{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254614,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254614,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4614","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Medikamente als Kostentreiber in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Dezember 2025 wurde das j\u00fcngste Sorgenbarometer ver\u00f6ffentlicht. Die Gesundheitskosten sind mit grossem Abstand die dr\u00e4ngendste Sorge der Bev\u00f6lkerung. Die Medikamentenkosten machen mit 9,4 Milliarden Franken einen wesentlichen Anteil dieser Kosten aus. Gleichzeitig ist der Anteil an Medikamentenkosten gegen\u00fcber den OKP-Ausgaben in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Trotzdem beklagen sich gewisse Exponenten grosser Pharmakonzerne \u00fcber angeblich zu tiefe Preise in der Schweiz und drohen mit Marktr\u00fcckzug.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im Zusammenhang mit den Medikamentenpreisen und steigenden Ausgaben f\u00fcr Medikamente bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Wie haben sich die Medikamentenkosten zulasten der OKP in den letzten zehn Jahren entwickelt? Welchen Anteil an der Kostenentwicklung haben besonders teure Therapien?</p><p>2. Wie viele neue Medikamenten wurden in den letzten zehn Jahre auf die Spezialit\u00e4tenliste (SL) genommen und wie viele gestrichen?</p><p>3. Wie haben sich die Preise der Pr\u00e4parate mit neuen Wirkstoffen bei Markteintritt in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?</p><p>4. Wie lange dauert es, bis ein neues Medikament zugelassen wird? Wie lange ist die Zeitdauer zwischen Zulassung und Verg\u00fctung? Mit welchen Massnahmen k\u00f6nnte diese Zugangsdauer verk\u00fcrzt werden?</p><p>5. Wie hoch liegen die Fabrikabgabepreise im Vergleich zu mit der Schweiz vergleichbaren europ\u00e4ischen Staaten?</p><p>6. Gem\u00e4ss einem k\u00fcrzlich publizierten Bericht eines grossen Krankenversicherers orientiert sich die Preisbildung f\u00fcr Medikamente in der Schweiz h\u00e4ufig an k\u00fcnstlich \u00fcberh\u00f6hten Schaufensterpreisen aus dem Ausland. Trifft diese Aussage zu? Falls ja, wie verbreitet ist diese Praxis?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. und 3. Die Kosten f\u00fcr Medikamente sind von 2014 bis 2024 im Vergleich zu anderen Leistungen stark \u00fcberdurchschnittlich auf 9.226 Mrd. Franken (+58%) und auf 1024 Franken pro Kopf (+43%) gewachsen (Statistik Krankenversicherung BAG). Das Preisniveau von neuen Medikamenten hat sich in den letzten zehn Jahren auf \u00fcber 1\u2019500 Franken pro Packung fast verdoppelt. Besonders teure und breit eingesetzte Krebsmedikamente wie KEYTRUDA, DARZALEX haben einen grossen Anteil an der Kostenentwicklung. Aber auch teure Therapien bei selteneren Erkrankungen wie TRIKAFTA bei zystischer Fibrose oder VYNDAQEL bei Transthyretin-Amyloidose sowie neue teure Therapien wie DUPIXENT bei entz\u00fcndlichen Erkrankungen wie atopische Dermatitis oder Asthma oder OCREVUS bei multipler Sklerose haben einen massgeblichen Anteil am Kostenwachstum. Das gilt auch f\u00fcr weniger teure, daf\u00fcr breit eingesetzte Medikamente zur Behandlung von Diabetes und Adipositas (OZEMPIC, WEGOVY, FORXIGA, JARDIANCE) oder neu zur Behandlung von Migr\u00e4ne oder zur Senkung des Cholesterins eingesetzte Medikamente. Kritisch beurteilt der Bundesrat den starken Kostenanstieg gewisser patentgesch\u00fctzter Pr\u00e4parate nach Patentablauf anderer vergleichbar wirksamer Arzneimittel. Entsprechend