{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263422,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263422,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3422","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Das Vereinigte K\u00f6nigreich hat eine Strategie f\u00fcr die Ersetzung von Tierversuchen. Wo steht die Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung der folgenden Fragen:<br><br>1. Welche der Massnahmen aus der Strategie \u00abReplacing Animals in Science\u00bb der britischen Regierung ergreift die Schweiz heute bereits?</p><p>2. Welche der Massnahmen sind in der Schweiz nicht anwendbar und warum nicht?</p><p>3. Welche der Massnahmen aus jener Strategie werden in der Schweiz noch nicht ergriffen, kommen aber in Frage?</p><p>4. In welcher Form w\u00e4re es m\u00f6glich, dass der Bund eine Strategie \u00fcber die zuk\u00fcnftige Entwicklung von Alternativmethoden und Tierversuchen in der Schweiz erarbeitet? Welche gesetzliche Grundlage ist bzw. w\u00e4re hierf\u00fcr erforderlich?&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Im November 2025 ver\u00f6ffentliche die britische Regierung die Strategie \u00abReplacing Animals in Science:&nbsp; A strategy to support the development, validation and uptake of alternative methods\u00bb (1). Die Strategie enth\u00e4lt Massnahmen, um Forschung an und mit Alternativmethoden st\u00e4rker zu f\u00f6rdern, neue Forschungsinstitutionen und -schwerpunkte zu finanzieren und bestimmte veraltete Tierversuche ganz abzuschaffen. Diese Massnahmen sind an konkrete Ziele gekn\u00fcpft wie zum Beispiel, dass bis 2030 mindestens 35% weniger Hunde und Primaten in Studien \u00fcber die Verarbeitung von Wirkstoffen im K\u00f6rper eingesetzt werden sollen. Dahinter steht das Ziel, die Zahl der belastenden Tierversuche nachhaltig zu reduzieren und dabei den Forschungs- und Industriestandort zu f\u00f6rdern. Die Schweiz teilt zwar dieses Ziel, hat daf\u00fcr aber bisher keine vergleichbare Strategie.</p><p>&nbsp;</p><p>(1) https://www.gov.uk/government/publications/replacing-animals-in-science-strategy/replacing-animals-in-science-a-strategy-to-support-the-development-validation-and-uptake-of-alternative-methods</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. und 2.&nbsp;Das Vereinigte K\u00f6nigreich hat Ende 2025 eine Strategie publiziert, wie eine Zukunft ohne Einsatz von Tieren in der Forschung anzustreben ist (unter <a href=\"http://www.gov.uk\">www.gov.uk</a> \u00abPolicy paper Replacing animals in science strategy\u00bb ins Suchfeld eingeben). Wie in der EU gilt dabei der Vorbehalt, dass Alternativen zu Tierversuchen tats\u00e4chlich bestehen. Die Strategie, alle Tierversuche bis zu einem bestimmten k\u00fcnftigen Datum zu ersetzen, wird heute auch im Vereinigten K\u00f6nigreich als nicht geeignet erachtet. Hingegen werden kurzfristige und m\u00f6glichst realistische Ziele aufgef\u00fchrt, die gr\u00f6sstenteils in f\u00fcnf Jahren erreichbar sein sollten. Dies erfordert erhebliche finanzielle Ressourcen.