{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263035,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263035,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3035","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Lesekompetenz in der Schweiz. Evidenzlage zu Papierlesen, Bildschirmlesen und Handschrift","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die aktuelle internationale Evidenz zu m\u00f6glichen Unterschieden zwischen Papier- und Bildschirmlesen im Hinblick auf Textverst\u00e4ndnis, Konzentration und nachhaltige Wissensverarbeitung?<br>2. Welche Entwicklungen der Lesekompetenz in der Schweiz lassen sich in den vergangenen Jahren feststellen, insbesondere im internationalen Vergleich?<br>3. Liegen dem Bundesrat Erkenntnisse vor, inwiefern die zunehmende Digitalisierung des Unterrichts negative Auswirkungen auf die Lesekompetenz hat?<br>4. Wie beurteilt der Bundesrat die Bedeutung der Handschrift im schulischen Kontext aus lernpsychologischer und bildungswissenschaftlicher Sicht?<br>5. Bestehen auf Bundesebene in Zusammenarbeit mit den Kantonen Strategien oder Empfehlungen, welche eine ausgewogene Ber\u00fccksichtigung digitaler Lernmittel und analoger Kulturtechniken sicherstellen?<br>6. Sieht der Bundesrat Anlass, weitere Abkl\u00e4rungen oder Studien zur langfristigen Entwicklung der Lesekompetenz im digitalen Lernumfeld zu pr\u00fcfen?</p>","ReasonText":"<p>Internationale Forschungsarbeiten, unter anderem aus dem Umfeld der Universit\u00e4t Stavanger, befassen sich mit m\u00f6glichen Unterschieden zwischen dem Lesen auf Papier und dem Lesen am Bildschirm. In der Stavanger Declaration werden Befunde zusammengefasst, wonach sich insbesondere bei l\u00e4ngeren, linearen Texten Unterschiede im Textverst\u00e4ndnis zeigen k\u00f6nnen. Zudem wird die Rolle der Handschrift im Zusammenhang mit kognitiven Prozessen des Lernens thematisiert.<br>Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung des Unterrichts sowie der Entwicklung der Lesekompetenzen im internationalen Vergleich stellt sich die Frage, wie diese Erkenntnisse im schweizerischen Bildungskontext eingeordnet werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. + 4. Der Bundesrat nimmt die erw\u00e4hnten Studien und Daten zur Kenntnis. Im Bereich der obligatorischen Schule liegen die Wahl der Lehrmittel, die p\u00e4dagogische und didaktische Ausrichtung sowie die Ausbildung der Lehrkr\u00e4fte in der Zust\u00e4ndigkeit der Kantone. Sie sind demnach daf\u00fcr verantwortlich, die genannten Erkenntnisse zum Lesen und zur Handschrift sowie deren Stellenwert im schulischen Kontext zu bewerten und geeignete Massnahmen festzulegen.</p><p>2. Die Ergebnisse der PISA-Studie 2022 (<em>Programme for International Student Assessment</em>) der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), welche die Kompetenzen von 15-j\u00e4hrigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Ende der obligatorischen Schulzeit in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften untersucht, zeigen, dass die Schweiz \u00fcber dem OECD-Durchschnitt liegt (<a href=\"http://www.pisa-schweiz.ch\"><u>www.pisa-schweiz.ch </u></a>&gt; PISA&nbsp;2022 &gt; Ergebnisse und Berichterstattung &gt; Nationaler Bericht der Schweiz). Verglichen mit den Ergebnissen der Studien von 2015, 2018 und 2022 ist die durchschnittliche Lesekompetenz relativ stabil geblieben; die festgestellten Unterschiede sind statistisch nicht signifikant. Die PISA-Studie ordnet die Leistungen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in sechs Kompetenzstufen ein. Die Stufen&nbsp;I und II umfassen die leistungsschw\u00e4chsten, die Stufen&nbsp;V und VI die leistungsst\u00e4rksten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Rund ein Viertel der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erreicht im Lesen nicht die Mindestkompetenz. Ein Vergleich mit fr\u00fcheren Ergebnissen zeigt, dass dieser Anteil mit den Jahren steigt. Der Anteil der leistungsst\u00e4rksten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler liegt in der Schweiz bei 9&nbsp;Prozent. <br>Die \u00dcberpr\u00fcfung des Erreichens der Grundkompetenzen (\u00dcGK) ist eine landesweit von den Kantonen durchgef\u00fchrte Leistungsuntersuchung in der obligatorischen Schule. Im Jahr&nbsp;2023 umfasste sie auch die Schul- und Fremdsprachen am Ende der obligatorischen Schulzeit (<a href=\"www.uegk-schweiz.ch\"><u>www.uegk-schweiz.ch</u></a> &gt; \u00dcGK 2023 &gt; Nationaler Erstbericht der \u00dcGK 2023). Gem\u00e4ss der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) erreicht ein relativ hoher Anteil von 82&nbsp;Prozent der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Grundkompetenzen beim Lesen in der Schulsprache, wobei der Anteil je nach Kanton zwischen 69 und 87&nbsp;Prozent variiert.</p><p>3. + 5. F\u00fcr Informationen betreffend die Zust\u00e4ndigkeiten von Bund und Kantonen f\u00fcr Bildungsstrategien und -empfehlungen sowie das Bildungsmonitoring und Beispiele von Berichten und Untersuchungen zur Digitalisierung im Bildungswesen verweist der Bundesrat auf seine Antwort zur Interpellation&nbsp;<a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253086\"><u>25.3086</u></a>. Darin erl\u00e4utert er auch, wie der Bund und die EDK die Entwicklungen im Bildungswesen anhand internationaler Daten zur Digitalisierung verfolgen. Er weist zudem darauf hin, dass aktuelle Studien die Bedeutung eines ausgewogenen Verh\u00e4ltnisses zwischen analogem und digitalem Lernen unterstreichen. Den Ergebnissen der PISA-Studie&nbsp;2022 zufolge werden in der Schweiz etwas mehr als 1,5 von 4,5&nbsp;Unterrichtsstunden f\u00fcr die Nutzung digitaler Lernmittel aufgewendet, was leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 2&nbsp;Stunden pro 4,5&nbsp;Unterrichtsstunden liegt (<a href=\"http://www.oecd.org.\"><u>www.oecd.org</u></a> &gt; Publications &gt; Reports and research papers &gt; PISA 2022 Results Volume II).</p><p>6. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass weitere Arbeiten zur langfristigen Entwicklung der Lesekompetenz in der digitalen Lernumgebung derzeit nicht angezeigt sind. Die Ergebnisse der PISA-Studie&nbsp;2025, die im Herbst 2026 ver\u00f6ffentlicht werden, sollten abgewartet werden. Anschliessend wird es Aufgabe der Kantone sein zu pr\u00fcfen, ob Handlungsbedarf besteht. Dar\u00fcber hinaus ist anzumerken, dass bei PISA&nbsp;2029 das Lesen wieder die Hauptdom\u00e4ne bilden wird, mit einem besonderen Fokus auf digitale Medien.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Imark Christian","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1778687526050)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|34","Category":null,"Modified":"\/Date(1779186349073)\/","SubmissionDate":"\/Date(1772409600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Medien und Kommunikation"}}