{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20261020,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20261020,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.1020","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Massnahmen zum globalen Schutz der Frauenrechte ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Berichte internationaler Organisationen weisen darauf hin, dass Frauen und M\u00e4dchen im Gazastreifen im Kontext des V\u00f6lkermords in Gaza besonders stark von Vertreibung sowie vom eingeschr\u00e4nkten Zugang zu Gesundheitsleistungen, insbesondere im Bereich der m\u00fctterlichen, neonatalen sowie sexuellen und reproduktiven Gesundheit, betroffen sind. &nbsp;</p><p>Bereits 2025 stellt die unabh\u00e4ngige internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen fest, dass Israel \u00abIm Rahmen seiner umfassenden Bem\u00fchungen, das Selbstbestimmungsrecht der Pal\u00e4stinenser zu untergraben, zunehmend sexuelle, reproduktive und andere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Pal\u00e4stinenser eingesetzt und durch die systematische Zerst\u00f6rung von Einrichtungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung Handlungen des V\u00f6lkermords begangen\u00bb hat.</p><p>Amnesty International hat in einem neuen Bericht dargelegt, warum Israels V\u00f6lkermord im Gazastreifen Frauen und M\u00e4dchen besonders heftig trifft.&nbsp;</p><p>Die neuen Leitlinien Menschenrechte 2026\u20132029 des EDA wiederum setzen einen Schwerpunkt auf den globalen Schutz der Frauenrechte, die sexuelle und reproduktive Gesundheit, sowie auf die Agenda \u00abFrauen, Frieden und Sicherheit\u00bb. Gem\u00e4ss den Leitlinien sind Frauen und M\u00e4dchen besonders stark von Armut und den Folgen von Konflikten betroffen.&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Bundesrat um Beantwortung der folgenden Fragen:&nbsp;</p><ol><li>Welche Kenntnis hat der Bundesrat \u00fcber die Verletzung der Frauenrechte, der sexuellen und reproduktiven Gesundheit durch Israel, durch die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde, durch die Hamas und weitere Akteure der Region?&nbsp;</li><li>Welche konkreten Massnahmen hat der Bundesrat ergriffen beziehungsweise gedenkt er zu ergreifen, um die Leitlinien Menschenrechte 2026\u20132029 im Bereich Frauenrechte angesichts der Situation von Frauen und M\u00e4dchen in Gaza, sowie im besetzten pal\u00e4stinensischen Gebiet umzusetzen, namentlich vor dem Hintergrund der Feststellungen der unabh\u00e4ngigen internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen?</li><li>Welche diplomatischen Schritte hat der Bundesrat gegen\u00fcber der israelischen Regierung und anderen relevanten Akteuren unternommen, um den Schutz von Frauen und M\u00e4dchen, sowie den Zugang zu m\u00fctterlicher und neonataler Gesundheitsversorgung und zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten im Gazastreifen explizit zu thematisieren? Mit welchen Ergebnissen rechnet der Bundesrat, bzw. wie beurteilt er die Wirkung dieser Schritte konkret?</li><li>Inwiefern thematisiert der Bundesrat diese Aspekte explizit in seinen bilateralen Kontakten, wie es die Leitlinien als m\u00f6gliche Handlungsachse vorsehen, und nach welchen Kriterien entscheidet er, ob \u00abder Kontext eine solche Thematisierung erfordert\u00bb?</li><li>Welche multilateralen Massnahmen (namentlich in der UNO, im UNO\u2011Menschenrechtsrat sowie gegen\u00fcber anderen UNO\u2011Organisationen und Untersuchungsmechanismen) hat der Bundesrat ergriffen oder plant er, um den Schutz der Frauenrechte, einschliesslich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, im Gazastreifen zu st\u00e4rken und den Zugang zu entsprechenden Leistungen zu f\u00f6rdern?</li><li>Der Bundesrat hat festgehalten, die Schweiz unterst\u00fctze die v\u00f6lkerrechtskonforme Umsetzung des Gaza Peace Plan.&nbsp;<ol style=\"list-style-type:lower-alpha;\"><li>Macht der Bundesrat die volle und wirksame Beteiligung von pal\u00e4stinensischen Frauen und ihrer Organisationen an allen relevanten Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen dieses Gaza Peace Plan als unverhandelbare Bedingung dieser v\u00f6lkerrechtskonformen Umsetzung, und wenn ja, wie wird dies konkret sichergestellt?</li><li>Falls nein: Wie begr\u00fcndet der Bundesrat dies im Licht der Leitlinien Menschenrechte 2026\u20132029, die unter der Agenda \u00abFrauen, Frieden und Sicherheit\u00bb die St\u00e4rkung der Beteiligung von Frauen an Entscheidungs- und Friedensprozessen als Schwerpunkt nennen?</li></ol></li><li>Welche konkreten humanit\u00e4ren, entwicklungspolitischen oder finanziellen Massnahmen der Schweiz \u2013 direkt oder \u00fcber multilaterale Partner \u2013 die spezifisch auf die in den Berichten beschriebenen Bedarfe von Frauen und M\u00e4dchen im Gazastreifen abzielen (beispielsweise m\u00fctterliche und neonatale Versorgung, Schutzr\u00e4ume, Hygiene und Grundversorgung, Zugang zu essenziellen G\u00fctern) werden getroffen, und wie wird sichergestellt, dass deren Wirkung \u00fcberpr\u00fcft und evaluiert wird.