{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254464,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254464,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4464","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Einf\u00fchrung einer Gesetzesgrundlage f\u00fcr den regulierten Abschuss von W\u00f6lfen bei \u00dcberschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden, die den Abschuss von einzelnen W\u00f6lfen oder Rudeln erlauben, sobald die Wolfspopulation eine vordefinierte Anzahl Tiere erreicht. Dieser Schwellenwert soll in Absprache mit den Kantonen festgelegt werden und die territorialen, umweltbedingten und sozio\u00f6konomischen Besonderheiten der einzelnen Regionen ber\u00fccksichtigen.</p>","ReasonText":"<p>In den letzten Jahren ist die Wolfspopulation in der Schweiz exponentiell gewachsen: 2010 lebte rund ein Dutzend W\u00f6lfe in unserem Land, heute sind es weit \u00fcber 300&nbsp;Tiere und mehr als 30&nbsp;Rudel. Die Folgen f\u00fcr die Alpwirtschaft werden immer gravierender und gef\u00e4hrden die traditionelle Weidewirtschaft, vor allem in den Alpent\u00e4lern, wo viele Landwirtschaftsbetriebe ihre T\u00e4tigkeit bereits eingestellt haben oder kurz davorstehen. Entsprechend sind auch die Wohnbev\u00f6lkerung sowie Touristinnen und Touristen zunehmend gef\u00e4hrdet.</p><p>Die Situation ist schon seit Langem unhaltbar. Ein so grosser Wolfsbestand vertr\u00e4gt sich nicht mit unserer Kulturlandschaft, zumal er sich vorwiegend auf die Kantone im Alpenraum konzentriert. Gem\u00e4ss dem Konzept Wolf Schweiz gen\u00fcgen zw\u00f6lf Rudel f\u00fcr den Arterhalt. Heute sind es dreimal so viele, und es werden tendenziell mehr.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Vergleich mit Schweden. Dort leben auf einer knapp elfmal so grossen Fl\u00e4che wie der Schweiz (mit etwas mehr Einwohnerinnen und Einwohnern) rund 300&nbsp;W\u00f6lfe, also gleich viele wie bei uns. Nichtsdestotrotz hat die schwedische Regierung einen \u00abWolfsmanagementplan\u00bb verabschiedet, dank dem der Wolfsbestand auf 170&nbsp;Tiere gesenkt werden soll.</p><p>Unser heutiges System, das eine einzelfallbasierte Abschussbewilligung durch die Kantons- und Bundesbeh\u00f6rden vorsieht, hat sich als zu langsam, zu kompliziert und wirkungslos erwiesen. Bei Wolfsangriffen warten die Tierhalterinnen und Tierhalter oft wochen- oder monatelang auf Antwort, w\u00e4hrend die Sch\u00e4den zunehmen und sich Schutzmassnahmen wie Z\u00e4une, Herdenschutzhunde oder \u00dcberwachungen f\u00fcr die Realit\u00e4ten in der Alpenregion h\u00e4ufig als unzureichend oder unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig herausstellen.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Motion fordert daher einen Paradigmenwechsel: von einem rein reaktiven zu einem proaktiven, regulierten Wolfsmanagement, das auf klaren, einheitlichen Zahlen basiert, analog dem schwedischen Modell. \u00dcbersteigt die Wolfspopulation in einer bestimmten Region den von Bund und Kantonen gemeinsam festgelegten Schwellenwert, sollen Letztere z\u00fcgig und unb\u00fcrokratisch eingreifen und mit der Zustimmung des Bundesamts f\u00fcr Umwelt Einzelw\u00f6lfe oder Rudel abschiessen d\u00fcrfen. Der Bundesrat regelt auf Verordnungsstufe das Verfahren zur Steuerung und Umsetzung der Massnahmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Dieser Ansatz verfolgt in keiner Weise das Ziel, den Wolf in der Schweiz auszurotten. Im \u00dcbrigen ist der Wolf auch nicht vom Aussterben bedroht, sondern hat sich wieder dauerhaft angesiedelt. Die Wolfsbest\u00e4nde wachsen in ganz Europa stetig \u2013 so sehr, dass der Schutzstatus des Wolfs im \u00dcbereinkommen von Bern sogar herabgestuft wurde. Vor diesem Hintergrund muss ein stabiles Gleichgewicht zwischen der Pr\u00e4senz dieses Raubtiers und seiner Koexistenz mit der Alpwirtschaft und der Nutztierhaltung Priorit\u00e4t haben; so wie bereits bei anderen gesch\u00fctzten Arten (etwa beim Steinbock), bei denen ein zielgerichtetes Management die Stabilit\u00e4t der \u00d6kosysteme sicherstellt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>","FederalCouncilProposal":44,"FederalCouncilProposalText":"Annahme","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771372800000)\/","SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1774518831000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"12|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1781687548083)\/","SubmissionDate":"\/Date(1764806400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Recht Allgemein|Umwelt|Landwirtschaft"}}