<br><br>Die Schweiz verfolgt keine solche explizite Strategie, verf\u00fcgt aber mit dem Schweizerischen 3R-Kompetenzzentrum (3RCC) \u00fcber eine Einrichtung, die vergleichbar ist mit dem britischen National Centre for the 3Rs (NC3Rs). Das 3RCC f\u00f6rdert Forschungsprojekte zu tierversuchsfreien Methoden, bietet Weiterbildung an zu den 3R, d.h. dem Ersatz (replace), der Verfeinerung (refine) und der Reduktion (reduce) von Tierversuchen und informiert \u00fcber die Thematik. Zudem wurde im Februar 2021 das Nationale Forschungsprogramm NFP&nbsp;79 \u00abAdvancing 3R \u2013 Tiere, Forschung und Gesellschaft\u00bb lanciert (https://www.admin.ch/de/nsb?id=82212). Die Schweiz investiert dabei \u00fcber f\u00fcnf Jahre 20 Millionen Franken in die Erforschung von Innovation, Implementierung sowie von ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen rund um Tierversuche. Sie ist damit in \u00e4hnlichen Handlungsfeldern aktiv wie das Vereinigte K\u00f6nigreich. Der Ersatz von Tierversuchen im regulatorischen Kontext hat \u2013 wie im Vereinigten K\u00f6nigreich \u2013 auch in der Schweiz hohe Priorit\u00e4t. So k\u00f6nnen bspw. f\u00fcr die Zulassung von Humanarzneimitteln auch Alternativmethoden akzeptiert werden, sofern sie qualifiziert oder validiert und wissenschaftlich geeignet sind (Art.&nbsp;4 Arzneimittel-Zulassungsverordnung [AMZV; SR&nbsp;812.212.22]).</p><p>&nbsp;</p><p>Die britische Strategie erfordert weitergehende Massnahmen als die in der Schweiz vorgesehenen, wie zum Beispiel die Einrichtung eines Zentrums f\u00fcr pr\u00e4klinische translationale Forschung. Ebenso geht die britische Strategie weiter bei der Validierung, Entwicklung und F\u00f6rderung von Alternativmethoden und beim Zugang und der Bearbeitung von Forschungsdaten. Einige im Vereinigten K\u00f6nigreich priorisierte Massnahmen sind in der Schweiz auf regulatorischer Ebene bereits realisiert, wie bspw. die Einf\u00fchrung der teilweise unter Mitarbeit der Schweiz entwickelten tierversuchsfreien und validierten Tests f\u00fcr die Augenreizung und die Hautsensibilisierung.</p><p>&nbsp;</p><p>3.&nbsp;Die priorisierten Massnahmen (vgl. oben) im Vereinigten K\u00f6nigreich sind auch f\u00fcr die Schweiz wesentlich. Verschiedene Massnahmen werden gegenw\u00e4rtig im Rahmen der parlamentarischen Initiative Christ (21.426) \u00abMehr Ressourcen und Anreize f\u00fcr die 3R-Forschung, um Alternativen zu den Tierversuchen rascher voranzutreiben\u00bb diskutiert. Ihr Ziel ist die F\u00f6rderung der 3R-Forschung. Ebenfalls sollen Lehre und Ausbildung, 3R-Strukturen (z.B. Fachgremien, welche innovative 3R-L\u00f6sungen erarbeiten) und 3R-Infrastruktur (z.B. Kompetenzzentren, die Forschende zu Alternativmethoden ausbilden) sowie die Validierung von alternativen Methoden gef\u00f6rdert werden. Schliesslich sollen die nationale und internationale Zusammenarbeit sowie die Qualit\u00e4t der Bewilligungsverfahren f\u00fcr Tierversuche verbessert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>4.&nbsp;Gegenw\u00e4rtig werden im Rahmen des NFP 79 Grundlagen erforscht, die f\u00fcr eine Ausstiegs- oder \u00dcbergangsstrategie zu einer tierversuchsfreien Zukunft n\u00f6tig sind. Die Synthese der Ergebnisse wird ab dem 2.&nbsp;Quartal 2029 erwartet und kann die Meinungsbildung und die Erarbeitung einer Strategie unterst\u00fctzen. Eine transitorische Strategie der Entwicklung von Alternativmethoden (<em>phase in</em>) und Tierversuchen (<em>phase out</em>) ist ein politischer Entscheid, der eine entsprechende Interessenabw\u00e4gung erfordert. F\u00fcr die Umsetzung einer \u00e4hnlichen Strategie wie im Vereinigten K\u00f6nigreich m\u00fcssten eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden und Ressourcen zur Verf\u00fcgung stehen.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1779267972000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1779354386540)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}