{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20254829,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20254829,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.4829","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pflanzenschutzmittel. Gleich lange Spiesse dank Kostenwahrheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Politik, die Bundesrat und Parlament beim Pflanzenschutz verfolgen, wird f\u00fcr die Landwirtinnen und Landwirte zu einer immer gr\u00f6sseren Last, denn sie bietet ihnen keinerlei nachhaltige L\u00f6sung angesichts der Herausforderungen beim Schutz der Kulturen.</p><p>Gleichzeitig wird immer offensichtlicher, dass die zugelassenen Pflanzenschutzmittel, die Landwirtinnen und Landwirte nach Treu und Glauben verwenden, f\u00fcr die Umwelt und vor allem f\u00fcr die Menschen sch\u00e4dlich sein k\u00f6nnen.</p><p>Bei den negativen externen Effekten, das heisst, den Kosten im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden, handelt es sich gr\u00f6sstenteils um \u00abversteckte\u00bb Kosten. Um was f\u00fcr Kosten es sich handelt und wo sie entstehen, bleibt gr\u00f6sstenteils unklar. Zu diesem Schluss kommt ein k\u00fcrzlich erschienener Bericht \u00fcber die versteckten Kosten des Schweizer Agrarsystems, den das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft in Auftrag gegeben hatte.</p><p>Bei der Trinkwasserversorgung wird das Ausmass dieser Kosten immer deutlicher: So sehen sich im Kanton Bern mindestens 27 Gemeinden mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Trinkwasserquellen zu sanieren, damit die Konzentration der Abbauprodukte von Chlorothalonil unter den vom Bund festgelegten Grenzwert gesenkt werden kann. In den betroffenen Gemeinden wird dieser Grenzwert in gewissen F\u00e4llen um mehr als das Zehnfache \u00fcberschritten.</p><p>Solche Sanierungsmassnahmen k\u00f6nnen von der Planung bis zur Umsetzung Kosten in Millionenh\u00f6he verursachen \u2013 Kosten, die laut Bundesrat von den Wasserversorgern sowie von den Konsumentinnen und Konsumenten getragen werden m\u00fcssen. Diese k\u00f6nnen jedoch kaum als f\u00fcr das Problem \u00abverantwortlich\u00bb betrachtet werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie sch\u00fctzt er die Landwirtinnen und Landwirte davor, dass ihr Ruf wegen der steigenden Kosten im Zusammenhang mit problematischen Pestiziden besch\u00e4digt wird, selbst wenn sie zugelassene Pflanzenschutzmittel nach Treu und Glauben verwenden?</p><p>2. Wie sch\u00fctzt er insbesondere Landwirtinnen und Landwirte, die f\u00fcr Organisationen wie IP-Suisse, Bio Suisse oder Demeter produzieren und weitgehend auf den Einsatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln verzichten?</p><p>3. Wie stellt er Kostentransparenz und Kostenwahrheit sicher, sodass die Produktionskosten vollumf\u00e4nglich ber\u00fccksichtigt sind und die Bedingungen f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte, die nicht auf giftige Pestizide verzichten wollen, und die Bedingungen f\u00fcr allen anderen mindestens die gleichen sind?</p><p>4.\tWie unterst\u00fctzt er die Trinkwasserversorger und die betroffenen Gemeinden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. und 2. Verschiedene Massnahmen tragen zur Risikoreduktion von Pflanzenschutzmitteln (PSM) und indirekt zur Verhinderung eines schlechteren Images der Landwirtschaft bei. Die PSM-Zulassungen sowie deren \u00dcberpr\u00fcfung vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse sind entscheidende Instrumente, um die Risiken f\u00fcr die menschliche Gesundheit beim Einsatz dieser Produkte zu reduzieren. PSM-Zulassungen k\u00f6nnen nur gew\u00e4hrt werden, wenn die entsprechenden Pflanzenschutzmittel keine unannehmbaren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Im Rahmen der Direktzahlungen tragen Anwendungseinschr\u00e4nkungen zugelassener Produkte mit erh\u00f6htem Risikopotenzial, etwa f\u00fcr das Grundwasser, auch zur Senkung der versteckten Kosten im Zusammenhang mit dem Schutz der Kulturen bei. Der Bund unterst\u00fctzt ausserdem Produktionsformen, mit denen der PSM-Einsatz reduziert werden kann. Mit den Massnahmen, die im Rahmen des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel und des im Landwirtschaftsgesetz vorgesehenen Absenkpfads getroffen wurden, k\u00f6nnen die Risiken durch den Einsatz von PSM noch weiter vermindert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Landwirtinnen und Landwirte k\u00f6nnen die Methoden, die sie zum Schutz ihrer Kulturen anwenden, nicht immer frei w\u00e4hlen. Besteht kein geeigneter Schutz vor Schadorganismen, nimmt die Lebensmittelproduktion ab und die vom Markt nachgefragte Qualit\u00e4t kann nicht gew\u00e4hrleistet werden. Die versteckten Kosten m\u00fcssen daher dem erwarteten Nutzen gegen\u00fcbergestellt werden. Es steht jedoch keine Methode zur Verf\u00fcgung, mittels deren die versteckten Kosten einer Produktionsweise mit denen einer anderen verglichen werden k\u00f6nnen, etwa die Kosten im Zusammenhang mit Treibhausgasemissionen, die bei der mechanischen Unkrautbek\u00e4mpfung entstehen, mit den Kosten f\u00fcr das Wasser beim Einsatz von Herbiziden.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Es ist Aufgabe der Kantone und Gemeinden, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. In der Bundesgesetzgebung sind bestimmte Regeln zur Gew\u00e4hrleistung der Qualit\u00e4t der Trinkwasserressourcen festgelegt. Nach Auffassung des Bundesrates ist eine \u00c4nderung in diesem Bereich weder angemessen noch sinnvoll. Ein L\u00f6sungsansatz f\u00fcr das Problem von Pestiziden in Grund- und Trinkwasser besteht darin, das Grundwasser pr\u00e4ventiv st\u00e4rker zu sch\u00fctzen. Die Umsetzung der Motion Zanetti Roberto&nbsp;<a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203625\"><u>20.3625</u></a> \u00abWirksamer Trinkwasserschutz durch Bestimmung der Zustr\u00f6mbereiche\u00bb ist daher eine wichtige Voraussetzung, um die Trinkwasserversorgung in der Schweiz auf Dauer zu gew\u00e4hrleisten. Der Bundesrat hat im November&nbsp;2025 eine Vernehmlassung zur \u00c4nderung des Gew\u00e4sserschutzgesetzes er\u00f6ffnet (https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2025/112/cons_1). Die Vorlage sieht eine befristete Unterst\u00fctzung durch den Bund vor, in deren Rahmen der Bund 40&nbsp;Prozent des anrechenbaren Aufwandes der Kantone f\u00fcr die Planung und Ermittlung des Einzugsgebietes einer Grundwassererfassung mittels Finanzhilfen subventioniert.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1771372800000)\/","SubmittedBy":"Mahaim Rapha\u00ebl","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1771435376087)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1771435405547)\/","SubmissionDate":"\/Date(1766102400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}