{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254592,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254592,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4592","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie viele M\u00e4dchen und Lehrerinnen w\u00e4ren von einem Kopftuchverbot betroffen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Deshalb bitte ich den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>&nbsp;</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Wie viele Sch\u00fclerinnen unter 16 Jahren tragen an Schweizer Schulen ein Kopftuch, welches das Haupt nach islamischen Traditionen verh\u00fcllt?</li><li>Wie viele Lehrerinnen tragen an Schweizer Schulen ein Kopftuch, welches das Haupt nach islamischen Traditionen verh\u00fcllt?</li><li>Wenn keine genauen Zahlen in Erfahrung gebracht werden k\u00f6nnen: Was sind plausible Sch\u00e4tzungen?</li></ul>","ReasonText":"<p>In \u00d6sterreich sch\u00e4tzen die Beh\u00f6rden, dass im November 2025 rund 12'000 M\u00e4dchen unter 14 Jahren von einem Kopftuchverbot an Schulen betroffen w\u00e4ren. 2019 waren es noch rund 3'000 Betroffene. Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zunahme an M\u00e4dchen, die in der Schule ein Kopftuch tragen, welches das Haupt nach islamischen Traditionen verh\u00fcllt, sind neben famili\u00e4rem Druck die wachsenden Einfl\u00fcsse radikal-muslimischer Influencer in den sozialen Medien.</p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die Schweiz fehlen aktuelle Zahlen und Sch\u00e4tzungen zur Zahl der Kopftuch tragenden Sch\u00fclerinnen und Lehrerinnen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1./2. Es gibt keine Zahlen zum Tragen des islamischen Kopftuchs durch Sch\u00fclerinnen unter 16 Jahren an Schweizer Schulen. Daten zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung und zur Verbreitung religi\u00f6ser Bekenntnisse in der Schweiz, Vergleiche mit Deutschland und \u00d6sterreich sowie Studien k\u00f6nnen Anhaltspunkte liefern.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) lebten in der Schweiz Ende 2024 9'051'029 Personen. Etwa 540'000 Personen (6%) waren Musliminnen und Muslime. Bei Personen bis 15 Jahren sind etwa 12% Musliminnen und Muslime. Diese Zahl umfasst allerdings auch Knaben und die Aleviten, die sich vom Islam unterscheiden und das Kopftuch kaum tragen. Nimmt man gest\u00fctzt auf die Zahlen des BFS die Jahrg\u00e4nge von 2009 bis 2019 bei den M\u00e4dchen (5 bis 16 Jahre), so kommt man auf insgesamt etwa 490'000 M\u00e4dchen (Stand 2024). Bei einem Anteil von ca. 12% ergibt das rund 59'000 muslimische M\u00e4dchen und M\u00e4dchen aus anderen aus dem Islam hervorgegangenen Gemeinschaften dieser Jahrg\u00e4nge in der Schweiz. Das BFS weist auch aus, dass 46% der Musliminnen und Muslime in der Schweiz nicht praktizierend sind. \u00dcbertr\u00e4gt man das auf die Kinder, kann man sch\u00e4tzen, dass knapp 32'000 muslimische M\u00e4dchen praktizierend sind oder aus praktizierenden Familien kommen. Allerdings heisst praktizierend keineswegs, dass auch das Kopftuch getragen wird. </p><p>&nbsp;</p><p>Eine vom deutschen Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz verfasste Studie \u00abMuslimisches Leben in Deutschland 2020\u00bb (<a href=\"https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Forschungsberichte/fb38-muslimisches-leben.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=15\"><u>https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Forschungsberichte/fb38-muslimisches-leben.