{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263196,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263196,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3196","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie l\u00e4sst sich die Forderung nach h\u00f6heren Medikamentenpreisen mit hohen Gewinnen der Pharmafirmen vereinbaren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>&nbsp;</p><ol><li>F\u00fchrt eine Erh\u00f6hung der Medikamentenpreise im heutigen KVG-System tendenziell zu h\u00f6heren OKP-Kosten und damit mittelbar zu steigenden Pr\u00e4mien?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Forderung nach h\u00f6heren Preisen angesichts dieser Gewinnsituation?</li><li>Wie sind die Gewinne der Pharmabranche im Vergleich zu anderen Branchen in der Schweiz einzuordnen?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Drohung, Medikamente verz\u00f6gert oder nicht auf den Markt zu bringen?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Aussage, wonach sinkende Gewinne zu geringeren Ausgaben f\u00fcr Forschung f\u00fchren w\u00fcrden? Wie werden F&amp;E-Ausgaben bilanziert?</li><li>Wie w\u00fcrde sich eine deutliche Preiserh\u00f6hung \u2013 insbesondere bei patentgesch\u00fctzten Medikamenten \u2013 auf die Kostenentwicklung nach 2, 5 und 10 Jahren auswirken?</li><li>Wer profitiert prim\u00e4r von solchen Preissteigerungen: Schweizer Unternehmen oder auch internationale Konzerne?</li><li>Welcher Anteil der Gewinne von Roche und Novartis fliesst effektiv in Forschung und Entwicklung?</li><li>Wie hoch sind die Aussch\u00fcttungen an Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re (Dividenden, Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe) im Verh\u00e4ltnis zu den Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung?</li></ol><p>&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Die beiden Schweizer Konzerne Roche und Novartis forderten in den vergangenen Wochen h\u00f6here Medikamentenpreise in der Schweiz und stellten dabei negative Konsequenzen in Aussicht, sollte die Schweiz dieser Forderung nicht nachkommen. Der CEO von Novartis erkl\u00e4rte, dass sonst neue Therapien vermehrt nur im privaten Sektor lanciert werden k\u00f6nnten. Der CEO von Roche verwies auf m\u00f6gliche Verz\u00f6gerungen bei der Einf\u00fchrung neuer Medikamente.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Aussagen erfolgten im Umfeld der Pr\u00e4sentation der Jahresergebnisse 2025. Roche erzielte einen Umsatz von 61,5 Milliarden Franken und einen Reingewinn von 13,8 Milliarden Franken (+50%). Novartis wies einen Gewinn von 17,4 Milliarden US-Dollar aus (+11%). Zusammen entspricht dies einem Gewinn von rund 30 Milliarden Franken.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1.,6. und 7. Eine Preiserh\u00f6hung bei Arzneimitteln h\u00e4tte direkten Einfluss auf die Kosten und damit auch auf die Pr\u00e4mien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP). Die Ausgaben f\u00fcr Arzneimittel waren im Jahr 2024 mit 9.2 Mrd. Franken der zweitgr\u00f6sste Kostenblock der OKP, wobei gut die H\u00e4lfte davon auf patentgesch\u00fctzte Arzneimittel f\u00e4llt. Die Schweiz hat die h\u00f6chsten Preise und die h\u00f6chsten Pro-Kopf Ausgaben f\u00fcr Arzneimittel in Europa (vgl. Ip. Lohr 25.4473 \u00abArzneimittelpreise in den USA orientieren sich ab 2026 an der Schweiz. Welche Konsequenzen hat das f\u00fcr unsere Patienten?\u00bb). Die Preise in den USA sind aktuell bedeutend h\u00f6her als die Preise in der Schweiz. Die amerikanische RAND-Studie 2024 zeigt, dass patentgesch\u00fctzte Medikamente \u00fcber 100% teurer sind als in der Schweiz. </p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die gew\u00fcnschte Berechnung wird beispielhaft von einer isolierten Erh\u00f6hung der Preise s\u00e4mtlicher patentgesch\u00fctzter Arzneimittel um 25%, 50% und 100% ausgegangen. Eine solche h\u00e4tte im Jahr 2024 sch\u00e4tzungsweise zu einem Anstieg der Kosten um rund 1.2 Mrd., 2.4 Mrd. resp. 4.8 Mrd. Franken gef\u00fchrt, was etwa 130 Franken, 270 Franken resp. 530 Franken pro Person und Jahr entspricht. Diese Betr\u00e4ge entsprechen rund der H\u00e4lfte bis zum Doppelten des gesamten letztj\u00e4hrigen Kostenanstiegs