{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254758,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254758,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4758","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schlupfloch f\u00fcr Rohstoffunternehmen verhindern und Menschenrechte sch\u00fctzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der aus der Schweiz operierende, aber fast unbekannte Agrarkonzern Socfin ist weltweit in den Schlagzeilen, weil es um seine Plantagen zu sexueller Ausbeutung, Gewalt, Vertreibung und Umweltverschmutzung kommt. Die Geschichten der Betroffenen sind haarstr\u00e4ubend.</p><p>Der undurchsichtige Konzern betreibt \u00fcber 30 ineinander verschachtelte Tochterfirmen, vier davon in Fribourg. Obwohl Socfin seinen offiziellen Hauptsitz in Luxemburg hat, wurde in den letzten Jahren der gr\u00f6sste Teil des Rohstoffhandelsgesch\u00e4fts und das Plantagenmanagement in die Schweiz verschoben \u2013&nbsp;wegen der tiefen Unternehmenssteuern.</p><p>In seiner neusten Erhebung&nbsp;zur Bedeutung des Rohstoffhandels f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft h\u00e4lt das BFS fest: \u00abDer Rohstoffhandelssektor wird von einigen wenigen Grossunternehmen dominiert. Diese Schl\u00fcsselakteure spielen eine wesentliche Rolle in der Schweizer Handelslandschaft und sind in einigen Wirtschaftszweigen und Regionen besonders stark vertreten.\u00bb</p><p>Die Risiken f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerst\u00f6rung sind im Rohstoffsektor besonders hoch, trotzdem k\u00f6nnen Konzerne wie Socfin ihre Gesch\u00e4fte \u00fcber die Schweiz abwickeln, ohne f\u00fcr die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in ihren Gesch\u00e4ften geradezustehen. Der Bundesrat hat am 3. September&nbsp;2025<a href=\"https://www.news.admin.ch/de/newnsb/CIBlpWQ2CVNyU3kCmMADf\"><u>&nbsp;</u></a> beschlossen, der Konzernverantwortungsinitiative einen indirekten Gegenvorschlag gegen\u00fcberzustellen. Die Schweizer Regeln sollen international anerkannte Standards ber\u00fccksichtigen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass die Risiken f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung im Rohstoffhandel besonders gross sind?</li><li>Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass in einer k\u00fcnftigen Regulierung dem Rohstoffsektor, aufgrund der starken Vertretung in der Schweiz, besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass die Risiken im Rohstoffhandel von einer k\u00fcnftigen Regulierung angemessen ber\u00fccksichtigt werden?</li><li>Rohstoffhandelskonzerne weisen h\u00e4ufig sehr hohe Ums\u00e4tze, aber tiefe Mitarbeitendenzahlen auf. Wie stellt der Bundesrat sicher, dass diese sektorspezifische Gegebenheit in einer k\u00fcnftigen Regulierung angemessen ber\u00fccksichtigt wird?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der \u00abGrundlagenbericht Rohstoffe\u00bb der interdepartementalen Plattform Rohstoffe hat 2013 festgehalten, dass in der Rohstoffbranche die Risiken f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung gross sind. Um das Problem anzugehen, hat der Bundesrat zus\u00e4tzlich zum regelm\u00e4ssigen Dialog mit der Branche \u00fcber die Plattform Rohstoffe \u2013 gemeinsam geleitet vom Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA), vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) und vom Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF) \u2013 einen Leitfaden ver\u00f6ffentlicht. Dieser soll den Rohstoffh\u00e4ndlern dabei helfen, die Leitprinzipien der Vereinten Nationen f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte einzuhalten. Der Leitfaden wurde 2018 in enger Zusammenarbeit mit der Branche, der Zivilgesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kantone erarbeitet. Er wird regelm\u00e4ssig aktualisiert und steht online zur Verf\u00fcgung (www.commodity-trading.org). Des Weiteren hat der Bundesrat einen Nationalen Aktionsplan f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte f\u00fcr die Jahre 2024\u20132027 definiert.</p><p>&nbsp;</p><p>2. und 3. Alle Unternehmen ab einer gewissen Gr\u00f6sse unterliegen bereits heute der Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Eine m\u00f6gliche Anpassung dieser Bestimmungen wurde vom Bundesrat vom 26. Juni bis zum 17. Oktober 2024 in Vernehmlassung geschickt. Des Weiteren gelten seit 2022 Sorgfalts- und Transparenzpflichten betreffend Kinderarbeit und \u2013 zus\u00e4tzlich f\u00fcr den Rohstoffsektor \u2013 betreffend Konfliktmineralien. Am 3.&nbsp;September&nbsp;2025 hat der Bundesrat entschieden, der Volksinitiative \u00abF\u00fcr verantwortungsvolle Grossunternehmen \u2013 zum Schutz von Mensch und Umwelt\u00bb einen indirekten Gegenvorschlag gegen\u00fcberzustellen. Der Gegenvorschlag, dessen Bestimmungen nicht \u00fcber die zuk\u00fcnftigen EU-Regelungen in diesem Bereich hinausgehen sollen (insbesondere Vereinfachungen der EU-Lieferketten-Richtlinie (CSDDD) und der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) durch die neue Omnibus-Richtlinie), wird die international anerkannten Standards zu den Sorgfaltspflichten und zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ber\u00fccksichtigen. Der Bundesrat will den Gegenvorschlag bis Ende M\u00e4rz&nbsp;2026 verabschieden und in die Vernehmlassung schicken.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) erfasst seit 2020 die Zahl der Rohstoffhandelsunternehmen und ihrer Mitarbeitenden in der Schweiz. Alle drei&nbsp;Jahre erg\u00e4nzt das SECO diese Statistik mit einer Analyse der Mitarbeitendenzahlen im Bereich der Unterst\u00fctzungsdienstleistungen f\u00fcr den Rohstoffhandel (z.&nbsp;B.&nbsp;Finanzen, Versicherung, Zertifizierung). Diesen Analysen zufolge z\u00e4hlt die Branche etwa 975&nbsp;Unternehmen und 10&nbsp;000 Besch\u00e4ftigte (Stand 2024). Im Bereich der Unterst\u00fctzungsdienstleistungen sind 1644&nbsp;Personen t\u00e4tig (Stand 2022). 2025 ver\u00f6ffentlichte das BFS im Auftrag des Bundesrates erstmals eine Statistik zum Beitrag des Rohstoffhandels zur Schweizer Wertsch\u00f6pfung. Dieser bel\u00e4uft sich auf gesch\u00e4tzt 19,2&nbsp;Milliarden&nbsp;Franken, was 2,3&nbsp;Prozent der gesamten Wertsch\u00f6pfung entspricht (Stand 2024). &nbsp;</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771977600000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller-Altermatt Stefan","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1772033793157)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|1231","Category":null,"Modified":"\/Date(1774004178367)\/","SubmissionDate":"\/Date(1766102400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Internationales Recht"}}