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Frage","BusinessTypeAbbreviation":"Fra.","Title":"Warum gelten Haushalte neu als Risiko f\u00fcr die Integrit\u00e4t von Volksbegehren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit den Betrugsf\u00e4llen durch kommerzielle Sammelfirmen 2024 haben weder Bundesrat, BK noch Kantone Eintr\u00e4ge \u00abvon gleicher Hand\u00bb aus einzelnen Haushalten je als Risiko f\u00fcr die Integrit\u00e4t von Volksbegehren bewertet.&nbsp;<br>- Warum werden solche Eintr\u00e4ge seit Oktober 2025 dennoch grunds\u00e4tzlich als ung\u00fcltig erkl\u00e4rt?<br>- Auf welcher neuen Risikobeurteilung beruht diese Praxisversch\u00e4rfung?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bundesrat nimmt die Integrit\u00e4t von Unterschriftensammlungen von Volksbegehren ernst. Artikel 61 Absatz 1 des Bundesgesetzes \u00fcber die politischen Rechte (BPR; SR 161.1) schreibt vor, dass Stimmberechtigte ihren Namen und ihre Vornamen sowie ihre Unterschrift eigenh\u00e4ndig in die Unterschriftenliste eintragen m\u00fcssen. Diese Regelung gilt seit dem 1. November 2015. Darauf wird auch im Leitfaden hingewiesen, den die Bundeskanzlei seit 2015 allen Referendums- und Initiativkomitees anbietet. Dies steht auch auf jeder Unterschriftenliste und wird in den Weisungen der Bundeskanzlei und der Kantone an die Gemeinden zur Stimmrechtsbescheinigung erl\u00e4utert. Viele Gemeinden haben daher schon bis anhin Eintr\u00e4ge, die offensichtlich aus gleicher Hand stammen, f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt. Die Praxis ist somit nicht neu, wurde aber nicht von allen Gemeinden gleich gehandhabt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Im Kontext der \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber mutmassliche Unterschriftenf\u00e4lschungen bei eidgen\u00f6ssischen Volksbegehren wurde der Spielraum der Beh\u00f6rden f\u00fcr die Anwendung von Augenmass bei der Bescheinigung und G\u00fcltigerkl\u00e4rung von Unterschriften kleiner. Daher hat sich die Bundeskanzlei entschieden, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass die Gemeinden bei der Bescheinigung einheitlich und im Sinne der rechtlichen Vorgaben vorgehen. Die Gemeinden sind ferner seit Einf\u00fchrung des Meldungsmonitorings im November 2024 sensibilisiert, auf H\u00e4ufungen von offensichtlich aus gleicher Hand stammenden Eintr\u00e4gen zu achten und sie der Bundeskanzlei zu melden. Die Risikobeurteilung ist also nicht neu.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Schliesslich sei pr\u00e4zisiert, dass nicht systematisch alle Unterschriften f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt werden: Bei \u00abFamilienf\u00e4llen\u00bb kann die Gemeinde jeweils eine Unterschrift f\u00fcr g\u00fcltig erkl\u00e4ren (bescheinigen). Dies ist in den Weisungen entsprechend pr\u00e4zisiert.</span><span>&nbsp; </span><span>Zudem heben die Weisungen die Spezialregelung f\u00fcr \u00abschreibunf\u00e4hige\u00bb Stimmberechtigte besonders hervor.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1765152000000)\/","SubmittedBy":"Jost Marc","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1765209679000)\/","ResponsibleDepartment":10,"ResponsibleDepartmentName":"Bundeskanzlei","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"BK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4","Category":null,"Modified":"\/Date(1765209690770)\/","SubmissionDate":"\/Date(1764633600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5211,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik"}}