{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263355,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263355,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3355","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Geistes- und Sozialwissenschaften. Anhaltendes Ungleichgewicht bei den Nationalen Forschungsschwerpunkten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 30. Januar 2026 gab das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Lancierung sechs neuer Nationaler Forschungsschwerpunkte (NFS) bekannt. Unter den bewilligten NFS ist kein einziges aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.</p><p>Dieser Ausschluss ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines besorgniserregenden Ungleichgewichts bei den Forschungsprojekten. Seit der Einf\u00fchrung der NFS im Jahr 2001 entfielen weniger als 15 Prozent der lancierten NFS auf die Sozialwissenschaften (6 von 38). Diese Zahlen spiegeln eine anhaltende Marginalisierung von Fachbereichen wider, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ver\u00e4nderungen in unserem Land doch von entscheidender Bedeutung sind.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Situation ist umso problematischer, als ein sozialwissenschaftliches Projekt, das sich mit Genderfragen befasst und f\u00fcr seine wissenschaftliche Qualit\u00e4t anerkannt ist, abgelehnt wurde. Diese Ablehnung zeugt von einer schwer nachvollziehbaren Einseitigkeit bei der Ber\u00fccksichtigung der Fachbereiche. Gleichzeitig hielten es die Beh\u00f6rden f\u00fcr notwendig, eine gesonderte Ausschreibung f\u00fcr die Sozialwissenschaften zu ver\u00f6ffentlichen. Damit anerkannten sie die Unzul\u00e4nglichkeit des derzeitigen Systems. Offenbar k\u00f6nnen die abgelehnten Projekte erneut eingereicht werden: ein unverst\u00e4ndlicher Verlust an Zeit sowie an personellen und finanziellen Ressourcen sowohl f\u00fcr die Forschenden als auch f\u00fcr den Schweizerischen Nationalfonds (SNF).</p><p>&nbsp;</p><p>Angesichts des zunehmenden Haushaltsdrucks im Bereich Bildung und Forschung sch\u00fcrt dieses Ungleichgewicht in&nbsp;der&nbsp;sozialwissenschaftlichen&nbsp;Gemeinschaft berechtigte Besorgnis. Es stellt auch die Priorit\u00e4ten des Bundes in der Forschungs- und Innovationspolitik in Frage.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem entspricht die Antwort, die der Bundesrat auf die Anfrage Porchet 26.7024 gab, nicht der Realit\u00e4t. Darin verwies er auf \u201ePriorit\u00e4tsstufen\u201c, die der SNF festgelegt habe,&nbsp;obwohl&nbsp;die&nbsp;Verfahrensregeln&nbsp;ausdr\u00fccklich&nbsp;eine&nbsp;nicht&nbsp;klassifizierte&nbsp;<i>Shortlist</i> vorsehen. Dieser Widerspruch l\u00e4sst ernsthafte Zweifel an der Einhaltung der Verfahren aufkommen. Sollten solche Priorit\u00e4tsstufen wirklich bestehen, so ist angesichts&nbsp;der&nbsp;H\u00f6he&nbsp;der&nbsp;betreffenden&nbsp;Betr\u00e4ge&nbsp;zus\u00e4tzlich problematisch, dass v\u00f6llig intransparent ist, nach welchen Kriterien die Projekte eingestuft und welche Projekte tats\u00e4chlich finanziert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Der SNF hat bekanntlich einen NFS in den Geistes- und Sozialwissenschaften als f\u00f6rderungsw\u00fcrdig eingestuft. Wie begr\u00fcndet der Bundesrat, dass er ein solches Projekt nicht ausgew\u00e4hlt hat?</li><li>Seit 2001 entfallen weniger&nbsp;als&nbsp;15&nbsp;Prozent&nbsp;der&nbsp;NFS auf die Sozialwissenschaften. Beurteilt der Bundesrat diese Situation als befriedigend? Wie rechtfertigt er dieses Ungleichgewicht, wo doch der SNF selbst versucht, soweit m\u00f6glich ein Gleichgewicht zwischen den Fachbereichen zu wahren?</li><li>Wie verteilt sich das Budget der NFS seit der Einf\u00fchrung dieses Instruments auf die unterschiedlichen Fachbereiche?</li><li>Entspricht die Unterrepr\u00e4sentation der Sozial- und Geisteswissenschaften dem Anteil der Studierenden und Forscherinnen und Forscher, die in diesen Fachbereichen t\u00e4tig sind? Falls dies nicht zutrifft, wie begr\u00fcndet der Bundesrat diese Ungleichbehandlung?