{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263377,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263377,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3377","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sind PFAS ein Gesundheitsrisiko f\u00fcr Fischliebhaberinnen und Fischliebhaber in der Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Nachdem f\u00fcr Hecht und Egli aus dem Zugersee wegen zu hoher PFAS-Belastung Verkaufsverbote ausgesprochen wurden, d\u00fcrfen jetzt auch Hechte aus dem Hallwilersee nicht mehr kommerziell gefischt werden. F\u00fcr Hobby-Fischer:innen und Konsument:innen wurden Verzehrempfehlungen ausgesprochen. Bei einem Hobby-Fischer am Zugersee lagen die PFAS-Werte im Blut allerdings bereits 77-fach \u00fcber dem Wert, der als gesundheitlich unbedenklich gilt. Sein Egli-Konsum liegt im Durchschnitt der Schweizer Bev\u00f6lkerung. Die EAWAG kommt zum Schluss, dass Menschen, die viel S\u00fcsswasserfisch essen, h\u00f6here Konzentrationen von PFAS im Blut aufweisen. In der Schweiz gibt es etwa 150 000 Sport- und Hobbyfischer und es wird vergleichsweise viel Wildfang konsumiert.</p><p>Auf meine Frage 26.7179 sagt der Bundesrat, dass die Situation je nach Gew\u00e4sser und Fischart sehr unterschiedlich aussehe. In manchen F\u00e4llen w\u00fcrden Fang- und Verkaufsverbote ausgesprochen, in anderen nur Verzehrempfehlungen. Der Konsum von Egli sei je nach Region nicht zu empfehlen, es handle sich dabei aber um keine exakte Wissenschaft. Man m\u00fcsse die Informationen noch verbessern, um die Bev\u00f6lkerung zu beruhigen.</p><p>Laut dem Bericht zum Postulat 22.4585 Moser wurde Ende 2024 eine Arbeitsgruppe gegr\u00fcndet mit dem Ziel, f\u00fcr die Kantone ein einheitliches Vorgehen bei PFAS-Grenzwert\u00fcberschreitungen in Lebensmitteln zu erarbeiten und so dem kantonalen Flickenteppich entgegenzuwirken.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Welche gesicherten Aussagen kann er \u00fcber die Belastung der Bev\u00f6lkerung mit PFAS und die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Belastung treffen? Was bestehen L\u00fccken?</li><li>Werden Analysen durchgef\u00fchrt, etwa bei betroffenen Bev\u00f6lkerungsgruppen wie Fischer:innen und deren Familien? Falls ja, wann und bei wem? Falls nein, warum?</li><li>Ist er der Ansicht, dass die heutige Informationslage eine Herausforderung f\u00fcr durchschnittlich informierte Konsument:innen darstellt? Falls ja, was tut er und bis wann? Falls nein, warum?</li><li>Bis wann will er die Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber aufkl\u00e4ren, welcher Fischkonsum gefahrlos m\u00f6glich ist? Was r\u00e4t er Liebhaber:innen von Schweizer Fisch heute?</li><li>Wer ist Teil der besagten Arbeitsgruppe, was soll sie leisten, wo stehen ihre Arbeiten und bis wann k\u00f6nnen Kantone und KonsumentInnen mit Informationen, Vorgaben und Vollzugshilfen rechnen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. Die Daten aus der Pilotphase der Schweizer Gesundheitsstudie zeigen, dass die gesamte erwachsene Bev\u00f6lkerung in der Schweiz mit per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) belastet ist, mit \u00e4hnlichen Werten wie im benachbarten europ\u00e4ischen Ausland (www.bag.admin.ch &gt; Themen &gt; Umwelt &amp; Gesundheit &gt; Chemikalien &gt; Human Biomonitoring (HBM) &gt; Human Biomonitoring Projekte in der Schweiz). Bei einem Teil der Bev\u00f6lkerung werden gesundheitliche Referenzwerte \u00fcberschritten, die sich auf Effekte auf das Immunsystem beziehen. Weitere m\u00f6gliche Auswirkungen von PFAS betreffen die Leber, die Nieren, das