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=15</u></a> ) h\u00e4lt fest, dass in Deutschland 0.9% der muslimischen M\u00e4dchen zwischen 0 und 10 Jahren und 11.5% der 11-15-j\u00e4hrigen Musliminnen ein Kopftuch tragen. \u00dcbertr\u00e4gt man das auf die Schweiz, k\u00e4me man auf ca. 4'600 M\u00e4dchen zwischen 5 und 16 Jahren. Wie f\u00fcr Deutschland ist anzunehmen, dass die Zahl bei M\u00e4dchen, die j\u00fcnger als zehn Jahre sind, bei uns vermutlich unter einem Prozent liegt. </p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr den Bericht des Bundesrats \u00abGetragene und an Bauten angebrachte religi\u00f6se Zeichen und Symbole\u00bb vom 9. Juni 2017 in Erf\u00fcllung des Postulates 13.3672, Aeschi (<a href=\"https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/78547.pdf\"><u>https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/78547.pdf</u></a> ) f\u00fchrte das Schweizerische Kompetenzzentrum f\u00fcr Menschenrechte eine Online-Befragung durch. Danach tragen 20% der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler religi\u00f6se Symbole (Ziff. 2.3.1.2, S. 12). Religi\u00f6se Symbole sind allerdings nicht nur Kopfbedeckungen, sondern auch wenig auff\u00e4llige Anh\u00e4nger, Ohrringe und Kettchen. Nimmt man an, dass die religi\u00f6sen Symbole zur H\u00e4lfte Kopfbedeckungen sind, was viel scheint, so k\u00e4me man bei 59'000 muslimischen M\u00e4dchen, Alevitinnen nicht abgezogen, auf ca. 5'900 kopftuchtragende M\u00e4dchen.</p><p>&nbsp;</p><p>Gest\u00fctzt auf die genannten Punkte kann man davon ausgehen, dass die Zahl der jungen M\u00e4dchen zwischen 0 und 10 Jahren, die Kopftuch tragen, gering ist. F\u00fcr M\u00e4dchen zwischen 11 und 16 Jahren k\u00f6nnte sie zwischen 3'000 und 5'000 liegen. </p><p>&nbsp;</p><p>Die vom Interpellanten genannte \u00f6sterreichische Sch\u00e4tzung ist zu hoch f\u00fcr die Schweiz. Zum einen hat \u00d6sterreich eine deutlich gr\u00f6ssere muslimische Bev\u00f6lkerung. Zum anderen ist der Anteil der Musliminnen und Muslime t\u00fcrkischer, arabischer und nordafrikanischer Herkunft in \u00d6sterreich wie auch in Deutschland wesentlich gr\u00f6sser als in der Schweiz, wo viele Musliminnen und Muslime aus S\u00fcdosteuropa stammen. Die genannte deutsche Studie zeigt, dass die Zahl der Kopftuchtr\u00e4gerinnen bei Musliminnen aus S\u00fcdosteuropa um ein Mehrfaches tiefer liegt als bei Musliminnen t\u00fcrkischer, arabischer oder nordafrikanischer Herkunft.</p><p>&nbsp;</p><p>Zu Lehrerinnen, die an Schweizer Schulen ein islamisches Kopftuch tragen, gibt es ebenfalls keine Zahlen. Es d\u00fcrfte sich aber um Einzelf\u00e4lle handeln. Einige Kantone verbieten das Tragen auff\u00e4lliger religi\u00f6ser Symbole und damit auch des islamischen Kopftuchs mit Blick auf die religi\u00f6se Neutralit\u00e4t des Staates (z.B. Genf, Bern, Schwyz). In weiteren Kantonen gibt es entsprechende parlamentarische Vorst\u00f6sse (z.B. Z\u00fcrich, Thurgau, St. Gallen). Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer der Schweiz sprach sich am 21.&nbsp;Juli 2025 in der Sendung 10 vor 10 f\u00fcr den Verzicht von Lehrpersonen auf auff\u00e4llige religi\u00f6se Symbole w\u00e4hrend des Unterrichts aus.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771372800000)\/","SubmittedBy":"Knutti Thomas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1771447418963)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1771447427767)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765929600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Kultur"}}