{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254609,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254609,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4609","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie kann das Ziel einer Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 trotz geringem Fortschritt noch erreicht werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine neue Studie der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften ZHAW, die in der \u00abAgrarforschung Schweiz\u00bb vorgestellt wurde, zeigt die enorme Problematik der Lebensmittelverschwendung in der Schweiz auf: Allein mit einer Reduktion des \u00abFood Waste\u00bb um 50 Prozent k\u00f6nnten hierzulande 1,8 Mio. Menschen ern\u00e4hrt werden.</p><p>Entsprechend setzte sich der Bundesrat im Jahr 2022 die Halbierung des \u00abFood Waste\u00bb bis 2030 zum Ziel. Laut dem Zwischenbericht von 2025 wurden seither aber lediglich 5 Prozent der Lebensmittelverluste verhindert. In einer Mitteilung heisst es, der Bundesrat werde voraussichtlich 2026 entscheiden, welche Massnahmen n\u00f6tig seien, um das \u00abFood Waste\u00bb-Ziel bis 2030 zu erreichen.&nbsp;</p><p>Zentrales Element der Bem\u00fchungen war bisher die freiwillige Vereinbarung mit den betroffenen Branchen, zum Beispiel bei der Lockerung von \u00e4sthetischen Standards von Lebensmitteln. Bei den Haushalten stand die Sensibilisierung im Vordergrund. Diesbez\u00fcglich antwortete der Bundesrat auf meine Frage&nbsp;<a href=\"https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20257517&amp;data=05%7C02%7Cmarc.jost%40parl.ch%7C33835d4ffdc647dc118008de3bf1918c%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639014105881505104%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=kulpikaDTCIwRiU3lhOa6HSXFsj25fdMXnK8gUoPLSk%3D&amp;reserved=0\">25.7517</a>, die zust\u00e4ndigen Bundes\u00e4mter unterst\u00fctzen kombinierte Massnahmen aus Anreizen und Wissensvermittlung, etwa via \u00absavefood.ch\u00bb.</p><p>&nbsp;</p><p>Da er bez\u00fcglich Lebensmittelverlusten in den n\u00e4chsten 5 Jahren ein Reduktionsziel von 50 Prozent zum Referenzjahr 2017 erreichen will, bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Von Biodiversit\u00e4t \u00fcber Klima bis Nachhaltigkeit: Welche Strategien, Pl\u00e4ne und Gesetze st\u00fctzen das Ziel der Halbierung von Lebensmittelverlusten in der Schweiz?</li><li>Angesichts der Zahl von 1,8 Mio. Menschen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Verminderung/Vermeidung von \u00abFood Waste\u00bb und dem Konzept der Ern\u00e4hrungssicherheit?</li><li>Bis wann wird er Massnahmen ergreifen, angesichts der bisher klar ungen\u00fcgenden Zielerreichung und um welche Massnahmen handelt es sich konkret?</li><li>Bis wann soll an freiwilligen Massnahmen festgehalten werden, bevor diese durch verbindliche Massnahmen erg\u00e4nzt und verst\u00e4rkt werden?</li><li>Im Gegensatz zu Verarbeitung, Detailhandel etc. gibt es aus der Landwirtschaft bislang offenbar keine Daten zur Entwicklung im Bereich \u00abFood Waste\u00bb. Warum und wann werden diese Daten publiziert? Welche Massnahmen sind im Rahmen der AP 2030+ vorgesehen?</li><li>Abgesehen von \u00absavefood.ch\u00bb: Welche anderen Projekte auf der Ebene \u00abKonsum\u00bb werden unterst\u00fctzt? Geht der Bund mit gutem Beispiel voran? Wenn nein, warum nicht?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1) Das vom Bundesrat 2022 im Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung formulierte Halbierungsziel st\u00fctzt sich auf das Nachhaltigkeitsziel 12.3 der \u00abSustainable Development Goals\u00bb (SDGs) der UNO und </span><span>die vom Bundesrat 2021 verabschiedete Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 mit entsprechenden Massnahmen und Zielsetzungen. Das Halbierungsziel ist auch im Bericht \u00abZuk\u00fcnftige Ausrichtung der Agrarpolitik\u00bb in Erf\u00fcllung der Postulate </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203931\"><u><span>20.3931</span></u></a><span> und </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20213015\"><u><span>21.3015</span></u></a><span> erw\u00e4hnt.</span><span></span><span> </span></p><p><span>Die Reduktion von Abfall ist auf Bundesebene im Umweltschutzgesetz (USG; SR</span><span>&nbsp;</span><span>814.01) und in der Abfallverordnung (VVEA; SR</span><span>&nbsp;</span><span>814.600) geregelt. Die Erzeugung von Abf\u00e4llen muss soweit m\u00f6glich vermieden werden (Art. 30 Abs. 1 USG). Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) und die Kantone sollen die Vermeidung von Abf\u00e4llen mit geeigneten Massnahmen f\u00f6rdern und dabei mit den betroffenen Organisationen der Wirtschaft zusammenarbeiten (Art. 11 Abs. 1 VVEA, Art. 41</span><em><span>a</span></em><span> USG). Auch die gesetzlichen Grundlagen, welche den Umgang mit Lebensmitteln und deren Kennzeichnung regeln, haben einen Einfluss auf die Lebensmittelverschwendung. Dazu z\u00e4hlen namentlich das Lebensmittelgesetz (LMG; SR</span><span>&nbsp;</span><span>817.0), die Lebensmittel- und Gebrauchsgegenst\u00e4ndeverordnung (LGV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>817.02), die Verordnung des EDI betreffend die Information \u00fcber Lebensmittel (LIV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>817.022.16) sowie die Verordnung des EDI \u00fcber die Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln (Hygieneverordnung EDI, HyV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>817.024.1). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2) Die Reduktion der Lebensmittelverluste st\u00e4rkt die Resilienz des Ern\u00e4hrungssystems, verringert die Abh\u00e4ngigkeit von Importen und tr\u00e4gt damit zur Versorgungssicherheit im Bereich Ern\u00e4hrung bei. Sie schont gleichzeitig Ressourcen wie Boden, Wasser und Energie.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3) und 4) Der Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung wurde 2022 beschlossen. Auch wenn das Zwischenziel f\u00fcr 2025, eine Reduktion von 25</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent im Sinne eines Richtwertes, nicht erreicht wurde, konnten in verschiedenen Bereichen Fortschritte erzielt werden. Die meisten Unternehmen, welche die branchen\u00fcbergreifende Vereinbarung zur Reduktion von Lebensmittelverlusten unterzeichnet haben, konnten die Lebensmittelverluste stark reduzieren. Der Detailhandel erreichte beispielsweise eine gesch\u00e4tzte Reduktion der Lebensmittelverluste von rund 20</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent seit 2017. Der Bundesrat wird voraussichtlich im Sommer 2026 entscheiden, ob zus\u00e4tzliche Massnahmen ergriffen werden. Im Vordergrund stehen neben einer gr\u00f6sseren Breitenwirkung auch eine Verbesserung der Datengrundlagen und eine st\u00e4rkere Sensibilisierung der Haushalte.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5) Im Vergleich zu anderen Branchen der Wertsch\u00f6pfungskette gibt es im Bereich der Landwirtschaft viele kleine Akteure. Bisher wurden in der Landwirtschaft vor allem qualitative Daten erhoben. Ein Forschungsprojekt zur Entwicklung einer Messmethodik in den Bereichen Gem\u00fcse und Kartoffeln ist in Bearbeitung. Ziel ist, dass ab 2026 eine gewisse Anzahl Landwirtschaftsbetriebe Messungen vornehmen. Die Analyse der Daten wird sp\u00e4testens 2031 zusammen mit den Analysen zu den anderen Sektoren mit dem Zwischenbericht an den Bundesrat ver\u00f6ffentlicht. Die Thematik der Lebensmittelverschwendung wird mit dem Aktionsplan adressiert. Entsprechend soll die Agrarpolitik bis 2030 (AP30+) keine zus\u00e4tzlichen Massnahmen enthalten.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>6) \u00dcber 30 Partnerorganisationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und \u00f6ffentlicher Verwaltung unterst\u00fctzen die nationale \u00abFood Save\u00bb-Aktionswoche, die erstmals im September 2026 stattfindet. W\u00e4hrend dieser Woche werden schweizweit Aktionen durchgef\u00fchrt, um die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren. Zur Reduktion der Lebensmittelverluste beim Bund messen Verpflegungsdienstleister der Bundesverwaltung seit 2024 j\u00e4hrlich die anfallenden Lebensmittelverluste, berichten dar\u00fcber und ergreifen Massnahmen zur Reduktion.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1770768000000)\/","SubmittedBy":"Jost Marc","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1770827787147)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1770827825150)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765929600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}