</li><li>Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass in den Auswahlverfahren f\u00fcr die NFS die Sozialwissenschaften strukturell benachteiligt werden? Liegt es am Auswahlverfahren des SNF oder an anderen Faktoren? Wie l\u00e4sst sich das korrigieren?</li><li>Ist die Lancierung einer separaten Ausschreibung f\u00fcr die Sozialwissenschaften eine \u00dcbergangsmassnahme oder ein Eingest\u00e4ndnis, dass die NFS f\u00fcr diese Disziplinen kein geeignetes Instrument sind? Welches Auswahlverfahren wird bei dieser Ausschreibung angewendet?</li><li>Wie kommt es, dass der SNF f\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Projekte Priorit\u00e4tsstufen angibt, obwohl dies im Widerspruch zu seinem eigenen Reglement f\u00fcr die 6.<sup></sup> Ausschreibung von NFS steht? Warum wurden die Projektteams nicht \u00fcber die Priorisierungskriterien des SNF informiert? Wurden die Verfahren eingehalten? Falls nein, warum nicht?</li><li>Welche konkreten Massnahmen will der Bundesrat ergreifen, um eine gerechte Finanzierung der Sozialwissenschaften zu gew\u00e4hrleisten?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Die Auswahl der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) richtet sich nach dem Verfahren und den Kriterien, die in der Verordnung des WBF zur Forschungs- und Innovationsf\u00f6rderungsverordnung (Art.&nbsp;8 Abs.&nbsp;2, SR&nbsp;420.111) festgelegt sind. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) macht die wissenschaftliche Evaluation der Eingaben. Die anschliessende forschungs- und hochschulpolitische Evaluation des SBFI erfolgt gem\u00e4ss den gesetzlichen Kriterien und unter Ber\u00fccksichtigung der SNF-Evaluation.</p><p>Von 75 eingereichten NFS-Skizzen entfielen nur zehn auf die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Bedingungen des gesamten Evaluationsverfahren waren f\u00fcr alle Fachbereiche gleich: F\u00fcr die Skizzenevaluation setzte der SNF vier Fachpanels ein (Empfehlungsrate je 40 %), danach evaluierten interdisziplin\u00e4re Panels die Gesuche. Gest\u00fctzt darauf stellte der SNF eine Shortlist von elf exzellent bewerteten und zur Durchf\u00fchrung empfohlenen Gesuchen zusammen. Diese wurden gem\u00e4ss den Panelbewertungen zwei F\u00f6rderpriorit\u00e4ten zugeordnet, wobei diese Priorisierung nur ein Element der abschliessenden Gesamtw\u00fcrdigung des SBFI darstellte.</p><p>Im Vergleich zu den \u00fcbrigen Gesuchen vermochte das einzige Projekt der Shortlist aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Gesamtevaluation nicht ausreichend zu \u00fcberzeugen. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ablehnung wurden im formellen Entscheid des WBF die unzureichende Koordination zwischen den Teilprojekten sowie die mangelnde Reife des Vorhabens angef\u00fchrt.</p><p>Der Bundesrat misst der wissenschaftlichen Diversit\u00e4t eine grosse Bedeutung bei. Aus diesem Grund wird neben den sechs zur Umsetzung beschlossenen NFS ein Zusatzverfahren f\u00fcr den Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften lanciert. Dieses soll auch Hinweise liefern, wie das NFS-Auswahlverfahren weiter optimiert werden kann. Das SBFI wird zusammen mit dem SNF und den Akademien einen runden Tisch f\u00fcr die Geistes- und Sozialwissenschaften einberufen, der auch die generelle Frage der F\u00f6rderung dieses Fachbereichs aufnimmt. Mit diesen Massnahmen wird die Eignung des F\u00f6rderinstruments NFS f\u00fcr alle Fachgebiete aber nicht in Frage gestellt.</p><p>In den ersten f\u00fcnf Serien kamen elf der 42 bewilligten NFS aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Finrisk, Nord-S\u00fcd, eikones, Affective Science, Democracy, Trade Regulation, Mediality, Sesam, On the move, Lives, Evolving Language). Im Schnitt flossen pro Jahr 20&nbsp;Prozent der Bundesbeitr\u00e4ge f\u00fcr NFS in Projekte der Geistes- und Sozialwissenschaften (47 % MINT; 33 % Lebenswissenschaften).</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Fivaz Fabien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1780411301000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1781859850020)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung"}}