{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254495,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254495,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4495","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Programm zur Verbesserung der genetischen Vielfalt der Luchspopulation","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Luchs geh\u00f6rt zur einheimischen Wildtierfauna und wurde vor \u00fcber einem halben Jahrhundert in der Schweiz erfolgreich wieder angesiedelt. Nach 50 Jahren Wiederansiedlungsgeschichte zeigt sich, dass der Luchs f\u00fcr die Nutztierhaltung keine nennenswerte Bedrohung darstellt. Der Luchs hat jedoch \u2013 erg\u00e4nzend zur Jagd \u2013 einen positiven Einfluss auf die Waldverj\u00fcngung und hilft, sich akzentuierende Wald-Wild-Probleme zu entspannen. Rehe und G\u00e4msen im Wald sind n\u00e4mlich seine Hauptspeise.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Tierart Luchs ist durch internationale Abkommen und durch das Jagdgesetz (JSG) als gesch\u00fctzte Wildart eingestuft. Gem\u00e4ss Zweckartikel geh\u00f6rt der Schutz bedrohter Tierarten zu den Kernaufgaben des JSG. Gem\u00e4ss Liste der national priorit\u00e4ren Arten (BAFU 2025) besteht f\u00fcr die Luchs-Population nationaler Handlungsbedarf der Priorit\u00e4tsstufe 1.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Forschungsresultate zeigen heute,, dass die Schweizer Luchse bedroht sind. Durch mangelnden genetischen Austausch und Inzucht kommt es zur genetischen Verarmung und es treten Erbkrankheiten auf. Nur die Einbringung neuer Gene (\u00abBlutauffrischung\u00bb) kann den Schweizer Luchsbestand langfristig erhalten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Hat der Bundesrat Kenntnis vom aktuellen Stand der Forschung und teilt er die Erkenntnis, dass der Luchs in der Schweiz, insbesondere die Alpenluchs-Population, durch genetische Inzuchteffekte, inkl. Erbkrankheiten, zunehmend bedroht ist?<br>&nbsp;</li><li>Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass nur das Einbringen neuer Gene (\u00abBlutauffrischung\u00bb) die sich akzentuierenden Inzuchteffekte wirksam stoppen kann?<br>&nbsp;</li><li><p>Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass der Luchs positive direkte (Wildtierrisse) und indirekte (bessere Verteilung der Wildbest\u00e4nde) Effekte auf die Reh- und Waldgamsbest\u00e4nde hat und dadurch \u2013 erg\u00e4nzend zur jagdlichen Regulation \u2013 hilft, die Waldverj\u00fcngung zu verbessern?</p><p>&nbsp;</p></li><li>Die wenig transparente und unkoordinierte Ansiedlungsgeschichte des Luchses im 20. Jahrhundert soll sich nicht wiederholen. Zudem unterliegt aller Umgang mit Tieren dieser Art (Ein-/Ausfuhr, Aussetzen) der Bewilligungspflicht des Bundes. Unterst\u00fctzt deshalb auch der Bundesrat die Sicht, dass ein genetisches Sanierungsprogramm unter Federf\u00fchrung und mit Projektauftrag des zust\u00e4ndigen Bundesamtes f\u00fcr Umwelt sinnvoll und n\u00f6tig ist?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<ol><li>Der Bundesrat kennt den aktuellen Stand der Forschung. Das fachlich zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) hat sich daher f\u00fcr die Fortsetzung der Studie \u00abModellierung einer t\u00f6dlichen Erbkrankheit im nationalen Managementkontext\u00bb entschieden, durchgef\u00fchrt vom<strong> </strong>Institut f\u00fcr Fisch- und Wildtiergesundheit der Universit\u00e4t Bern (FIWI) zusammen mit der Eidgen\u00f6ssischen Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) unter Beizug des Instituts f\u00fcr Genetik der Universit\u00e4t Bern und der Stiftung KORA. Mit dieser Studie konnte der Nachweis erbracht werden, dass die Organmineralisierungen, welche die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit von Jungluchsen stark reduzieren, genetisch bedingt sind. Das BAFU erhofft sich mit weiterer Forschung auch Hinweise auf allf\u00e4llige genetische Urspr\u00fcnge der Herzerkrankungen beim Luchs vor allem in der Alpenpopulation.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"2\"><li>Inzucht f\u00fchrt zur genetischen Verarmung und erh\u00f6ht so die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr genetische Ver\u00e4nderungen im Sinne von Defekten. Das Risiko f\u00fcr Inzucht ist kleiner, wenn die genetische Vielfalt der sich fortpflanzenden Individuen gross ist. Dies ist in der bestehenden Luchspopulation in der Schweiz nicht der Fall. Deshalb k\u00f6nnen Luchse aus anderen, entfernt liegenden Populationen einen wichtigen Impuls bei der Auffrischung leisten.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"3\"><li>Erfahrungen aus der Praxis legen nahe, dass der Luchs einen positiven Einfluss auf die Waldentwicklung haben kann, in dem er den Reh- und Gamsbestand zus\u00e4tzlich zur Jagd verteilt und dezimiert. Weitere Erkenntnisse wird der Bundesrat im Bericht in Erf\u00fcllung des Postulats 24.3277 Hess Lorenz \u00abLuchsbest\u00e4nde in der Schweiz sind bez\u00fcglich Nutztier- und Jagdregalsch\u00e4den zu untersuchen\u00bb vorlegen, welcher aktuell erarbeitet wird.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"4\"><li>Die Konsequenzen der genetischen Verarmung des Luchsbestandes in der Schweiz sind an Praxisf\u00e4llen erkennbar und wissenschaftlich belegt. Die Verbesserung der genetischen Situation ist sinnvoll und entspricht dem Auftrag des Natur- und Heimatschutzgesetzes, welches dem Bund erm\u00f6glicht, Arten, die in der Schweiz in ihrem Bestand bedroht sind, zu f\u00f6rdern. Weiter weist das Jagdgesetz dem Bund die Bewilligungskompetenz f\u00fcr das Aussetzen gesch\u00fctzter Tiere zu. Das BAFU wird m\u00f6gliche Massnahmen gemeinsam mit den Kantonen und unter Beizug der Wissenschaft er\u00f6rtern. Dabei wird das BAFU auch die Bed\u00fcrfnisse der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und weiterer Stakeholder ber\u00fccksichtigen.</li></ol>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1770768000000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller-Altermatt Stefan","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1773999661000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1773999669547)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765324800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}