kostensteigernde Effekte entstehen zum Beispiel durch das Umstellen vom patentabgelaufenen EYLEA auf das teurere VABYSMO bei altersbedingter Makuladegeneration oder vom patentabgelaufenen XARELTO auf das teurere ELIQUIS zur Schlaganfallprophylaxe. </p><p>&nbsp;</p><p>2. In den letzten 10 Jahren wurden 443 neue Originalpr\u00e4parate in die Spezialit\u00e4tenliste (SL) aufgenommen. Gleichzeitig wurden auch viele neue Indikationen, Generika und Biosimilars oder Pr\u00e4parate mit bekanntem Wirkstoff aufgenommen. Gestrichen wurden in den letzten 10 Jahren insgesamt 33 Originalpr\u00e4parate. In der SL sind derzeit ca. 3400 Arzneimittel aufgef\u00fchrt.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Gem\u00e4ss W.A.I.T.-Indikator-Studie ist die Schweiz das zweitschnellste Land in Europa bei der Zeit zwischen Zulassung und Verg\u00fctung. Im Median dauert es 204 Tage, wobei die Bearbeitungszeiten bei BAG und Pharmaindustrie gleich lang sind. Erw\u00e4hnt werden muss, dass die Gesuche beim BAG im Durchschnitt 100 Tage sp\u00e4ter eingereicht werden als es m\u00f6glich w\u00e4re (Bericht Eidgen\u00f6ssische Finanzkontrolle 1/2024). W\u00fcrden die Gesuche stets mit Vorbescheid Gutheissung Swissmedic oder mittels dem neuen Early Access Verfahren eingereicht, w\u00e4re eine Verg\u00fctung 60 Tage nach Swissmedic Zulassung in der Regel m\u00f6glich.</p><p>&nbsp;</p><p>5. In der Analyse von Krankenversicherer und Pharmaindustrie im Jahr 2024 waren patentgesch\u00fctzte Medikamente (ohne Preismodell) auf Basis von Fabrikabgabepreisen in den 9 Referenzl\u00e4ndern 13% g\u00fcnstiger als in der Schweiz. Korrigiert auf den aktuellen Wechselkurs von ca. 0.93 CHF/Euro h\u00e4tte die Differenz rund 16% betragen. F\u00fcr Generika und Biosimilars lag sie wechselkursbereinigt bei 53% resp. 32%. Die RAND-Studie aus den USA zeigt, dass die nicht regulierten US-Medikamentenpreise vs. der Schweiz 119%, Deutschland 194%, Frankreich 226%, Italien 168%, Japan 247%, Kanada 129%, UK 170% h\u00f6her liegen und durchschnittlich 178% h\u00f6her als in 33 OECD-L\u00e4ndern.</p><p>&nbsp;</p><p>6. Es ist richtig, dass vertrauliche Preismodelle im Ausland dazu f\u00fchren, dass nicht die effektiv verg\u00fcteten Preise im Auslandpreisvergleich f\u00fcr die Preisfestsetzung ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Dies f\u00fchrt in der Schweiz dazu, dass die Preise neuer Arzneimittel unabh\u00e4ngig von Nutzen immer st\u00e4rker steigen, da der Auslandpreisvergleich und der therapeutische Quervergleich mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung derselben Erkrankung bei der Preisfestsetzung h\u00e4lftig gewichtet werden. Im Jahr 2024 in die SL aufgenommene neue Krebsmedikamente waren insbesondere deshalb \u00fcber 80% teurer als bestehende im therapeutischen Quervergleich ber\u00fccksichtigte Arzneimittel. In der Schweiz werden derzeit bei 170 Arzneimitteln Preismodelle umgesetzt, wobei diese bei 112 Arzneimitteln vertraulich sind. Im Ausland existieren keine nicht vertraulichen Preismodelle und die Praxis mit Preismodellen wird breiter umgesetzt als in der Schweiz. Zuletzt hat auch Deutschland entschieden, vertrauliche Preismodelle einzuf\u00fchren.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771372800000)\/","SubmittedBy":"Schl\u00e4fli Nina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1774000050000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1774000062667)\/","SubmissionDate":"\/Date(1765929600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}