{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263424,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263424,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3424","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie entwickelt sich die PFAS-Belastung und die gesundheitlichen Folgen f\u00fcr kommende Generationen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat antwortet auf die Frage&nbsp;26.7093, dass verschiedene PFAS unterschiedlichste Risikopotentiale f\u00fcr die menschliche Gesundheit h\u00e4tten. Tats\u00e4chlich wurden weniger als 1% aller PFAS auf ihre gesundheitlichen Risiken untersucht. Die Stoffe stellten sich jedoch fast alle als chronisch giftig heraus. Das legt laut Wissenschaft nahe, dass die Mehrheit der Stoffe, die durch mindestens eine vollst\u00e4ndig fluorierte Methyl- (-CF3) oder Methylen-Gruppe (-CF2) definiert sind, der Gesundheit schaden.</p><p>&nbsp;</p><p>Offenbar birgt insbesondere die chronische Belastung durch PFAS-Risiken: Werden \u00fcber Jahre hinweg stets geringe Mengen aufgenommen, etwa via Nahrung oder Trinkwasser, k\u00f6nnen Sch\u00e4den&nbsp;entstehen.</p><p>Im Bericht zum Postulat 22.4585 h\u00e4lt der Bundesrat fest, dass bei mehr als der H\u00e4lfte der Erwachsenen in Europa die gesundheitlich unbedenkliche Menge an PFAS im K\u00f6rper bereits \u00fcberschritten ist. Daten aus der Schweiz zeigen: Bei 41% der geb\u00e4rf\u00e4higen Frauen liegt die PFAS-Konzentration im Blut \u00fcber dem Wert f\u00fcr m\u00f6gliche sch\u00e4dliche Folgen bei S\u00e4uglingen. Bei einem Hobby-Fischer am Zugersee \u00fcberschritten die PFAS im Blut den geltenden Grenzwert offenbar um das 77-fache!</p><p>&nbsp;</p><p>Die Exposition gegen\u00fcber PFAS, via Nahrung und Wasser, ist bei Kleinkindern und Kindern offenbar rund zweimal so hoch wie bei Erwachsenen. Darum haben Schweden, Norwegen und D\u00e4nemark f\u00fcr Trinkwasser PFAS-Grenzwerte festgelegt, die sich am K\u00f6rpergewicht von Kleinkindern orientieren und viel tiefer sind als die der Schweiz.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Was sind die PFAS-Grenzwerte in den oben genannten L\u00e4ndern und was w\u00fcrde es f\u00fcr die Trinkwasserversorgung bedeuten, wenn sie in der Schweiz eingef\u00fchrt w\u00fcrden?<br>&nbsp;</li><li>Ist davon auszugehen, dass heute geborene Kinder im Laufe ihres Lebens mehr PFAS aufnehmen als die Generationen davor und weshalb?<br>&nbsp;</li><li>Ist davon auszugehen, dass die gesundheitliche Belastung durch PFAS noch lange nach einer Regulierung an der Quelle, inkl. einem allf\u00e4lligen Verbot, andauern oder gar zunehmen w\u00fcrde und weshalb?<br>&nbsp;</li><li>Was empfiehlt der Bundesrat besorgten Eltern, welche die PFAS- Belastung ihrer Kinder minimieren wollen?<br>&nbsp;</li><li>Jetzt wo das Schweizer Humanbiomonitoring-Projekt gestrichen wurde, wie will er k\u00fcnftig messen, ob die versprochenen Massnahmen tats\u00e4chlich zu einer Reduktion der gesundheitlichen Belastung f\u00fcr Menschen f\u00fchren?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>1. Die H\u00f6chstwerte f\u00fcr per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) in Trinkwasser liegen in Schweden bei 0,1 \u00b5g/l f\u00fcr den EU-Parameter \u00abSumme der PFAS\u00bb (PFAS-20) und bei 0,004&nbsp;\u00b5g/l f\u00fcr die Summe der folgenden vier PFAS (PFAS-4): PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS. </p><p>In Norwegen gilt ein H\u00f6chstwert von 0,004 \u00b5g/l f\u00fcr PFAS-4. Die PFAS-H\u00f6chstwerte in D\u00e4nemark liegen bei 0,1&nbsp;\u00b5g/l f\u00fcr den erweiterten Parameter PFAS-20, sowie bei 0,002&nbsp;\u00b5g/l f\u00fcr PFAS-4. </p><p>Basierend auf Daten einer Trinkwasserkampagne der Kantone w\u00fcrde die in der Schweiz geplante Einf\u00fchrung des EU-Parameters PFAS-20 mit H\u00f6chstwert von 0,1 \u00b5g/l bei nur einem Prozent der Wasserversorgungen zu Beanstandungen f\u00fchren. Ein PFAS-4-H\u00f6chstwert von 0,004 \u00b5g/l respektive 0,002 \u00b5g/l w\u00fcrde 18 bzw. 26 Prozent der Wasserversorgungen betreffen.</p><p><strong>&nbsp;</strong></p><p>2. und 3. PFOS und PFOA sind Verbindungen, die in protein- und fettreichen Lebensmitteln und im menschlichen Serum dominieren. Der H\u00f6hepunkt der menschlichen Belastung durch diese Stoffe wurde in Westeuropa vermutlich bereits in den 1990er bis in den fr\u00fchen 2000er Jahren erreicht. Seither zeigen die Konzentrationen tendenziell einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Trend. Andere PFAS-Konzentrationen hingegen stiegen und steigen im menschlichen Serum noch an, das allerdings auf einem deutlich tieferen Niveau. Wie die Situation in der Schweiz einzusch\u00e4tzen ist, bleibt aber aufgrund mangelnder Humanbiomonitoring-Daten zu PFAS derzeit unklar. Eine Regulierung an der Quelle d\u00fcrfte die gesundheitliche Belastung durch PFAS langfristig reduzieren. Wegen der hohen Umweltpersistenz und den teilweise langen Halbwertszeiten im Menschen w\u00fcrde das nicht sofort passieren. Sinkende Konzentrationen in der Umwelt sind nur durch aktive Sanierungen oder durch eine r\u00e4umliche Verlagerung der Belastungen, etwa in Ozeane oder tiefere Boden\u2011 und Sedimentschichten, zu erwarten.</p><p>&nbsp;</p><p>4. &nbsp;Der Bundesrat empfiehlt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung mit einer breiten Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Mit Verzicht auf die Schweizer Gesundheitsstudie im Fr\u00fchling 2025 ist zur Zeit von Bundesseite kein nationales langfristiges Humanbiomonitoring geplant. Durch ein Umweltmonitoring \u2013 zum Beispiel die nationale Grundwasserbeobachtung (NAQUA) \u2013 kann jedoch \u00fcberwacht werden, ob die Massnahmen wirken. Damit k\u00f6nnen indirekt auch R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Belastungssituation des Menschen gezogen werden.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779235200000)\/","SubmittedBy":"Weichelt Manuela","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1779267860000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1781866412943)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Umwelt|Gesundheit"}}