910.18) 63 Tage und beim RAUS-Beitrag (Regelm\u00e4ssiger Auslauf ins Freie) nach der Direktzahlungsverordnung (DZV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>910.13) 56 Tage. Labelorganisationen, deren Produkte mehrheitlich \u00fcber die Grossverteiler vermarktet werden, k\u00f6nnen den Mehrwert von langsamer wachsenden Mastpoulets nach der Gefl\u00fcgelkennzeichnungsverordnung (GKZV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>916.342) kennzeichnen. Der Anteil an Pouletfleisch nach den RAUS- oder Bio-Kriterien betr\u00e4gt heute rund 8 bzw. 3% (Agrarbericht 2024). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat setzt sich daf\u00fcr ein, die Transformation hin zu nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystemen im In- und Ausland voranzutreiben. Er ist sich bewusst, dass die freien Kaufentscheide der Konsumentinnen und Konsumenten dabei eine wesentliche Rolle spielen. Er erinnert auch daran, dass die Massentierhaltungsinitiative im September 2022 von den Schweizer Stimmberechtigten und mit Ausnahme von Basel-Stadt von allen St\u00e4nden mit 62.9% Nein-Stimmen abgelehnt wurde. Mit dieser Initiative w\u00e4ren die Bio Suisse Richtlinien f\u00fcr die Produktion von Mastpoulets verbindlich erkl\u00e4rt worden, was eine Mindestmastdauer von 63 Tagen und somit den Einsatz von deutlich langsamer wachsenden Rassen bedeutet h\u00e4tte.</span><span></span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1762905600000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1762962725170)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1767698098977)\/","SubmissionDate":"\/Date(1758844800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}