{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254541,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254541,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4541","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Anpassung der Pr\u00fcfung und Anerkennung von Herdenschutzhunden","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel&nbsp;10d Absatz&nbsp;4 der Jagdverordnung&nbsp;(JSV) dahingehend zu \u00e4ndern, dass die Bedingungen f\u00fcr die Pr\u00fcfung der Einsatzf\u00e4higkeit von Herdenschutzhunden \u00fcberarbeitet werden; die R\u00fcckmeldungen der betroffenen Kantone sind dabei zu ber\u00fccksichtigen. Der neue Wortlaut soll es erm\u00f6glichen, die Hunde unter realen Einsatzbedingungen direkt auf ihrer jeweiligen Alp zu beurteilen. Ziel dieser \u00c4nderung ist es, die Glaubw\u00fcrdigkeit der Anerkennung von Herdenschutzhunden zu gew\u00e4hrleisten und den \u00f6rtlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, insbesondere in Bezug auf die Anforderungen an die Sicherheit von Menschen und Tieren sowie auf gesundheitliche Aspekte.</p>","ReasonText":"<p>Gem\u00e4ss der revidierten JSV m\u00fcssen Herdenschutzhunde die Einsatzbereitschafts\u00fcberpr\u00fcfung&nbsp;(EB\u00dc) des Bundesamts f\u00fcr Umwelt&nbsp;(BAFU) bestehen, um anerkannt zu werden. Damit soll im Rahmen eines standardisierten Verfahrens sichergestellt werden, dass bestimmte Qualit\u00e4ts- und Sicherheitsanforderungen erf\u00fcllt sind.</p><p>&nbsp;</p><p>Trotz der bereits im Rahmen der Interpellation&nbsp;24.4046, noch vor der Anpassung der JSV, ge\u00e4usserten Bedenken und Kritikpunkte erweist sich das mit der neuen Verordnung eingef\u00fchrte standardisierte Pr\u00fcfverfahren weiterhin als unzureichend und ungeeignet. Es tr\u00e4gt den \u00f6rtlichen Gegebenheiten nicht ausreichend Rechnung und gew\u00e4hrleistet weder die \u00f6ffentliche Sicherheit noch ein konfliktarmes Zusammenspiel mit touristischen Aktivit\u00e4ten im Rahmen der F\u00f6rderung des Ganzjahrestourismus, insbesondere im Sommer. Entsprechend ist die Pr\u00fcfung stark umstritten:</p><ul><li>Die Hunde werden auf einem ihnen v\u00f6llig fremden Gel\u00e4nde gepr\u00fcft, das in keinem Zusammenhang mit ihrem gewohnten Einsatzgebiet steht.</li><li>Der Transport von Tieren zwischen verschiedenen Pr\u00fcfstandorten birgt erh\u00f6hte gesundheitliche Risiken, insbesondere was die Ausbreitung von Krankheiten wie Moderhinke betrifft.</li><li>Das Pr\u00fcfprotokoll sieht vor, dass der Hund ohne menschliche Begleitung und ohne Schutzz\u00e4une allein gelassen wird, was den \u00fcblichen Grunds\u00e4tzen der Herdenschutzpraxis widerspricht.</li></ul><p>&nbsp;</p><p>Das Beispiel des Kantons Wallis verdeutlicht diese Problematik: Im Jahr&nbsp;2025 war die Zahl der Herdenschutzhunde, welche die Pr\u00fcfung bestanden, gleich hoch wie die der Hunde, die sie nicht bestanden. Gleichzeitig wurden 87&nbsp;Prozent der im selben Jahr im Kanton registrierten Zwischenf\u00e4lle von Hunden verursacht, welche die Eignungspr\u00fcfung des BAFU bestanden hatten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die bestehende Pr\u00fcfung den \u00f6rtlichen Gegebenheiten nicht gerecht wird. Ein Eignungsverfahren, das den Aspekt der \u00f6ffentlichen Sicherheit nicht umfassend ber\u00fccksichtigt, vermag weder eine wirksame Pr\u00e4vention noch ein harmonisches Zusammenspiel mit dem Tourismus sicherzustellen, noch bietet es den Tierhalterinnen und Tierhaltern eine Handhabe, um die ihnen \u00fcbertragene Verantwortung wahrzunehmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die betroffenen Kantone verfolgen dennoch einen konstruktiven Ansatz, indem sie geeignete Pr\u00fcfmodelle einbringen und ihre Mithilfe bei der Umsetzung zusichern. Sie fordern daher eine \u00dcberarbeitung der EB\u00dc. Trotz zahlreicher Treffen zwischen den Kantonen und dem BAFU konnte bislang keine zufriedenstellende L\u00f6sung gefunden werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Da sich die Zahl der auf nationaler Ebene verf\u00fcgbaren Herdenschutzhunde in den letzten Jahren als unzureichend erwiesen hat, haben die betroffenen Kantone in enger Zusammenarbeit mit den Tierhalterinnen und Tierhaltern proaktiv Massnahmen ergriffen, um den Herdenschutz angesichts der stetig zunehmenden Pr\u00e4senz von Grossraubtieren sicherzustellen.