{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263279,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263279,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3279","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Dichte der Grundversorger im schweizerischen Gesundheitswesen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Ausgabe 11-12 vom 26.3.2025 der Schweizerischen \u00c4rztezeitung wurde ein Artikel \u00fcber die FMH-\u00c4rztestatistik 2024 ver\u00f6ffentlicht. Darin steht unter anderem:</p><p>&nbsp;</p><p>\u00abDie medizinische Grundversorgung ist ein zentraler Pfeiler des Gesundheitswesens.&nbsp;[\u2026]&nbsp;Mit der Alterung der Bev\u00f6lkerung und der Zunahme chronischer Krankheiten nimmt auch der Bedarf an medizinischen und pflegerischen Leistungen zu. Stark betroffen von dieser Entwicklung ist die Grundversorgung, die den Menschen in der Schweiz einen angemessenen Zugang zu Gesundheitsleistungen gew\u00e4hrleisten soll. Obwohl die absolute Zahl der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in der Grundversorgung steigt, stagnieren die Zahlen bei den Vollzeit\u00e4quivalenten VZ\u00c4 (Zahl der \u00c4rzte umgerechnet auf Vollzeitstellen). Die durchschnittliche Dichte in der Grundversorgung in VZ\u00c4 pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Schweiz liegt bei 0,8 VZ\u00c4. Der Grossteil der Bezirke weisen nur 0 bis 0,8 VZ\u00c4 pro 1000 Einwohner auf.\u00bb</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ul style=\"list-style-type:square;\"><li>Die durchschnittliche Dichte der Grundversorger pro 1\u2019000 Einwohner betr\u00e4gt lediglich 0,8 VZ\u00c4. Wie hoch ist die Dichte in den Nachbarl\u00e4ndern? Welche Dichte gilt fachlich als ideal?</li><li>Wie l\u00e4sst sich die Stagnation der VZ\u00c4 trotz steigender absoluter Arztzahlen erkl\u00e4ren?&nbsp;</li><li>Erm\u00f6glicht die heutige Dichte einen gleichberechtigten und bedarfsgerechten Zugang zur medizinischen Grundversorgung?</li><li>F\u00fchrt der Mangel an Grundversorgern zu einer Verlagerung in Notfallstationen oder zu Fach\u00e4rzten?</li><li>Weniger Spit\u00e4ler und mehr Ambulantisierung senken Kosten und st\u00e4rken das Potenzial der Grundversorger. Teilt der Bundesrat diese Einsch\u00e4tzung und plant er entsprechende Massnahmen?</li><li>K\u00f6nnte das neue ambulante Tarifwerk TARDOC die Attraktivit\u00e4t der Grundversorgung und deren Anzahl erh\u00f6hen? Wie will der Bundesrat einen allf\u00e4lligen positiven Effekt messen?</li><li>Welche Massnahmen sind notwendig, um die Anzahl der Grundversorger zu erh\u00f6hen, und welche plant der Bundesrat? Welche internationalen Best Practices sind \u00fcbertragbar und wie wird die Kostenneutralit\u00e4t gew\u00e4hrleistet?</li><li>Welche Massnahmen trifft der Bundesrat, um das \u00dcberangebot in St\u00e4dten ohne Zusatzkosten zugunsten l\u00e4ndlicher Regionen zu verlagern?&nbsp;</li><li>Welche Indikatoren sollen zur Evaluation der Wirksamkeit der Massnahmen herangezogen werden?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. und 3. Im Jahr 2021 lag die \u00c4rztedichte in der Grundversorgung in der Schweiz bei 0,8 pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner (BFS, 2023; www.bfs.admin.ch &gt; Statistiken &gt; Gesundheit &gt; Gesundheitswesen &gt; Arztpraxen). Entsprechende Daten aus den Nachbarl\u00e4ndern fehlen. In der Schweiz liegt der Anteil der Grundversorgerinnen und Grundversorger an allen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten bei 25%, in den Nachbarl\u00e4ndern bei 25% in Frankreich, 16% in Deutschland, 13% in \u00d6sterreich und 12% in Italien (OECD, 2025; https://www.oecd.org &gt; Publications &gt; Health at a Glance 2025 &gt; Full Report). </p><p>Die Dichte in der Grundversorgung ist in st\u00e4dtischen Gemeinden mit 1,0 h\u00f6her als in l\u00e4ndlichen Gebieten mit 0,4. Es gibt Hinweise, dass Menschen in peripheren Regionen Schwierigkeiten haben, einen Hausarzt, eine Psychiaterin oder einen Kinderarzt in erreichbarer N\u00e4he zu finden, oder lange auf einen Termin warten m\u00fcssen. Dies beeintr\u00e4chtigt auch den chancengleichen Zugang zur Grundversorgung. Fundierte Grundlagen zur Berechnung einer idealen \u00c4rztedichte in der Grundversorgung fehlen.