{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260024,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20260024,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.024","BusinessType":2,"BusinessTypeName":"Gesch\u00e4ft des Parlaments","BusinessTypeAbbreviation":"PAG","Title":"Erkl\u00e4rung des Nationalrats. Historische Verfolgung der Schweizer Jenischen und Sinti","Description":null,"InitialSituation":"<p><strong>Historische Verfolgung der Schweizer Jenischen und Sinti&nbsp;</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Der Nationalrat,&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>In Anerkennung des Einsatzes der Minderheiten f\u00fcr Wahrheit und Gerechtigkeit und in W\u00fcrdigung der Ergebnisse der Geschichtswissenschaft, welche die systematischen Kindeswegnahmen und Fremdplatzierungen der Jenischen und Sinti eingehend untersucht und dabei festgestellt hat,&nbsp;</p><ul><li>dass in erster Linie das \u00abHilfswerk f\u00fcr die Kinder der Landstrasse\u00bb, aber auch weitere private oder kirchliche Vereinigungen sowie staatliche Beh\u00f6rden im Zeitraum von 1926 bis 1976 die nomadische Lebensweise zugunsten der Sesshaftmachung bek\u00e4mpften,&nbsp;</li><li>dass zu diesem Zweck jenische Familien auseinandergerissen, Kinder ihren Eltern weggenommen, fremdplatziert und ihnen entfremdet wurden, und diese dadurch Opfer einer familienzerst\u00f6renden Politik wurden;</li><li>dass diese Verfolgung auch nach 1945 teils durch allgemeine soziologische Konzepte sowie rassenhygienische und eugenische Vorstellungen, wonach die jenische Lebensweise eine Gefahr f\u00fcr die Entwicklung und das Wohl des Kindes darstellt, legitimiert wurde;</li><li>dass diese Verfolgung planm\u00e4ssig und systematisch erfolgte und durch staatliches Recht und dessen Auslegung sowie durch die informelle Zusammenarbeit zwischen nichtstaatlichen Akteuren und staatlichen Beh\u00f6rden erm\u00f6glicht wurde;&nbsp;</li></ul><p>in Kenntnis der Erkl\u00e4rung des Bundesrates vom 19. Februar 2025, wonach diese Verfolgung nach Massgabe des heutigen V\u00f6lkerrechts als \u00abVerbrechen gegen die Menschlichkeit\u00bb zu qualifizieren ist,&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>gest\u00fctzt auf Artikel 32 seines Gesch\u00e4ftsreglements (GRN; SR 171.13),&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>erkl\u00e4rt:&nbsp;</p><ol><li>Der Nationalrat anerkennt, dass eine Minderheit von Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger im eigenen Land Opfer einer Verfolgung wurde, die nach Massgabe des heutigen V\u00f6lkerrechts als \u00abVerbrechen gegen die Menschlichkeit\u00bb zu qualifizieren ist.&nbsp;&nbsp;</li><li>Er anerkennt das schwere Leid, das den Opfern und ihren Familien durch das Handeln staatlicher Institutionen zugef\u00fcgt wurde und spricht ihnen sein Bedauern aus.&nbsp;</li><li>Er appelliert an Bund, Kantone und Gemeinden, sich f\u00fcr den Schutz der Interessen der Gemeinschaften der Jenischen und Sinti einzusetzen und so die nomadische Lebensweise als immaterielles Kulturerbe und als lebendige Tradition anzuerkennen.&nbsp;</li></ol><p>Minderheit der Kommission (Tuena, Buffat, B\u00fchler, Glur, Golay Roger, Nicolet, Riner, Sormanni):&nbsp;Ablehnung der Erkl\u00e4rung&nbsp;</p>","Proceedings":"<h2 class=\"Titel_d\"><strong>Medienmitteilung der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen des Nationalrates vom 13.02.2026</strong></h2><p class=\"Standard_d\">Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 9. Oktober 2025 ein Rechtsgutachten zur Verfolgung der Jenischen und Sinti zum Anlass genommen, sich mit der Frage der historischen Verantwortung des Landes zu befassen. Mit 17 zu 8 Stimmen beantragt sie ihrem Rat nun die Abgabe einer Erkl\u00e4rung (<a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20260024\">26.024</a>), wonach der Nationalrat anerkennt und bedauert, dass eine Minderheit von Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger im eigenen Land Opfer von systematischer Verfolgung wurde, die nach Massgabe des heutigen V\u00f6lkerrechts als \u00abVerbrechen gegen die Menschlichkeit\u00bb zu qualifizieren ist. Mit der Abgabe einer Erkl\u00e4rung soll ein wichtiger Beitrag zur historischen Aufarbeitung, zur Anerkennung des erlittenen Unrechts und zur St\u00e4rkung der betroffenen Gemeinschaften geleistet werden. Eine Kommissionsminderheit lehnt die Erkl\u00e4rung ab.</p><p>&nbsp;</p><h2 class=\"Titel_d\"><strong>Ausk\u00fcnfte</strong></h2><p class=\"Ausk\u00fcnfte_d\">Sekretariat der Staatspolitischen Kommissionen (SPK)</p><p class=\"Ausk\u00fcnfte_d\"><a href=\"mailto:spk.cip@parl.admin.ch\">spk.cip@parl.admin.ch</a></p><p class=\"Ausk\u00fcnfte_d\"><a href=\"https://www.parlament.ch/de/organe/kommissionen/sachbereichskommissionen/kommissionen-spk\">Staatspolitische Kommission (SPK)</a></p>","DraftText":null,"SubmittedText":null,"ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1777287356000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|28|1236","Category":"IV","Modified":"\/Date(1778603023550)\/","SubmissionDate":"\/Date(1770940800000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen|Menschenrechte"}}