{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263078,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263078,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3078","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Finma droht Zugang zu Wohneigentum weiter zu erschweren! Mit Unterst\u00fctzung des Bundesrates?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>K\u00fcrzlich publizierte Studien und Analysen zeigen, dass der Traum von den eigenen vier W\u00e4nden f\u00fcr eine Mehrheit der Schweizer Haushalte kaum mehr erreichbar ist. Gleichzeitig ist der Bund gem\u00e4ss Art. 108 der Bundesverfassung verpflichtet, den Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum zu f\u00f6rdern. Besonders die strengen Tragbarkeitsbedingungen stellen f\u00fcr viele Kaufinteressierte eine kaum \u00fcberwindbare H\u00fcrde dar (Raiffeisen, <a href=\"https://www.raiffeisen.ch/content/dam/www/rch/privatkunden/wohnen-und-hypotheken/kampagnen/2026/immo-studie/1q26/de/immobilien-schweiz-1q26-de.pdf\"><i>Immobilien Schweiz 1Q 2026</i></a>, S.\u202f11 ff.).</p><p>Dennoch kritisiert die FINMA die Kreditvergabe der Schweizer Banken wiederholt als viel zu locker. Mehrfach hat sie zudem mit einer Versch\u00e4rfung der bestehenden Regulierung gedroht, insbesondere im Bereich der Tragbarkeitsregeln, zuletzt in ihrem <a href=\"https://www.finma.ch/de/~/media/finma/dokumente/dokumentencenter/myfinma/finma-publikationen/risikomonitor/20251117-finma-risikomonitor-2025.pdf?sc_lang=de\">Risikomonitor</a> vom November 2025 (FINMA Risikomonitor 2025 S. 8 ff.). Die Konsequenz w\u00e4re klar: Die Kreditvergabe w\u00fcrde weiter eingeschr\u00e4nkt und der Erwerb von Wohneigentum zus\u00e4tzlich erschwert.</p><p>Unklar ist, ob die FINMA eigenst\u00e4ndig agiert oder dabei auf den R\u00fcckhalt der anderen f\u00fcr die Finanzmarktregulierung zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden z\u00e4hlen kann. Noch im September 2025 sahen EFD, SNB und FINMA keinen Bedarf f\u00fcr Anpassungen bei den sogenannten makroprudenziellen Instrumenten. Dazu k\u00f6nnte beispielsweise die Einf\u00fchrung einheitlicher Tragbarkeitsregeln geh\u00f6ren. In ihrer Replik zum j\u00fcngsten L\u00e4nderbericht des Internationalen W\u00e4hrungsfonds hielten sie ausdr\u00fccklich fest, dass die bestehende Regulierung gen\u00fcge und die FINMA \u00fcber ausreichend Instrumente verf\u00fcge, um bei \u00fcberm\u00e4ssig risikofreudigen Instituten gezielt einzugreifen.&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:</p><ol><li>Unterst\u00fctzt der Bundesrat die FINMA bei der Versch\u00e4rfung der Tragbarkeitsanforderungen?</li><li>Falls ja, was erkl\u00e4rt den Meinungsumschwung des EFD innert weniger als einem halben Jahr, und wie ist dieser in Zusammenhang mit der Wohneigentumsf\u00f6rderung gem\u00e4ss Art. 108 BV einzuordnen?</li><li>Falls nein, wie gew\u00e4hrleistet der Bundesrat die Koh\u00e4renz zwischen Aufsichtspraxis der FINMA, Finanzmarktpolitik und der Wohneigentumsf\u00f6rderung?</li><li>Inwieweit ist die FINMA befugt, die Tragbarkeitsanforderungen in Eigenregie zu versch\u00e4rfen, ohne dass daf\u00fcr ein Entscheid des Parlaments erforderlich ist?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass der Zugang zu Wohneigentum in der Schweiz in den vergangenen Jahren schwieriger geworden ist. Grund daf\u00fcr sind jedoch nicht in erster Linie vorsichtigere Kreditvergaben, sondern steigende Immobilienpreise, die unter anderem auf ein knappes Angebot und knapper werdendes Bauland zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.</p><p>Gem\u00e4ss Aussagen von Banken und SNB liegt auch keine Evidenz f\u00fcr eine Kreditklemme vor. Grunds\u00e4tzliches zur Wohneigentumsf\u00f6rderung und den entsprechenden Instrumenten wird dem Bericht zum Postulat 23.4323 \u00abWohneigentumsf\u00f6rderung\u00bb der WAK-S entnommen werden k\u00f6nnen, den der Bundesrat in den n\u00e4chsten Wochen zuhanden des Parlaments verabschieden wird.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Fragen 1 bis 3:</strong> Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass eine vorsichtige Kreditvergabe im derzeitigen makro\u00f6konomischen Umfeld angezeigt und zur Eind\u00e4mmung der Risiken am Immobilien- und Finanzmarkt notwendig ist. Die FINMA hat keine einheitlichen Tragbarkeitsregeln eingef\u00fchrt und der Bundesrat hat keine Kenntnis davon, dass sie dies beabsichtigt. Im Rahmen der \u00c4nderung der Eigenmittelverordnung (ERV; SR 952.03) zur nationalen Umsetzung der abgeschlossenen Basel-III-Reformen wurde die Einf\u00fchrung von einheitlichen Tragbarkeitsregeln f\u00fcr s\u00e4mtliche Banken diskutiert (vgl. S. 21 der Erl\u00e4uterungen zur \u00c4nderung der Eigenmittelverordnung vom 29.&nbsp;November 2023 [AS 2024 13]). Der Bundesrat sah schliesslich insbesondere aus Komplexit\u00e4tsgr\u00fcnden davon ab. </p><p>&nbsp;</p><p>Die FINMA schafft aber im Rahmen ihrer Aufsicht Transparenz \u00fcber die Praxis der Banken gegeben der prinzipienbasierten Selbstregulierung. Da die FINMA im Rahmen ihrer Aufsicht institutsspezifisch eingreifen kann und soll, liessen die Beh\u00f6rden im Rahmen der IWF-L\u00e4nderpr\u00fcfung vom September 2025 verlauten, dass sie aktuell keinen Bedarf f\u00fcr Anpassungen bei den sogenannten makroprudenziellen Instrumenten sehen (vgl. S. 40, IMF Switzerland Financial Stability Assessment 2025). Die Aufsichtspraxis der FINMA kommentiert der Bundesrat hingegen nicht, da die FINMA ihre Aufsichtst\u00e4tigkeit selbstst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig aus\u00fcbt (Art. 21 Finanzmarktaufsichtsgesetz).</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Frage 4:</strong> Nach Artikel 72<em>d</em> Absatz 2 ERV regelt die FINMA die Vorgaben f\u00fcr die internen Weisungen der Banken zur Tragbarkeit n\u00e4her. Die Erl\u00e4uterungen zur ERV stellen jedoch klar, dass f\u00fcr die Vorgaben zu den internen Tragbarkeitsregelungen eine von der FINMA als Mindeststandard anerkannte Selbstregulierung im Vordergrund steht und die FINMA entsprechende Vorgaben nur subsidi\u00e4r festlegt (vgl. S. 61 der Erl\u00e4uterungen zur \u00c4nderung der Eigenmittelverordnung vom 29.&nbsp;November 2023 [AS 2024 13]). Dies deckt sich mit der Aussage der FINMA in ihrem Risikomonitor, wonach sie die Entwicklungen am Markt vorerst weiter beobachte. </p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Schneeberger Daniela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1781864328000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1781864339070)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773100800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Raumplanung und Wohnungswesen"}}