{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263083,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263083,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3083","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Einheitlicher Vollzug des AVG bei plattformbasierten Besch\u00e4ftigungsmodellen ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesgericht hat mit Urteil 2C_46/2024 vom 5. Februar 2025 verbindlich und gesamtschweizerisch festgestellt, dass Unternehmen, die Personal via digitale Plattformen einsetzen und dabei wesentliche Weisungsbefugnisse an die Plattform abtreten, bewilligungspflichtigen Personalverleih im Sinne von Art. 12 AVG betreiben. Das Urteil 2C_220/2024 best\u00e4tigte diese Rechtsprechung ausdr\u00fccklich.</p><p>Der Vollzug des AVG liegt nach Art. 40 AVG bei den Kantonen; die Aufsicht obliegt dem SECO. Einzelne Kantone \u2013 namentlich Genf und Basel-Stadt \u2013 haben nach dem Urteil proaktiv Feststellungsverf\u00fcgungen erlassen und ihren Vollzug auf alle in ihrem Gebiet t\u00e4tigen Personalverleiher f\u00fcr Plattformdienste ausgedehnt. In Genf wurden Ende Februar 2026 Verleiher, die die gesetzlichen Anforderungen nicht erf\u00fcllten, von der Plattform getrennt. Dieser geordnete Vollzug belegt, dass die bestehenden Rechtsgrundlagen wirksam greifen.</p><p>Es ist jedoch unklar, ob dieser Vollzug schweizweit einheitlich erfolgt. Erhebliche interkantonale Unterschiede w\u00fcrden zu Wettbewerbsverzerrungen f\u00fchren und regelkonforme Unternehmen benachteiligen.</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Hat das SECO seit BGer 2C_46/2024 eine Bestandsaufnahme vorgenommen, in welchen Kantonen plattformbasierte Personalverleiher nach Art. 12 AVG gepr\u00fcft wurden? Was hat diese ergeben?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den aktuellen Vollzugsstand? Sieht er erhebliche interkantonale Unterschiede?</li><li>Verf\u00fcgt das SECO \u00fcber einen Vollzugsleitfaden f\u00fcr Feststellungsverf\u00fcgungen bei algorithmusgesteuerten Plattformmodellen? Falls nein: Ist einer geplant?</li><li>Welche Koordinationsmassnahmen hat das SECO seit dem Urteil ergriffen?</li><li>H\u00e4lt der Bundesrat das Genfer Vorgehen \u2013 konsequente Ausdehnung der AVG-Anforderungen auf alle Plattform-Personalverleiher \u2013 f\u00fcr bundesrechtskonform und \u00fcbertragbar?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass eine kantonal erteilte Personalverleihbewilligung an die effektive Einhaltung der AVG-Anforderungen gekn\u00fcpft bleibt, auch wenn das Personal mehrheitlich in anderen Kantonen eingesetzt wird?</li><li>Sieht der Bundesrat Bedarf, Art. 26 AVV anzupassen, um algorithmische Steuerung als Weisungsrecht ausdr\u00fccklich zu qualifizieren?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat das Risiko, dass plattformbasierte Besch\u00e4ftigungsmodelle auf weitere Branchen ausgedehnt werden, sofern kein einheitliches Vollzugssignal ausgesendet wird?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Das SECO stellt als Aufsichtsbeh\u00f6rde sicher, dass das Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG, SR 823.11) durch die kantonalen Beh\u00f6rden einheitlich vollzogen wird. Es hat zu diesem Zweck die Weisungen und Erl\u00e4uterungen zum AVG (<a href=\"http://www.arbeit.swiss\">www.arbeit.swiss</a> &gt; Arbeitsvermittler &gt; Private Arbeitsvermittlung und Personalverleih) erlassen, deren Inhalt auch immer wieder von Gerichten zitiert wird. Das SECO nimmt j\u00e4hrlich mehrmals an Austauschtagungen mit den kantonalen Beh\u00f6rden teil und f\u00fchrt Audits bei diesen durch. Das SECO hat die Genfer Beh\u00f6rden bei den genannten Bundesgerichtsurteilen im Rahmen der Ausfertigung der Stellungnahmen unterst\u00fctzt und beaufsichtigt unter anderem den Vollzug der bundesgerichtlichen Rechtsprechung \u00fcber den Vollzug des AVG durch die kantonalen Arbeits\u00e4mter. Diese gilt f\u00fcr alle Plattformarbeitgeber, wenn sie im Bereich des Personalverleihs t\u00e4tig sind. Gr\u00f6ssere interkantonale Unterschiede beim Vollzug und Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil von regelkonformen Unternehmen sollten daher nicht bestehen.</li><li>Unterschiede sind nicht zu erkennen. Der AVG-Vollzug erfolgt schweizweit einheitlich nach den SECO-Vorgaben in den Weisungen und Erl\u00e4uterungen zum AVG.</li><li>Mit den Weisungen und Erl\u00e4uterungen zum AVG existiert bereits ein Vollzugsleitfaden und das SECO unterst\u00fctzt die kantonalen Stellen bei ihren Vollzugsaufgaben, so wie es im Falle der beiden Bundesgerichtsurteile den Kanton Genf unterst\u00fctzte.</li><li>Das SECO betreibt zusammen mit dem Verband der Schweizerischen Arbeitsmarktbeh\u00f6rden (VSAA) zum Thema Plattformbetriebe eine strategische und eine technische Arbeitsgruppe.</li><li>Die beiden Bundesgerichtsurteile sind aufgrund der geltenden Vollzugspraxis ergangen. Sie sind bundesrechtskonform und auf alle Plattformbetriebe, die Personalverleih betreiben, anwendbar.</li><li>Mit jeder Erteilung einer Verleihbewilligung m\u00fcssen die Vorgaben des AVG bei der Bewilligungserteilung und der anschliessenden Verleiht\u00e4tigkeit eingehalten werden. Aufgrund des AVG d\u00fcrfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eines Verleihbetriebs auch in anderen Kantonen als dem Sitzkanton des Verleihers zum Einsatz gebracht werden.</li><li>Wie die beiden Bundesgerichtsurteile aufzeigen, ist eine Anpassung von Artikel 26 der Arbeitsvermittlungsverordnung (AVV, SR 823.111) nicht n\u00f6tig. Bereits mit den geltenden rechtlichen Bestimmungen sind alle Plattformbetriebe, die Personalverleih betreiben, dem AVG unterstellt und ben\u00f6tigen eine Verleihbewilligung.</li><li>Das AVG gilt schon heute f\u00fcr alle Verleihbetriebe, die \u00fcber Plattformen agieren. Das erw\u00e4hnte Risiko besteht somit nicht.</li></ol>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmittedBy":"Roth David","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1779275420000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|34|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1779786058240)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773187200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}