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Eine Antwort auf sicherheitsrelevante Abh\u00e4ngigkeiten und welche Auswirkungen f\u00fcr Schweizer Unternehmen? ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In seiner sicherheitspolitischen Strategie 2026 stellt der Bundesrat zurecht fest, dass wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeiten Risiken mit sich bringen und dass solche Abh\u00e4ngigkeiten im Konfliktfall von Staaten als Druckmittel und als Waffen eingesetzt werden. Der Krieg im Iran zeigt exemplarisch, wie der Zugang zu und der Preis von Erd\u00f6lprodukten gezielt als Druckmittel eingesetzt werden. Neben fossilen Energietr\u00e4gern bestehen f\u00fcr die Schweiz weitere sicherheitsrelevante Abh\u00e4ngigkeiten: bei Halbleitern und seltenen Erden, bei Software und Medikamenten.&nbsp;&nbsp;</p><p>In seiner sicherheitspolitischen Strategie stellt der Bundesrat zwar problematische Abh\u00e4ngigkeiten fest, verzichtet aber weitgehend auf Massnahmen, um diese zu reduzieren. Andere Staaten jedoch versuchen diese Abh\u00e4ngigkeiten gezielt zu reduzieren, u.a. auch mit industriepolitischen Massnahmen.. Die EU bspw. will mit dem Industrial Accelerator Act ihre Unabh\u00e4ngigkeit in ausgew\u00e4hlten strategischen Sektoren st\u00e4rken, die europ\u00e4ische Industrie unterst\u00fctzen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen.&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten folgende Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><ul><li>Wie bewertet der Bundesrat den Industrial Accelerator Act? Welche Auswirkungen hat dieser auf die Schweizer Wirtschaft sowie auf f\u00fcr die Schweiz relevanten Lieferketten?&nbsp;</li><li>Pr\u00fcft der Bundesrat, ob die Schweiz Massnahmen aus dem Industrial Accelerator Act \u00fcbernehmen respektive eigenst\u00e4ndig erlassen sollte? Wann ist mit einem Ergebnis dieser Pr\u00fcfung zu rechnen?&nbsp;</li><li>Kann der Bundesrat best\u00e4tigen, dass Schweizer Unternehmen unter \u201eMade in Europe\u201c fallen, und garantieren, dass ihr privilegierter Zugang zum europ\u00e4ischen Markt nicht beeintr\u00e4chtigt wird?</li><li>Pr\u00fcft der Bundesrat eine Anpassung des \u00f6ffentlichen Beschaffungsrecht, um in sicherheitspolitisch relevanten Sektoren Abh\u00e4ngigkeiten gezielt zu reduzieren?&nbsp;</li><li>Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat um die in der sicherheitspolitischen Strategie definierten Abh\u00e4ngigkeiten (Fossile Energien, Halbleiter, seltene Erden, Softwarte, Antibiotika, Solarpanels,\u2026) zu reduzieren?&nbsp;</li><li>Erwartet der Bundesrat, dass die beschriebenen Abh\u00e4ngigkeiten mit den bestehenden Massnahmen auf absehbare Zeit reduziert werden k\u00f6nnen?&nbsp;</li><li>Wird der Bericht zum an den Bundesrat \u00fcberwiesenen Postulat 25.4260 diese Fragen beantworten? Und wann?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<ol><li>Der <i>Industrial Accelerator Act</i> der EU (IAA) ist in eine breite Diskussion zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit und wirtschaftlichen Sicherheit in Europa einzuordnen. Es handelt sich um einen Vorschlag der Europ\u00e4ischen Kommission, der sich nun im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren bei Parlament und Rat befindet. F\u00fcr eine abschliessende Beurteilung ist es daher zu fr\u00fch.</li><li>Der Bundesrat verfolgt die weiteren Entwicklungen rund um den IAA eng. Er setzt in seiner Wirtschaftspolitik auf Offenheit, Innovationskraft sowie starke und verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen f\u00fcr alle Unternehmen.