{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260307,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20260307,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.307","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"Wolfsregulierung. Paradigmenwechsel durch die Festlegung eines H\u00f6chstbestands auf nationaler und infolgedessen auch auf kantonaler Ebene","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Bundesversammlung wird beauftragt, in einem Bundesgesetz (Bundesgesetz \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel) oder in einem Bundesbeschluss zu verankern, dass Wolfsrudel oder Einzelw\u00f6lfe zum Abschuss freigegeben werden d\u00fcrfen, sobald der Wolfsbestand eine im Einvernehmen mit den Kantonen vorg\u00e4ngig festgelegte H\u00f6chstzahl erreicht, wobei die territorialen, \u00f6kologischen und sozio\u00f6konomischen Gegebenheiten der jeweiligen Regionen/Kantone zu ber\u00fccksichtigen sind.</p>","ReasonText":"<p>Am 7.&nbsp;M\u00e4rz&nbsp;2025 trat eine \u00c4nderung des \u00dcbereinkommens \u00fcber die Erhaltung der europ\u00e4ischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume (im Folgenden: Berner Konvention) in Kraft, mit welcher der Schutzstatus des Wolfes herabgestuft wird. Seit diesem Datum wird der Wolf nicht mehr in Anhang&nbsp;II unter \u00abstreng gesch\u00fctzte Tierarten\u00bb, sondern in Anhang&nbsp;III unter \u00abgesch\u00fctzte Tierarten\u00bb gelistet.&nbsp;</p><p>Dank dieser Herabstufung kann der Bestand dieses Grossraubtiers reguliert werden, d.&nbsp;h., der Wolf bleibt zwar gesch\u00fctzt, darf aber grunds\u00e4tzlich gejagt werden, und die Kantone haben mehr Handlungsspielraum und sind eigenst\u00e4ndiger.</p><p>Die Grenzen der Schutzmassnahmen wurden deutlich, die Langwierigkeit der Verfahren (genetische Analysen und Entsch\u00e4digungen) ist hinl\u00e4nglich bekannt und die Kosten f\u00fcr das Wolfsmanagement belasten die kantonalen Finanzen schwer.</p><p>Das Konzept Wolf Schweiz (Stand&nbsp;2020) sah zur Sicherstellung der Koexistenz mit der Bev\u00f6lkerung und der Viehzucht als idealen Mindestbestand zw\u00f6lf auf f\u00fcnf Regionen verteilte Wolfsrudel vor.</p><p>Derzeit gibt es deutlich mehr als zw\u00f6lf Rudel. Den j\u00fcngsten offiziellen Zahlen zufolge leben in der Schweiz \u00fcber 30&nbsp;Rudel mit rund 300&nbsp;W\u00f6lfen, wobei die grenz\u00fcberschreitenden Rudel nicht ber\u00fccksichtigt sind.</p><p>Um den Fortbestand der W\u00f6lfe zu sichern und die Konflikte mit der Landwirtschaft und der Bev\u00f6lkerung zu begrenzen, ist f\u00fcr die Region S\u00fcdostschweiz \u2013 bestehend aus Tessin, Graub\u00fcnden und St.&nbsp;Gallen \u2013 ein Mindestbestand von drei Wolfsrudeln vorgesehen. Allein im Tessin leben derzeit acht Rudel, vier Paare und rund zehn umherstreifende Einzelw\u00f6lfe. Die vom Kanton erlassenen Abschussverf\u00fcgungen zeigen nicht die gew\u00fcnschte Wirkung. Ausserdem w\u00e4re es illusorisch, zu glauben, dass der Bestand des Grossraubtiers im Kanton durch solche Verf\u00fcgungen einged\u00e4mmt werden kann, insbesondere wenn nicht mehr als zwei Drittel der im Jahr der Regulierung geborenen Jungtiere erlegt werden d\u00fcrfen.&nbsp;</p><p>Im Jahr&nbsp;2025 hatte diese Politik gravierende Folgen f\u00fcr den Kanton Tessin: Vom 1.&nbsp;Januar&nbsp;2025 bis zum 27.&nbsp;September&nbsp;2025 wurden 195&nbsp;Nutztiere gerissen und 153 als vermisst gemeldet. Diese Rekordzahlen machen deutlich, dass die Situation mittlerweile unkontrollierbar ist. Viele Viehzuchtbetriebe geben leider auf, mit all den damit verbundenen negativen Folgen, denn die Viehzucht ist f\u00fcr das gesamte Land wichtig.&nbsp;</p><p>Es ist h\u00f6chste Zeit zu retten, was von der Schaf- und Ziegenhaltung in den Berggebieten noch zu retten ist. Die Situation ist v\u00f6llig ausser Kontrolle und die in der Berner Konvention vorgesehene Herabstufung des Wolfes ebnet den Weg f\u00fcr einen Paradigmenwechsel: Neu kann statt eines Mindestbestandes an Wolfsrudeln und W\u00f6lfen in der Schweiz eine H\u00f6chstzahl an W\u00f6lfen festgelegt werden, womit einerseits die Art gesch\u00fctzt und andererseits eine Koexistenz mit der Viehzucht im Berggebiet erm\u00f6glicht wird.</p><p>Als Beispiel kann die Strategie Schwedens herangezogen werden. Das Land ist elfmal gr\u00f6sser als die Schweiz, z\u00e4hlt zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner (Schweiz: 9&nbsp;Mio.) und hat gleich viele W\u00f6lfe wie die Schweiz: circa 300. Schweden will den Wolfsbestand jedoch auf 170&nbsp;Tiere reduzieren, um Konflikte \u2013 insbesondere mit der Rentierzucht \u2013 zu entsch\u00e4rfen. Die Bestrebungen Schwedens und aller, die mutige und schwierige Entscheidungen getroffen haben, um eine jahrhundertealte Tradition und einen wichtigen Wirtschaftszweig zu bewahren, sind lobenswert.&nbsp;</p><p>Am 4.&nbsp;Dezember&nbsp;2025 reichte St\u00e4nderat Fabio Regazzi die Motion \u00abEinf\u00fchrung einer Gesetzesgrundlage f\u00fcr den regulierten Abschuss von W\u00f6lfen bei \u00dcberschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts\u00bb (https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254464) ein. Parallel dazu reichte Nationalrat Alex Farinelli eine gleichlautende Motion im Nationalrat ein.</p><p>Mit der vorliegenden Standesinitiative ersucht der Kanton Tessin die Bundesversammlung, den geforderten Paradigmenwechsel zu vollziehen, indem im Bundesgesetz \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (oder in einem Bundesbeschluss) verankert wird, dass als Massnahme zum Schutz der Viehzucht der Wolf zum Abschuss freigegeben werden darf, sobald die f\u00fcr die einzelnen Kantone oder f\u00fcr die im Konzept Wolf definierten Regionen festgelegte H\u00f6chstzahl an W\u00f6lfen oder Wolfsrudeln in der Schweiz erreicht ist, wobei die territorialen, \u00f6kologischen und sozio\u00f6konomischen Gegebenheiten zu ber\u00fccksichtigen sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Tessin","BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1782377444087)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1782377451100)\/","SubmissionDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}