{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20260409,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20260409,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.409","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"Wildschadenhaftung. Kl\u00e4rung der Entsch\u00e4digungspflicht im Bundesrecht und Untersagung der Kosten\u00fcberw\u00e4lzung auf die J\u00e4gerschaft","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesgesetz \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (JSG) ist wie folgt anzupassen respektive zu \u00e4ndern:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Die Entsch\u00e4digung von Sch\u00e4den, die durch wildlebende Tiere an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren verursacht werden, ist Aufgabe des Gemeinwesens.</li><li>Die Kosten f\u00fcr diese Entsch\u00e4digungen d\u00fcrfen weder direkt noch indirekt der J\u00e4gerschaft auferlegt werden. Insbesondere ist eine Kosten\u00fcberw\u00e4lzung auf Jagdgesellschaften, Revierp\u00e4chterinnen und -p\u00e4chter oder Patentinhaberinnen und -inhaber unzul\u00e4ssig.</li><li>Absatz 1 und 2 gelten ausdr\u00fccklich auch f\u00fcr Sch\u00e4den, die durch gesch\u00fctzte oder nicht jagdbare Tierarten verursacht werden.</li><li>Die Finanzierung der Entsch\u00e4digungen erfolgt \u00fcber kantonale oder nationale Mittel.</li></ol>","ReasonText":"<p>1. Systemwidrige Haftungsdelegation</p><p>Es ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet die J\u00e4gerschaft, welche Patent- und Pachtgeb\u00fchren f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit bezahlt und somit als Hauptakteure aktiv dazu beitragen, die Wildsch\u00e4den klein zu halten, finanziell f\u00fcr diese zudem belangt werden. Dies notabene ohne dass sie einen direkten Einfluss auf die Kantonal verordneten Jagdbetriebsvorschriften haben.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Wildlebende Tiere sind in der Schweiz herrenlos und unterstehen dem staatlichen Schutz und der staatlichen Aufsicht. Die Jagd ist ein staatlich verordnetes Regulierungsinstrument. u.a. zur Bestandesregulierung und Schadenspr\u00e4vention. Die in mehreren Kantonen \u2013 insbesondere im Reviersystem, teilweise aber auch im Patentsystem \u2013 praktizierte \u00dcberw\u00e4lzung der finanziellen Verantwortung f\u00fcr Wildsch\u00e4den auf die J\u00e4gerschaft widerspricht diesem Systemgrundsatz. Sie ist sachlich nicht gerechtfertigt und rechtspolitisch nicht mehr zeitgem\u00e4ss.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Haftung f\u00fcr gesch\u00fctzte Arten und staatliche Behinderung</p><p>Die geltende Regelung von Artikel 13 Absatz 2 JSG erm\u00f6glicht heute problematische Konstellationen:</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Haftung f\u00fcr gesch\u00fctzte Arten: In einzelnen Kantonen werden J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger f\u00fcr Sch\u00e4den haftbar gemacht, die durch streng gesch\u00fctzte oder nicht jagdbare Tierarten verursacht werden, auf deren Bestand sie keinerlei regulatorischen Einfluss haben.</li><li>Haftung trotz staatlicher Einschr\u00e4nkungen: Die finanzielle \u00dcberw\u00e4lzung des Schadensrisikos wird noch problematischer, da der Staat gleichzeitig die J\u00e4gerschaft in ihrer F\u00e4higkeit zur Schadenspr\u00e4vention behindert. Die letzte Revision der Jagdverordnung (JSV) hat zudem weitere Einschr\u00e4nkungen bei der effektiven Regulierung von Wildarten wie dem Schwarzwild legiferiert. Dieser Widerspruch wurde auch durch die Interpellation 25.3582 von NR de Courten thematisiert. Es ist nicht haltbar, J\u00e4ger f\u00fcr Sch\u00e4den haftbar zu machen, w\u00e4hrend ihnen die notwendigen Werkzeuge zur Erf\u00fcllung ihrer Aufgabe (Schadensverh\u00fctung durch Jagd) entzogen oder erschwert werden. Wobei es eben grunds\u00e4tzlich unverst\u00e4ndlich ist, wieso J\u00e4ger finanziell f\u00fcr Wildsch\u00e4den haftbar gemacht werden sollen.</li></ul><p>3. Sicherstellung der Bestandesregulierung und Harmonisierung des Vollzugs</p><p>Die finanzielle \u00dcberbelastung gef\u00e4hrdet die Bereitschaft und F\u00e4higkeit der J\u00e4gerschaft, ihre Aufgaben fl\u00e4chendeckend nachhaltig zu sichern. Ebenso werden in der aktuellen rechtlichen Situation die wirksame Bestandesregulierung und letztlich auch der Schutz von Wald und Landwirtschaft unterminiert. Die J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger in der Schweiz leisten Ihre Hegearbeit notabene gegen Abgabe einer Patent- oder Pachtgeb\u00fchr und leisten somit bereits einen unersetzbaren Beitrag f\u00fcr das Gemeinwesen. Die parlamentarische Initiative schafft klare bundesrechtliche Vorgaben bez\u00fcglich Entsch\u00e4digungspflicht f\u00fcr Wildsch\u00e4den und verhindert kantonale Fehlanreize. Sie tr\u00e4gt damit zur Harmonisierung des Vollzugs bei und sichert die Jagd als notwendiges Instrument des Natur- und Wildschadensschutzes langfristig ab.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1778152699490)\/","ResponsibleDepartment":null,"ResponsibleDepartmentName":null,"ResponsibleDepartmentAbbreviation":null,"IsLeadingDepartment":null,"Tags":"24|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1778152705187)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773705600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft"}}