</li><li>F\u00fcr eine abschliessende Beurteilung ist es zu fr\u00fch. Im Bereich des Beschaffungswesens gew\u00e4hrleisten die bestehenden Abkommen im Verh\u00e4ltnis mit der EU gleichwertige Wettbewerbsbedingungen beim Zugang zu \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen. Anl\u00e4sslich der Unterzeichnung des Pakets Schweiz \u2013 EU (Bilaterale III) hat die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin best\u00e4tigt, dass die EU keinerlei Interesse daran habe, die Schweiz bei \u00abBuy European\u00bb-Regeln auszuschliessen. Die Schweiz setzt sich weiterhin f\u00fcr die Interessen der Schweizer Unternehmen ein.</li><li>F\u00fcr sicherheitsrelevante Beschaffungen bietet das Bundesgesetz vom 21. Juni 2019 \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen (B\u00f6B; SR 172.056.1) bereits heute Spielr\u00e4ume f\u00fcr eine geographische Priorisierung der Anbieter. Die zur Annahme empfohlene Motion 25.4523 Golay sieht vor, spezifische Eignungskriterien f\u00fcr die Vergabe besonders sicherheitsrelevanter Auftr\u00e4ge zu erarbeiten. Eine dar\u00fcberhinausgehende \u00c4nderung der Beschaffungsregeln erachtet der Bundesrat als nicht zielf\u00fchrend, denn geographische Beschr\u00e4nkungen sind mit Effizienzverlusten verbunden und k\u00f6nnen Gegenreaktionen betroffener Staaten ausl\u00f6sen oder verst\u00e4rken.</li><li>&amp; 6. Vor kurzem hat der Bundesrat die Schweizer Handelsbeziehungen insgesamt (<a href=\"https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=101096\"><u>https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=101096</u></a>) sowie im Hinblick auf mineralische Rohstoffe (<a href=\"https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=103563\"><u>https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=103563</u></a>) und Halbleiter (<a href=\"https://www.sbfi.admin.ch/de/newnsb/PfJ5MYC6k6qX8Utk5Ta8c\"><u>https://www.sbfi.admin.ch/de/newnsb/PfJ5MYC6k6qX8Utk5Ta8c</u></a>) untersucht und dabei keine gravierenden direkten Abh\u00e4ngigkeiten der Schweiz von einzelnen Staaten festgestellt. In seiner Lieferkettenpolitik (<a href=\"https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=101096\"><u>https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=101096</u></a>), seiner Sicherheitspolitischen Strategie (<a href=\"https://www.sepos.admin.ch/de/sicherheitspolitische-strategie\"><u>https://www.sepos.admin.ch/de/sicherheitspolitische-strategie</u></a>) und seiner R\u00fcstungspolitischen Strategie (<a href=\"https://www.ar.admin.ch/de/rustungspolitikbundesrates\"><u>https://www.ar.admin.ch/de/rustungspolitikbundesrates</u></a>) hat beziehungsweise wird der Bundesrat einen breiten Massnahmenkatalog festlegen, der laufend umgesetzt wird. Darunter fallen der Ausbau und die Vertiefung des Netzes an Freihandelsabkommen, die Massnahmen der wirtschaftlichen Landesversorgung sowie Massnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, zur F\u00f6rderung einheimischer erneuerbarer Energien oder zum besseren Verst\u00e4ndnis aussen- und sicherheitspolitischer Risiken (<a href=\"https://www.news.admin.ch/de/newnsb/2VPWG78YrVs4eAVeiklQx\"><u>https://www.news.admin.ch/de/newnsb/2VPWG78YrVs4eAVeiklQx</u></a>) f\u00fcr die digitalen Ressourcen des Bundes.</li><li>Der Bundesrat beabsichtigt, die im Rahmen des Postulats 25.4260 Michaud Gigon aufgeworfenen Fragen mit dem n\u00e4chsten wirtschaftspolitischen Bericht (vgl. Volkswirtschaftlicher Lagebericht 2024; <a href=\"https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare/Strukturwandel_Wachstum/Wachstum/lagebericht_schweizer_volkswirtschaft_2024.html\"><u>https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare/Strukturwandel_Wachstum/Wachstum/lagebericht_schweizer_volkswirtschaft_2024.html</u></a>) f\u00fcr die n\u00e4chste Legislatur zu beantworten.</li></ol>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Michaud Gigon Sophie","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1778688583917)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|10|15","Category":null,"Modified":"\/Date(1781866274210)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Europapolitik|Wirtschaft"}}