{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263321,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263321,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3321","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Gastfamilien von Gefl\u00fcchteten unterst\u00fctzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Unterst\u00fctzungsmassnahmen (Begleitmassnahmen) f\u00fcr Gastfamilien von Gefl\u00fcchteten zu pr\u00fcfen und dar\u00fcber Bericht zu erstatten.</p>","ReasonText":"<p>Gastfamilien leisten bei der Ankunft und Integration von Gefl\u00fcchteten wichtige Unterst\u00fctzung. Dank ihnen erlernen die Gefl\u00fcchteten die Sprache leichter und finden sich schneller zurecht. Der direkte Kontakt zur Gastfamilie tr\u00e4gt wesentlich zur Fl\u00fcchtlingsintegration bei. Die Rolle der Gastfamilien ist zentral und erg\u00e4nzt die Leistungen der Beh\u00f6rden.</p><p>&nbsp;</p><p>Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine wurde die Unterbringung in Gastfamilien zu einem wichtigen Bestandteil der Schweizer Fl\u00fcchtlingspolitik und entlastete das Asylsystem erheblich. Eine gemeinsame Studie der Berner Fachhochschule, der Hochschule Luzern und der Schweizerischen Fl\u00fcchtlingshilfe aus dem Jahr 2024, die gest\u00fctzt auf Interviews mit Gastfamilien und Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine durchgef\u00fchrt wurde, zeigt unter anderem, dass die sehr engagierten Gastfamilien psychisch belastet sind und dass es begleitende Unterst\u00fctzungsmassnahmen braucht.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Studie schl\u00e4gt mehrere Ans\u00e4tze vor: Erstens muss zum Schutz der Privat- und Intimsph\u00e4re ein angemessenes und bed\u00fcrfnisgerechtes Umfeld geschaffen werden. Zweitens braucht es eine gute Vorbereitung, damit die gegenseitigen Erwartungen und Bed\u00fcrfnisse gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Ein Begleitungs- und Unterst\u00fctzungsangebot f\u00fcr alle Beteiligten beugt \u00dcberlastung vor. Drittens f\u00fchrt der Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu bestimmten Themen zu gegenseitiger Unterst\u00fctzung. Weiterbildungen st\u00e4rken die Resilienz. Viertens m\u00fcssen die Mehrkosten der Gastfamilien angemessen und einheitlich finanziert werden. Letztlich tr\u00e4gt eine verst\u00e4ndliche und zuverl\u00e4ssige Beh\u00f6rdenkommunikation mit zentralen und niederschwelligen Anlaufstellen dazu bei, die psychische Belastung der Gastfamilien zu verringern. So kann die Unterst\u00fctzung langfristig gew\u00e4hrleistet werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Erkenntnisse, die sich auf die Unterbringung von ukrainischen Staatsangeh\u00f6rigen beziehen, lassen sich auf die meisten anderen Gefl\u00fcchteten \u00fcbertragen. Als wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Integrationspolitik verdienen Gastfamilien eine angemessene Unterst\u00fctzung.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Am 1. April 2026 hat der Bundesrat den Bericht zur Erf\u00fcllung des Postulates Marti 23.3203 \u00abErfahrungen aus dem Ukraine-Krieg. Evaluation des Integrations- und Sparpotenzials einer Verstetigung der privaten Unterbringung im Asylwesen\u00bb verabschiedet (<a href=\"http://www.sem.admin.ch\"><u>www.sem.admin.ch</u></a> &gt; Publikationen &amp; Service &gt; Berichte &gt; Bundesratsberichte &gt; 2026 &gt; Bericht des Bundesrates in Erf\u00fcllung des Postulates 23.3203 Marti Samira vom 16. M\u00e4rz 2023). Damit werden die Anliegen des vorliegenden Postulats bereits erf\u00fcllt.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Rahmen dieses Berichtes wurde eine Studie zur privaten Unterbringung im Asylwesen durchgef\u00fchrt (<a href=\"http://www.sem.admin.ch\"><u>www.sem.admin.ch</u></a> &gt; Publikationen &amp; Service &gt; Berichte &gt; Bundesratsberichte &gt; 2026 &gt; Schlussbericht Evaluation: Potenzial der privaten Unterbringung im Asylwesen. Studie zu Postulat 23.3203). Dabei wurden sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse analysiert wie auch eine umfassende Befragung von Gefl\u00fcchteten und Gastfamilien vorgenommen. Im Zentrum standen die Fragen nach dem Einfluss der privaten Unterbringung auf die Integration, ein m\u00f6gliches Sparpotenzial f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand sowie M\u00f6glichkeiten einer Verstetigung der privaten Unterbringung f\u00fcr vorl\u00e4ufig Aufgenommene und anerkannte Fl\u00fcchtlinge (VA/FL). </p><p>&nbsp;</p><p>Die Studie hat ergeben, dass die private Unterbringung einen positiven Einfluss auf die Alltagsbew\u00e4ltigung der Gefl\u00fcchteten sowie auf die sprachliche, kulturelle und berufliche Integration hat. Das Modell der privaten Unterbringung eignet sich grunds\u00e4tzlich als erg\u00e4nzende Unterbringungsform f\u00fcr VA/FL in den Kantonen und Gemeinden, wobei gewisse Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren zu ber\u00fccksichtigen sind. Es hat sich gezeigt, dass es einen Bedarf nach begleitenden Massnahmen gibt, damit die private Unterbringung von angemessener Dauer ist und die Gastfamilien sowie die Gefl\u00fcchteten die positiven Aspekte dieses Zusammenlebens gut nutzen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren eine sorgf\u00e4ltige Pr\u00fcfung von Gastfamilien und deren Wohnung, aber auch der Gefl\u00fcchteten (z.B. Gesundheitszustand), ein passendes \u00abMatching\u00bb von Gastfamilien und Gefl\u00fcchteten, die Bezeichnung klarer Ansprechpersonen f\u00fcr die Begleitung der Gastfamilien sowie f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten und eine angemessene Entsch\u00e4digung der Gastfamilien. </p><p>&nbsp;</p><p>Aufgrund der Ergebnisse der Studie hat der Bundesrat die Kantone dazu eingeladen, ihre Erfahrungen mit der privaten Unterbringung f\u00fcr die Zukunft nutzbar zu machen und dabei die im Bericht genannten Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen zu beachten. Der Bund kann auf Wunsch der Kantone eine unterst\u00fctzende Rolle wahrnehmen. </p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat begr\u00fcsst in seinem Bericht zudem Massnahmen auf allen staatlichen Ebenen zur St\u00e4rkung des zivilgesellschaftlichen Engagements zur Unterst\u00fctzung von Gefl\u00fcchteten bei der Alltagsbew\u00e4ltigung und der Integration wie auch zur Unterst\u00fctzung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Zu diesem Zweck pr\u00fcft das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM), in Zusammenarbeit mit Kantonen, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, welche Ans\u00e4tze sich daf\u00fcr besonders eignen, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind und mit welchen Massnahmen dieses Engagement weiter gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnte. Dazu erarbeitet das SEM mit den relevanten Stakeholdern bis Ende 2026 eine Auslegeordnung mit allf\u00e4lligen konkreten Massnahmen.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Tschopp Jean","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1778685723720)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1779472257040)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773878400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Migration"}}