Geburtsgewicht, den Cholesterinspiegel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwei PFAS sind als krebserregend (PFOA) bzw. als m\u00f6glicherweise krebserregend (PFOS) eingestuft. Wissensl\u00fccken betreffen zum einen die Verteilung der Belastung in der Schweiz, weil die Pilotstudie nur zwei Kantone (BE, VD) umfasste. Zum anderen fehlen Daten dazu, wie sich die Belastung im Zeitverlauf auswirkt, womit der Zusammenhang zwischen individueller Belastung und langfristigen Gesundheitseffekten robust belegt werden k\u00f6nnte. Weiterhin sind bisher nur wenige PFAS der mehr als 10\u2019000 Substanzen umfassenden Substanzklasse bez\u00fcglich gesundheitlicher Auswirkungen untersucht. </p><p>&nbsp;</p><p>2. Die geplante nationale Gesundheitsstudie wird aufgrund der finanziellen Lage des Bundes nach der Pilotphase nicht weiterverfolgt. National werden daher derzeit keine Untersuchungen zur PFAS-Belastung bei Fischerinnen, Fischern und deren Familien durchgef\u00fchrt und es sind auch keine Studien dazu geplant.</p><p>&nbsp;</p><p>3. und 4. \u00dcber die Websites des Bundesamts f\u00fcr Umwelt (BAFU; www.bafu.admin.ch &gt; Themen &gt; Chemikalien &gt; Dossiers &gt; PFAS \u2013 was ist das?) und des Bundesamts f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV; www.blv.admin.ch &gt; Lebensmittel und Ern\u00e4hrung &gt; Lebensmittelsicherheit &gt; Stoffe im Fokus &gt; Kontaminanten &gt; Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) stehen der Bev\u00f6lkerung Informationen zu PFAS zur Verf\u00fcgung. Im Rahmen des Aktionsplans zum Umgang mit langlebigen Chemikalien ist vorgesehen, die \u00f6ffentliche Information zu diesem Thema weiter auszubauen und zu verbessern. Das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wird den Aktionsplan in Zusammenarbeit mit dem Eidgen\u00f6ssischen Departement des Inneren (EDI) und dem Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) sowie unter Einbezug der Kantone ausarbeiten und bis Ende 2027 dem Bundesrat vorlegen.</p><p>F\u00fcr Fische, die in Verkehr gebracht werden, gelten verbindliche H\u00f6chstgehalte f\u00fcr PFAS. Diese haben zum Ziel, das gesundheitliche Risiko f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten zu minimieren. Fisch kann weiterhin als n\u00e4hrstoffreiches Lebensmittel Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ern\u00e4hrung sein. Da die PFAS-Belastung je nach Gew\u00e4sser und Fischart variieren kann, empfiehlt das BLV, verschiedene Fischarten aus unterschiedlicher Herkunft zu konsumieren, um die Aufnahme von PFAS m\u00f6glichst gering zu halten.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Die im Bericht in Erf\u00fcllung des Postulat 22.4585 Moser \u00abAktionsplan zur Reduktion der Belastung von Mensch und Umwelt durch langlebige Chemikalien\u00bb erw\u00e4hnte PFAS-Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der kantonalen Lebensmittelvollzugsbeh\u00f6rden (Vereinigung der Schweizer Kantonstier\u00e4rztinnen und Kantonstier\u00e4rzte sowie Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz), des BLV sowie der Bundeseinheit f\u00fcr die Lebensmittelkette zusammen. Diese Arbeitsgruppe hat eine Weisung erarbeitet, die den kantonalen Vollzug bei PFAS-H\u00f6chstgehalts\u00fcberschreitungen harmonisieren soll. Deren Publikation durch das BLV ist Ende des zweiten Quartals 2026 geplant.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1778630400000)\/","SubmittedBy":"Flach Beat","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1778684710103)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1781866334500)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}