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Die Stagnation der VZ\u00c4 trotz steigender absoluter Arztzahlen ist vermutlich auf die Reduktion der Wochenarbeitszeit zur\u00fcckzuf\u00fchren. Daten des International Health Policy (IHP) Surveys zeigen, dass zwischen 2012 und 2022 der Anteil \u00c4rztinnen und \u00c4rzte der Grundversorgung, die 45 Stunden und mehr pro Woche arbeiten, zur\u00fcckging (Obsan, 2023; www.bag.admin.ch &gt; Forschung &gt; Forschung im BAG &gt; Forschungsberichte &gt; International Health Policy Survey (IHP) der Stiftung Commonwealth Fund &gt; IHP-Befragungen: Wohnbev\u00f6lkerung ab 18 Jahren &gt; Obsan-Auswertungsbericht IHP Befragung 2023). Die FMH weist in ihrer \u00c4rztestatistik (alle Fachrichtungen) zwischen 2014 und 2024 einen R\u00fcckgang des durchschnittlichen Arbeitspensums von 8,9 Halbtagen auf 8,6 Halbtage pro Woche aus. </p><p>&nbsp;</p><p>4., 7. und 9. Auch wenn verl\u00e4ssliche Angaben zu einer Verlagerung von der \u00e4rztlichen Grundversorgung in Notfallstationen oder zu Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten fehlen, so ist der Bundesrat von der Notwendigkeit der St\u00e4rkung der Grundversorgung \u00fcberzeugt Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) hat 2024 die \u00abAgenda Grundversorgung\u00bb lanciert und 2025 den mit den Akteuren erarbeiteten Fachbericht (www.bag.admin.ch &gt; Politik &amp; Gesetze &gt; Nationale Gesundheitspolitik &gt; Themen der Gesundheitsversorgung &gt; Agenda Grundversorgung) entgegengenommen. Die Agenda Grundversorgung soll sicherstellen, dass alle Menschen in der Schweiz, unabh\u00e4ngig vom Wohnort oder ihrer sozialen Situation, weiterhin Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung von hoher Qualit\u00e4t haben. Dazu geh\u00f6rt, die haus\u00e4rztliche Grundversorgung durch Beizug weiter Berufsgruppen breiter abzust\u00fctzen, so dass \u00c4rztinnen, \u00c4rzte sowie Notfallstationen entlastet werden. </p><p>Weiter sollen namentlich f\u00fcr Haus- und Kinder\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte die Weiterbildungspl\u00e4tze erh\u00f6ht und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) steht zur Grundversorgung in Austausch mit anderen L\u00e4ndern und bezieht deren Erkenntnisse in die Arbeiten ein. </p><p>Seit 2025 hat das OBSAN ein \u00c4rztemonitoring etabliert, mit dem die Entwicklung der Abschl\u00fcsse verfolgt werden kann. </p><p>&nbsp;</p><p>5. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme auf die Motion 25.3357 Buffat. \u00abAmbulant vor station\u00e4r. Den Worten Taten folgen lassen\u00bb dargelegt, dass er die ambulante Leistungserbringung als patientengerecht und ressourcenschonend erachtet. Seit dem 1. Januar 2019 gilt gem\u00e4ss Artikel 3<em>c</em>&nbsp;und Anhang 1<em>a</em>&nbsp;der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV; SR&nbsp;<em>832.112.31</em>) die Regelung \u00abAmbulant vor Station\u00e4r\u00bb (AvS). Sie definiert Gruppen von Eingriffen, bei denen grunds\u00e4tzlich nur die ambulante Durchf\u00fchrung verg\u00fctet wird, ausser es liegen besondere Umst\u00e4nde vor, die eine station\u00e4re Durchf\u00fchrung erfordern. Eine zuvor station\u00e4r durchgef\u00fchrte Behandlung wird auch in der ambulanten Versorgung meist von denselben Spezialisten durchgef\u00fchrt. Demzufolge kann bei einer Ambulantisierung grunds\u00e4tzlich nicht von einer St\u00e4rkung der Grundversorger ausgegangen werden. F\u00fcr die Spitalplanung und die Anzahl Spit\u00e4ler sind die Kantone zust\u00e4ndig. </p><p>&nbsp;</p><p>6. Das Gesamt-Tarifsystem im ambulanten \u00e4rztlichen Bereich (TARDOC und Ambulante Pauschalen) wurde am 1. Januar 2026 eingef\u00fchrt. F\u00fcr eine Beurteilung der Auswirkungen auf die Grundversorgung ist es noch zu fr\u00fch. Das Tarifsystem enth\u00e4lt Verbesserungen f\u00fcr die Grundversorgung, etwa ein eigenes Kapitel f\u00fcr die Hausarztmedizin im TARDOC, um die Besonderheiten dieses Bereichs zu ber\u00fccksichtigen. Das System wird j\u00e4hrlich durch die von den Tarifpartnern gegr\u00fcndete Tariforganisation OAAT AG \u00fcberpr\u00fcft und weiterentwickelt. </p><p>&nbsp;</p><p>8. Die Kantone sind f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der medizinischen Versorgung auf ihrem Gebiet zust\u00e4ndig. Im Rahmen des Bundesgesetzes \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) hat der nationale Gesetzgeber mit Artikel 55a KVG den Kantonen die Kompetenz gegeben, in einem Fachgebiet oder in einer Region die Anzahl der zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) t\u00e4tigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mittels einer H\u00f6chstzahl zu beschr\u00e4nken. Beschr\u00e4nkungen k\u00f6nnen indirekt zu einer besseren Verteilung f\u00fchren.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Thalmann-Bieri Vroni","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1778684922923)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1778684932450)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773878400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}