{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254476,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254476,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4476","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Versorgungssicherheit der elektrischen Energieversorgung, Ersatz der rotierenden Massen (Generatoren) durch statische Energiewandler (Fotovoltaik, Wind)","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><ol><li>Wie will der Bundesrat die Sicherheit der Elektrizit\u00e4tsversorgung sicherstellen, wenn die rotierenden Massen (Generatoren) durch statische Energiewandler (z.B. Photovoltaik) ersetzt werden?</li><li>Pr\u00fcft der Bundesrat ernsthaft die Kernenergie als Option f\u00fcr die langfristige Sicherheit der schweizerischen Energieversorgung offenzuhalten?</li><li>Welche anderen kosteng\u00fcnstigen und netzstabilisierende Massnahmen pr\u00fcft der Bundesrat?</li><li>Pr\u00fcft der Bundesrat eine \u00c4nderung seiner F\u00f6rderpolitik zu Gunsten mehr Netzstabilit\u00e4t?&nbsp;</li><li>Wie begegnet der Bundesrat den enormen Integrationsfolge-Kosten, die der stabile Netzausbau verursachen wird?</li></ol>","ReasonText":"<p>Unser Elektrizit\u00e4ts-Netz wird heute durch die rotierenden Massen der konventionellen Kraftwerke stabilisiert. Pl\u00f6tzliche Schwankungen, verursacht durch Netzst\u00f6rungen (rasanter \u00dcberschuss oder Wegfall an PV-, Wind-Leistungen, Wegfall von Wasser- oder Kernkraftwerken etc.) werden durch die Tr\u00e4gheit im Netz kurzzeitig kompensiert. Bei einem markanten Leistungsausfall braucht es ein mehrfaches an Netztr\u00e4gheit, damit die Frequenz nicht innert Sekunden abst\u00fcrzt, bevor die Prim\u00e4r-Regelung &nbsp;einsetzen kann - sonst besteht die akute Gefahr der Schutzabschaltungskaskade. (Wie beim Netzkollaps in Spanien vom&nbsp;28. April 2025 passiert!) Fallen die rotierenden Massen (auch jene unserer KKW\u2018s) weg und werden durch Nicht- oder unzureichend tr\u00e4gheits-kompensierte&nbsp;PV- und Wind-Anlagen ersetzt, fehlt die netzstabilisierende Tr\u00e4gheit. Nicht- oder unzureichend k\u00fcnstlich tr\u00e4gheits-kompensierter&nbsp;PV- und Windstromersatz f\u00fcr Grosskraftwerke bringt keine physikalische Tr\u00e4gheit, sondern vernichtet Tr\u00e4gheit resp. intrinsische Stromnetz-Stabilit\u00e4t:<br>- Leistungselektronik (NEE-Erzeuger und neue grosse leistungselektronisch basierte Verbraucher) erh\u00f6hen die Empfindlichkeit f\u00fcr Netzschwingungen<br>- Schnellladestationen, W\u00e4rmepumpen und KI-Server wirken tr\u00e4gheitsreduzierend<br>- solche neuen Verbraucher verst\u00e4rken Oszillationen, Oberwellen und Frequenz- und Spannungseinbr\u00fcche<br>- subventionierte schnellwachsende Anteile an NEE (PV / Wind) plus moderne leistungselektronische Verbraucher verlangen einen ebenso schnell wachsenden erh\u00f6hten und sehr teuren, in-<br>&nbsp; standhaltungsintensiven Bedarf, an artifizieller Stabilit\u00e4tstechnik, damit das Netz seine Stabilit\u00e4t weiterhin auf gleich hohem Niveau beh\u00e4lt!</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. und&nbsp;3.&nbsp;Gem\u00e4ss Artikel&nbsp;8 Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a des Stromversorgungsgesetzes (StromVG; SR&nbsp;<em>734.7</em>) obliegt den Netzbetreibern die Gew\u00e4hrleistung eines sicheren, leistungsf\u00e4higen und effizienten Netzes. </p><p>Da das Schweizer Stromnetz mit dem europ\u00e4ischen verbunden ist, muss die Netzstabilit\u00e4t, insbesondere der Tr\u00e4gheitsbedarf, ganzheitlich betrachtet werden. Der Verband Europ\u00e4ischer \u00dcbertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) erarbeitet derzeit technische Spezifikationen zur minimal verf\u00fcgbaren rotierenden Masse und integriert diese in die bestehenden EU-Netzkodizes. Die Schweiz wird diese Normen \u00fcbernehmen. Nach ihrer Verabschiedung werden die entsprechenden Bestimmungen in die nationalen Spezifikationen und sektoriellen Regelungen aufgenommen. </p><p>&nbsp;</p><p>Dank des hohen Anteils der Wasserkraft (2024: 59,6&nbsp;%) und der Kernkraft (2024: 28,4&nbsp;%) an der Stromproduktion (www.bfe.admin.ch &gt; Versorgung &gt; Statistik &gt; Energiestatistiken &gt; Elektrizit\u00e4tsstatistik &gt; Schweizerische Elektrizit\u00e4tsstatistik&nbsp;2024, S.