</p><p>&nbsp;</p><p>So hat beispielsweise der Kanton Wallis in den Jahren&nbsp;2023 und 2024 dank eines vom Bund sowohl konzeptionell als auch finanziell unterst\u00fctzten Ausbildungs- und Begleitprogramms zus\u00e4tzlich 70&nbsp;Hunde zugelassen. Die Gesamtkosten dieser Massnahmen beliefen sich auf 430&nbsp;000&nbsp;Franken. Die Hunde entsprachen den Erwartungen hinsichtlich ihrer Schutzfunktion und ihrer Sozialvertr\u00e4glichkeit vollumf\u00e4nglich. Trotz dieser Erfahrungen sehen sich die Kantone weiterhin verpflichtet, ein Pr\u00fcfverfahren anzuwenden, das von zahlreichen Akteuren als ungeeignet beurteilt wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Herdenschutzhunde sollen nach objektiven Kriterien gepr\u00fcft und schweizweit einsetzbar sein. Dies forderten zahlreiche Kantone, die zust\u00e4ndigen kantonalen Konferenzen und betroffene Verb\u00e4nde im Rahmen der Vernehmlassung der Jagdverordnung (SR 922.01) im Jahr 2024. Auch die finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Haltung und den Einsatz gepr\u00fcfter und damit anerkannter Herdenschutzhunde muss nach objektiven Kriterien erfolgen. Dementsprechend regelt Artikel 10d Jagdverordnung die Eignungspr\u00fcfung f\u00fcr Herdenschutzhunde. </p><p>&nbsp;</p><p>Erg\u00e4nzend hat das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) ein Pr\u00fcfungsreglement erstellt. Die Eignung eines einzelnen Hundes f\u00fcr den Herdenschutz kann nur in einer individuellen Pr\u00fcfung effektiv beurteilt werden. Zudem erlaubt nur die individuelle, nach objektiven und standardisierten Bedingungen und Vorgaben durchgef\u00fchrte Pr\u00fcfung den Einsatz des einzelnen Hundes in der ganzen Schweiz. Auch das Verhalten des Hundes gegen\u00fcber Menschen wird gepr\u00fcft. Schnappvorf\u00e4lle f\u00fchren in jedem Fall zur Disqualifikation. Die beiden Forderungen des Kantons Wallis, Herdenschutzhunde in ihrem gewohnten Umfeld zu testen und sie in der Folge nur dort zuzulassen sowie sie nur innerhalb eines Herdenschutzzaunes zu testen, stehen im Widerspruch zur Zielsetzung. Es ist der eigentliche Einsatzzweck eines solchen Hundes, selbst\u00e4ndig und ohne Zaun seine Herde sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen.</p><p>&nbsp;</p><p>Zur Bef\u00fcrchtung der \u00dcbertragung von Tierseuchen durch die Eignungspr\u00fcfung ist festzuhalten, dass das BAFU das Pr\u00fcfungsreglement durch das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) und die Vereinigung der Schweizer Kantonstier\u00e4rztinnen und Kantonstier\u00e4rzte (VSKT) hat pr\u00fcfen lassen. Sanitarische Auflagen gelten auch f\u00fcr die Pr\u00fcfungsveranstalterin oder den Pr\u00fcfungsveranstalter.</p><p>&nbsp;</p><p>Hinsichtlich der von der Motion\u00e4rin in der Begr\u00fcndung erw\u00e4hnten Zahlen ist festzuhalten, dass dem Bundesrat keine Statistik des Kanton Wallis \u00fcber \u00abVorf\u00e4lle\u00bb mit Hunden bekannt ist. Der Begriff \u00abVorfall\u00bb stammt aus der Tierschutzverordnung. Vorf\u00e4lle mit Hunden werden von der kantonalen Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde behandelt und sind in der Jagdverordnung (JSV) nicht definiert.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771977600000)\/","SubmittedBy":"Maret Marianne","BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1773934071000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1789985774903)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765843200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}