{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254600,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254600,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4600","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"\u00dcberm\u00e4ssiger Strassenl\u00e4rm. Wann handelt der Bundesrat endlich? ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Als Antwort auf die Motion 20.4339 hat der Bundesrat einen Bericht \u00fcber den m\u00f6glichen Einsatz von Schallradarger\u00e4ten zur Bek\u00e4mpfung der Bel\u00e4stigungen durch zu laute Fahrzeuge ver\u00f6ffentlicht. Der Bericht listet die rechtlichen Hindernisse auf, enth\u00e4lt jedoch keinerlei konkrete Vorschl\u00e4ge zu deren Beseitigung und beschr\u00e4nkt sich darauf, technische Schwierigkeiten anzuf\u00fchren, obwohl mehrere Pilotversuche, insbesondere in Genf, die Wirksamkeit dieser Radarger\u00e4te bewiesen haben.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Bericht sind \u00fcberdies einige Ungereimtheiten zu finden. Der Bericht h\u00e4lt gest\u00fctzt auf&nbsp;ein&nbsp;Rechtsgutachten fest, gesetzgeberisch t\u00e4tig zu werden sei unm\u00f6glich, weil die Fahrzeuge keine Z\u00e4hler aufwiesen. Ein zweites Gutachten (Schweizerische Konferenz der Staatsanwaltschaften) im selben Bericht kommt indes zum Schluss, dass dies kein Hindernis darstellt und dass zwei Varianten anwendbar w\u00e4ren. Laut dem Bericht sind Schallradarger\u00e4te zudem unwirksam, wenn es um die korrekte Erkennung der L\u00e4rmquelle geht. Video- und Schallanalysen w\u00fcrden es hingegen erm\u00f6glichen, die lautesten Fahrzeuge und Verhaltensweisen sowie Situationen zu identifizieren, die beispielsweise durch das gleichzeitige Auftreten von zwei Fahrzeugen problematisch sein k\u00f6nnten, wie Erfahrungen in Genf und Z\u00fcrich gezeigt haben. Schliesslich schl\u00e4gt der Bundesrat Nudging vor, also die einfache Information der Autofahrerinnen und Autofahrer, obwohl die im Bericht erw\u00e4hnte Studie der Empa, die 27 Nudging-Versuche in der Schweiz zusammenfasst, dessen Unwirksamkeit belegt.</p><p>&nbsp;</p><p>Dies f\u00fchrt mich zu folgenden Fragen:</p><p>1. Warum ignoriert der Bundesrat die positiven Ergebnisse der Pilotprojekte, insbesondere in Genf, und schl\u00e4gt er keine gesetzliche Grundlage zur Unterst\u00fctzung der St\u00e4dte und Gemeinden vor (siehe die j\u00fcngste Stellungnahme des Schweizerischen St\u00e4dteverbandes)?</p><p>2. Aus welchem Grund zieht er ein Rechtsgutachten einem anderen vor, obwohl das zweite geradezu zum Handeln einladen w\u00fcrde?</p><p>3. Worauf basiert der Entscheid, Technologien auszuschliessen, die eine eindeutige Identifizierung von L\u00e4rmverhalten erm\u00f6glicht haben?</p><p>4. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass vermeidbare L\u00e4rmbel\u00e4stigungen trotz ihrer nachgewiesenen Auswirkungen auf die \u00f6ffentliche Gesundheit keine gesetzgeberische Reaktion verdienen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li>Die Ergebnisse aus Genf wurden im Bericht \u00abRechtliche und technische Abkl\u00e4rungen zur Anwendung von L\u00e4rmblitzern\u00bb des UVEK ber\u00fccksichtigt (vgl. Anhang 1 Ziffer 1.1. des Berichts). Darin wurden sowohl die technischen als auch die rechtlichen Aspekte im Gesamtkontext abgekl\u00e4rt. </li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"2\"><li>Die rechtlichen Abkl\u00e4rungen stimmen in der grunds\u00e4tzlichen juristischen Frage \u00fcberein: Ein B\u00fcssen setzt vors\u00e4tzliches oder fahrl\u00e4ssiges Verhalten voraus. Der Fahrzeugf\u00fchrer muss demnach vors\u00e4tzlich oder fahrl\u00e4ssig verbotenen vermeidbaren L\u00e4rm erzeugen oder das Fahrzeug illegal manipulieren, wenn er geb\u00fcsst werden soll. Der Grenzwert f\u00fcr das Blitzen und B\u00fcssen ist daher so festzulegen, dass dem Geb\u00fcssten in jedem Fall eine illegale Fahrzeugmanipulation oder die vors\u00e4tzliche oder fahrl\u00e4ssige Erzeugung von verbotenem vermeidbarem L\u00e4rm durch Fahrverhalten vorgeworfen werden kann. In Bezug auf das k\u00fcnftige Recht hat die Schweizerische Staatsanwaltschaftskonferenz (SSK) in ihrer Einsch\u00e4tzung genau das vorausgesetzt. Wegen der grossen Unterschiede zwischen den Fahrzeugen und der fehlenden Anzeige im Fahrzeug ist diese Bedingung aber lediglich in der Theorie voraussetzbar. Die SSK empfiehlt daher die Nachpr\u00fcfung durch das Strassenverkehrsamt. Dies w\u00fcrde aber zu einer erheblichen Mehrarbeit bei den Strassenverkehrs\u00e4mtern f\u00fchren. Zudem m\u00fcsste das Fahrzeug aufgeboten werden. In der Zwischenzeit k\u00f6nnten allf\u00e4llige Manipulationen beseitigt werden. Daher w\u00e4ren kaum Feststellungen von Manipulationen zu erwarten. <br>&nbsp;</li><li>Die getestete Technologie erlaubt derzeit keine eindeutige Identifikation des verursachenden Fahrzeugs. Beim Versuch in Basel hat eine Plausibilit\u00e4tskontrolle beispielsweise ergeben, dass Flugzeugger\u00e4usche wohl f\u00e4lschlicherweise einem Velo und einem Kleinfahrzeug zugeordnet wurden. Ob das Ger\u00e4t die einzelnen Schallquellen richtig zuordnet und korrekt beziffert, konnte mit dem Versuchsaufbau nicht abschliessend \u00fcberpr\u00fcft werden.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"4\"><li>Dem Bundesrat ist die Bek\u00e4mpfung von vermeidbarem L\u00e4rm ein wichtiges Anliegen. Bei der Anwendung von L\u00e4rmblitzern sind jedoch der Stand des technologischen Fortschritts sowie die physikalischen Grenzen und die strafrechtlichen Grundprinzipien zu ber\u00fccksichtigen. Nach der geltenden Strassenverkehrsgesetzgebung ist jeder vermeidbare Strassenl\u00e4rm zu vermeiden. Der Bundesrat hat 2024 die Sanktionen f\u00fcr das Verursachen von vermeidbarem Motorenl\u00e4rm versch\u00e4rft und aktuell die Massnahme \u00abNudging\u00bb f\u00fcr die Sensibilisierung empfohlen.</li></ol></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1770768000000)\/","SubmittedBy":"Klopfenstein Broggini Delphine","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1770828005637)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|48|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1774003846673)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765929600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Verkehr|Umwelt"}}