&nbsp;2 Fig.&nbsp;1) verf\u00fcgt die Schweiz gegenw\u00e4rtig \u00fcber gen\u00fcgend Tr\u00e4gheit, damit sie ihren Beitrag zur Stabilit\u00e4t des Stromnetzes leisten kann. Zudem gibt es eine neue Wechselrichtertechnologie, die als Ersatz f\u00fcr die bei der Abschaltung von Kraftwerken wegfallende Tr\u00e4gheit synthetische Tr\u00e4gheit bereitstellen kann. Ger\u00e4te, die auf dieser Technologie basieren, k\u00f6nnen anstelle von herk\u00f6mmlichen Wechselrichtern in Verbindung mit Batterien, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen oder statischen Blindleistungskompensatoren eingesetzt werden. Eine neue Richtlinie von Swissgrid (<a href=\"http://www.swissgrid.ch\"><u>www.swissgrid.ch</u></a> &gt; Partner &gt; Alle Themen &gt; Branchenvertr\u00e4ge und Anh\u00e4nge &gt; Technische Mindestanforderungen f\u00fcr den Anschluss von konverterbasierten Energiespeichersystemen (kESS), Version 1.01 vom 14.&nbsp;Dezember&nbsp;2025) schreibt diese Art von Wechselrichtern f\u00fcr jedes neue an das \u00dcbertragungsnetz angeschlossene Speichersystem vor. Diese Technologie kann k\u00fcnftig einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. F\u00fcr das Verteilnetz sind solche Regelungen noch nicht vorgesehen.</p><p>&nbsp;</p><p>2.&nbsp;Der Bundesrat hat am 13.&nbsp;August&nbsp;2025 die Botschaft zum indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative \u00abJederzeit Strom f\u00fcr alle (Blackout stoppen)\u00bb verabschiedet (BBl&nbsp;<em>2025</em>&nbsp;2563). Der Gegenvorschlag sieht vor, dass der Bau von neuen Kernkraftwerken wieder bewilligt werden k\u00f6nnte. Damit wird die Kernenergie als Option f\u00fcr die langfristige Sicherheit der schweizerischen Energieversorgung offengehalten. Ziel ist es, die Schweizer Energiepolitik technologieneutral zu gestalten. </p><p>&nbsp;</p><p>4.&nbsp;Die Wechselrichtertechnologie, mit der synthetische Tr\u00e4gheit erzeugt werden kann, ist noch neu und daher bislang wenig verbreitet. F\u00fcr an das Verteilnetz angeschlossene Anlagen k\u00f6nnte der Bundesrat gegebenenfalls eine Anpassung der Gesetzgebung in Betracht ziehen.</p><p>&nbsp;</p><p>5.&nbsp;Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Entwicklung und Integration von neuen Energieerzeugungsanlagen das Stromnetz zus\u00e4tzlich belastet und damit Kosten verursacht. Zur Begrenzung des Kostenanstiegs verfolgt der Bundesrat mehrere Ans\u00e4tze. Mit dem Szenariorahmen f\u00fcr die Stromnetzplanung f\u00f6rdert er beispielsweise eine koordinierte und langfristige Netzplanung, damit Investitionen gezielt eingesetzt und Doppelspurigkeiten vermieden werden k\u00f6nnen. Die \u00c4nderung der Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR&nbsp;<em>734.71</em>), die am 1.&nbsp;Januar&nbsp;2026 im Rahmen der Umsetzung des Bundesgesetzes \u00fcber eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien (AS&nbsp;<em>2024</em>&nbsp;679) in Kraft getreten ist, d\u00fcrfte insbesondere im Bereich der Flexibilit\u00e4t und der Speicherl\u00f6sungen ebenfalls dazu beitragen, die Netzausbaukosten zu senken. Schliesslich ist zu erwarten, dass innovative Technologien wie Wechselrichter, die synthetische Tr\u00e4gheit bereitstellen, weiterentwickelt und damit rentabler werden. Sie k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Systemdienstleistungen erm\u00f6glichen und so den Bedarf an kostspieligen Netzausbauten verringern. Insgesamt verfolgt der Bundesrat das Ziel, durch eine Kombination aus effizienter Netzplanung, technologischer Innovation und geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen die Integrationskosten so niedrig wie m\u00f6glich zu halten.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771372800000)\/","SubmittedBy":"de Courten Thomas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1771449195457)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|15|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1774003542347)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765152000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Wirtschaft|Energie"}}