und m\u00fcssten vollumf\u00e4nglich \u00fcber Pr\u00e4mien finanziert werden. Extrapoliert f\u00fcr das Jahr 2034 anhand der durchschnittlichen Wachstumsraten im OKP-Arzneimittelbereich der letzten zehn Jahre (+4.66%) w\u00fcrde dies zu Zusatzkosten von 1.9 Mrd., 3.8 Mrd. resp. 7.6 Mrd. Franken f\u00fchren. H\u00f6here Preise h\u00e4tten im Sinne von Zweitrundeneffekten zus\u00e4tzlich auch Auswirkungen auf die zuk\u00fcnftige Preis- resp. Kostenentwicklung, weil damit beispielsweise das Preisniveau des therapeutischen Quervergleichs in der Preisbildung neuer Arzneimittel und auch das Preisniveau von Generika und Biosimilars erh\u00f6ht w\u00fcrde. Wird hingegen unterstellt, dass nur neu zugelassene Arzneimittel teurer w\u00fcrden, w\u00e4ren die Mehrkosten in den ersten Jahren geringer, w\u00fcrden sich aber \u00fcber die Jahre an die berechneten Werte ann\u00e4hern und akkumulieren.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Umsatz patentgesch\u00fctzter Arzneimittel von Schweizer Unternehmen bel\u00e4uft sich bei den umsatzst\u00e4rksten Pr\u00e4paraten sch\u00e4tzungsweise auf ca. 20% des Gesamtumsatzes dieser Arzneimittel in der Schweiz. Von einer generellen Preiserh\u00f6hung w\u00fcrden somit auch internationale Konzerne und ihre allf\u00e4llig in der Schweiz ans\u00e4ssigen Tochterfirmen profitieren, welche die restlichen ca. 80% dieser Medikamentenums\u00e4tze umschlagen.</p><p>&nbsp;</p><p>2. - 4. Die Festlegung der Arzneimittelpreise in der Schweiz erfolgt unabh\u00e4ngig und anhand der gesetzlichen Bestimmungen. Preiserh\u00f6hungen in einem kleinen Markt wie der Schweiz d\u00fcrften nur einen begrenzten Einfluss auf die globale Innovationsdynamik haben. Die Pharmaindustrie und insbesondere grosse Pharmaunternehmen waren in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen wichtigen Industrien sehr erfolgreich und haben \u00fcberdurchschnittlich hohe Gewinne erzielt und sehr hohe Margen ausgewiesen. Dem Bundesrat liegen derzeit keine Fakten zu den tats\u00e4chlichen Auswirkungen allf\u00e4lliger Entscheide in den USA auf die Profitabilit\u00e4t der betroffenen Pharmaunternehmen vor. Die von der Pharmaindustrie ge\u00e4usserten Forderungen und die angek\u00fcndigten Konsequenzen nimmt der Bundesrat ernst. Er analysiert die Lage laufend. Der Bundesrat setzt auf einen konstruktiven und l\u00f6sungsorientierten Dialog. Er ist \u00fcberzeugt, dass alle Parteien daran interessiert sind, zur Versorgungssituation in der Schweiz Sorge zu tragen und gleichzeitig die Kostenentwicklung im Auge zu behalten.</p><p>&nbsp;</p><p>5., 8. und 9. Die Unternehmen k\u00f6nnen frei \u00fcber die die Verwendung ihrer finanziellen Mittel entscheiden. Die Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung sind Teil der Betriebskosten und werden von den Erl\u00f6sen abgezogen. Danach resultiert der separat ausgewiesene Gewinn. Einzelne Jahresergebnisse erlauben nur eine eingeschr\u00e4nkte Aussage \u00fcber die langfristige Ertragslage und Investitionsf\u00e4higkeit von Unternehmen. Roche und Novartis haben 2025 gem\u00e4ss ihren Gesch\u00e4ftsberichten 12.2 Mrd. Franken resp. 11.2 Mrd. US-Dollar f\u00fcr Forschung und Entwicklung ausgegeben. Den Aktion\u00e4ren wurde dank den positiven Jahresabschl\u00fcssen eine Erh\u00f6hung der Dividende auf eine Gesamtaussch\u00fcttung von 7.9 Mrd. Franken resp. 8.9 Mrd. US-Dollar vorgeschlagen. Die Dividendenaussch\u00fcttung entspricht somit rund 65% resp. knapp 80% der Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung. Ausserdem hat Novartis gem\u00e4ss einer Medienmitteilung in den Jahren 2023 bis 2026 f\u00fcr rund 21.4 Mrd. Franken Aktien zur\u00fcckgekauft. Ein erheblicher Teil des Gewinns wird somit an die Aktion\u00e4re in Form von Dividendenzahlungen oder Aktienr\u00fcckk\u00e4ufen ausgesch\u00fcttet. Gleichzeitig investieren die Unternehmen auch hohe Betr\u00e4ge in Forschung und Entwicklung.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmittedBy":"Gysin Greta","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1779274383000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1780408030403)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773792000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}