</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1: In Israel ist die Gleichberechtigung der Geschlechter seit 1951 gesetzlich verankert und es besteht ein fortschrittliches Gesundheitssystem. Im besetzten pal\u00e4stinensischen Gebiet (BPG) existiert kein umfassendes Gesetz, das geschlechtsspezifische Gewalt koh\u00e4rent erfasst. Es gelten zudem restriktive Abtreibungsbestimmungen und die Vergewaltigung in der Ehe ist nicht ausdr\u00fccklich kriminalisiert. Die Situation der Frauenrechte ist im Gazastreifen \u2013 gepr\u00e4gt durch das Schariagericht \u2013 schwieriger als im Westjordanland. Das Gesundheitswesen und damit der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung sind im gesamten BGP weniger ausgebaut als etwa in Israel. Durch Konflikthandlungen und infolge von Zugangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr medizinische Hilfslieferungen durch Israel hat sich die Lage zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft. Unter der katastrophalen humanit\u00e4ren Lage leiden vulnerable Personen wie schwangere Frauen besonders. F\u00fcr weitere Informationen verweist der Bundesrat auf seine Antwort auf die Interpellation <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243091\"><u>24.3091</u></a> Porchet \u00abWie werden Frauen, namentlich Schwangere, im Gazastreifen gesch\u00fctzt?\u00bb.</p><p>&nbsp;</p><p>Gem\u00e4ss den Berichten der UNO-Sonderbeauftragten f\u00fcr sexuelle Gewalt bei Konflikten vom <a href=\"https://www.un.org/sexualviolenceinconflict/wp-content/uploads/2024/03/report/mission-report-official-visit-of-the-office-of-the-srsg-svc-to-israel-and-the-occupied-west-bank-29-january-14-february-2024/20240304-Israel-oWB-CRSV-report.pdf\"><u>4. M\u00e4rz 2024</u></a> und der internationalen unabh\u00e4ngigen Untersuchungskommission der UNO vom <a href=\"https://www.un.org/unispal/document/report-of-the-special-committee-to-investigate-israeli-practices-20sep24/\"><u>20. September 2024</u></a> und vom <a href=\"https://www.un.org/unispal/document/report-of-the-commission-of-inquiry-israel-gender-based-violence-13march2025/\"><u>13. M\u00e4rz 2025</u></a> begingen die Hamas und andere bewaffnete Gruppen w\u00e4hrend der Terrorangriffe vom 7. Oktober 2023 sowie w\u00e4hrend der anschliessenden Geiselhaft geschlechterspezifische Gewaltakte gegen israelische Geiseln. Die unabh\u00e4ngige Untersuchungskommission rapportierte auch geschlechterspezifische Gewalt an pal\u00e4stinensischen H\u00e4ftlingen in israelischen Einrichtungen sowie durch israelische Sicherheitskr\u00e4fte und Siedler im Westjordanland. </p><p>&nbsp;</p><p>2-5: Die Schweiz spricht sich \u00fcber multilaterale sowie bilaterale Kan\u00e4le f\u00fcr den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung, die Einhaltung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts sowie die Achtung der Menschenrechte aus und fordert den ungehinderten humanit\u00e4ren Zugang in den Gazastreifen. Letzterer ist wichtig f\u00fcr die Versorgung des Gebiets mit medizinischen G\u00fctern. In einer <a href=\"https://www.un.org/unispal/document/joint-statement-australia-27sep25/\"><u>Erkl\u00e4rung vom September 2025</u></a> rief die Schweiz mit weiteren Staaten und der EU zur Wiederaufnahme der medizinischen Evakuierungen aus dem Gazastreifen auf, damit Frauen mit schwierigen Schwangerschaftsverl\u00e4ufen oder gyn\u00e4kologischen Erkrankungen die n\u00f6tige medizinische Betreuung erhalten. Als Mitglied des UNO-Menschenrechtsrates ist die Schweiz zudem in die Nachverfolgung der Berichte der unabh\u00e4ngigen internationalen Untersuchungskommission zum BPG eingebunden. </p><p>&nbsp;</p><p>6: Der Bundesrat kommentiert die personelle Besetzung der Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse des Friedensplans nicht.</p><p>&nbsp;</p><p>7: Basierend auf der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025-2028 (BBI 2024 1518) setzt sich die Schweiz f\u00fcr den Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit ein und integriert Massnahmen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Durch ihren Kernbeitrag an UNFPA unterst\u00fctzt sie Programme f\u00fcr den Betrieb mobiler Geburtenstationen, die Deckung von Grundbed\u00fcrfnissen von Frauen und M\u00e4dchen sowie die integrierte Betreuung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt. Im Gazastreifen unterst\u00fctzt sie u.a. UNICEF, den Pal\u00e4stinensischen Roten Halbmond, das IKRK oder die WHO, welche die geschlechterspezifischen Bed\u00fcrfnisse von Frauen und M\u00e4dchen adressieren. </p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmittedBy":"Roth Franziska","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1779273011000)\/","ResponsibleDepartment":3,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDA","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|9|28|1231","Category":null,"Modified":"\/Date(1779359425337)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Sicherheitspolitik|Soziale Fragen|Internationales Recht"}}