{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263436,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263436,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3436","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Steuerschlupfl\u00f6cher schliessen mit automatischem Informationsaustausch f\u00fcr Konten im Inland","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz existiert heute kein automatischer Informationsaustausch (AIA) f\u00fcr Konten im Inland. Der automatische Informationsaustausch mit dem Ausland, der seit 2017 in Kraft ist, f\u00fchrte dazu, dass im Rahmen der einmaligen Steueramnestie Schwarzgelder von 35 Milliarden Franken ans Licht kamen, die zuvor nicht deklariert wurden.1 Es kann davon ausgegangen werden, dass die Situation im Inland \u00e4hnlich aussieht, vor allem bei den obersten 1%, die heute 42% der gesamten Verm\u00f6genswerte auf sich vereinen.2 Der Lausanner \u00d6konom Marius Br\u00fclhart sch\u00e4tzt, dass in der Schweiz Verm\u00f6gen in der H\u00f6he von 400 Mia. Franken vor dem Fiskus versteckt werden.3 Das w\u00e4ren ungef\u00e4hr 60% des Bruttoinlandprodukts. Angesichts der finanziellen Herausforderungen, vor denen der Bund, aber auch viele Kantone stehen, erscheint das Stopfen von Steuerschlupfl\u00f6chern als ein dringliches Anliegen.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass die obersten 1% der Verm\u00f6genden in der Schweiz einen signifikanten Teil ihres Verm\u00f6gens aktuell nicht deklarieren?</p><p>2. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass Bund und Kantone mit der Einf\u00fchrung eines Registers f\u00fcr wirtschaftlich Berechtigte im Rahmen des neuen \u00abGesetzes \u00fcber die Transparenz juristischer Personen\u00bb (TJPG) \u00fcber ausreichende Informationen verf\u00fcgen, um zu verhindern, dass verm\u00f6gende Personen Teile ihres Verm\u00f6gens in komplizierten Firmenstrukturen platzieren (zum Beispiel Holdinggesellschaften), um kantonale Verm\u00f6genssteuern zu umgehen?</p><p>3. Welche Informationsaustausch-Mechanismen und Steuertransparenz-Massnahmen m\u00fcssten auf Bundesebene eingef\u00fchrt werden, um bei einer allf\u00e4lligen Einf\u00fchrung einer Bundesverm\u00f6genssteuer deren Einnahmenpotential auch tats\u00e4chlich aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen?</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><sub>1 </sub><a href=\"https://www.taxobservatory.eu/publication/the-compliance-effects-of-the-automatic-exchange-of-information-evidence-from-the-swiss-tax-amnesty/\"><sub>https://www.taxobservatory.eu/publication/the-compliance-effects-of-the-automatic-exchange-of-information-evidence-from-the-swiss-tax-amnesty/</sub></a></p><p><sub>2 Mart\u00ednez, I. Z., Marti, S. &amp; Scheuer, F. (2025). Der Einfluss von Verm\u00f6genssteuern auf die Verm\u00f6gensverteilung in den Schweizer Kantonen, 1969-2018. Social Change in Switzerland, N\u00b040. doi: 10.22019/SC-2025-00002</sub></p><p><sub>3 https://x.com/Marius_Brulhart/status/1851351628877595122 (29.10.2024)</sub></p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li>Der Bundesrat hat aufgrund des naturgem\u00e4ss verborgenen Charakters der Steuerhinterziehung keine Kenntnis \u00fcber deren Ausmass im Status quo. Es ist demnach auch unklar, wie hoch der undeklarierte Anteil bei sehr verm\u00f6genden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ausf\u00e4llt und ob dieser tats\u00e4chlich signifikant ist. Gewisse Hinweise lassen sich \u00fcber den Umweg von Steueramnestien gewinnen. Untersuchungen zu verschiedenen Staaten hierzu deuten darauf hin, dass sehr verm\u00f6gende Personen eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit aufweisen, sich selbst anzuzeigen als weniger verm\u00f6gende. Allerdings kommt eine Untersuchung f\u00fcr die Schweiz auch zu dem Schluss, dass die im Rahmen der straflosen Selbstanzeige nach Schweizer Recht offengelegten Verm\u00f6gensanteile gleichm\u00e4ssiger \u00fcber die Verm\u00f6gensklassen verteilt sind als in anderen Staaten.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"2\"><li>Das Bundesgesetz \u00fcber die Transparenz juristischer Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen (TJPG, siehe BBl 2025 2900) sieht keinen Zugang der Steuerbeh\u00f6rden zum Transparenzregister im Rahmen des Veranlagungsverfahrens vor. Der Zugang der Steuerbeh\u00f6rden beschr\u00e4nkt sich auf den Bereich des Verwaltungsstrafrechts und die internationale steuerliche Amtshilfe (Art.&nbsp;26 Abs. 1 Bst. a und c TJPG). Der Bundesrat hatte urspr\u00fcnglich die Nutzung des Registers durch die Steuerbeh\u00f6rden vorgeschlagen, verzichtete jedoch nach der Vernehmlassung wieder auf diesen Zugang.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"3\"><li>In Veranlagungsverfahren der Steuerbeh\u00f6rden bestehen neben den Deklarationspflichten der steuerpflichtigen Personen auch Auskunftspflichten Dritter, wenn die Steuerpflichtigen trotz Mahnung ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen. Diese Auskunftspflicht gilt aber nicht f\u00fcr Dritte, die dem Bankgeheimnis unterstehen (steuerliches Bankkundengeheimnis). Das steuerliche Bankkundengeheimnis gilt auch in den durch die Steuerbeh\u00f6rden gef\u00fchrten Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung. Das bedeutet, dass die Steuerbeh\u00f6rden weder in Veranlagungs- noch in Hinterziehungsverfahren von Banken Ausk\u00fcnfte \u00fcber Steuerpflichtige erhalten k\u00f6nnen. </li></ol><p>&nbsp;</p><p>Im geltenden Recht \u00fcbernimmt die Verrechnungssteuer eine Sicherungsfunktion zu Gunsten der direkten Steuern von Bund und Kantonen. Diese Steuer wird den Steuerpflichtigen nur bei korrekter Deklaration der entsprechenden Einkommensbestandteile zur\u00fcckerstattet. Als weiteres Instrument zur Sicherstellung einer korrekten Besteuerung dient in der Praxis der sogenannte Verm\u00f6gensstandvergleich, bei dem die Steuerbeh\u00f6rden pr\u00fcfen, ob deklarierte Einkommen und das Verm\u00f6gen einer steuerpflichtigen Person zueinander passen.</p><p>&nbsp;</p><p>W\u00fcrde man einen automatischen Informationsaustausch (AIA) im Inland\u2013 analog zum bestehenden internationalen AIA \u2013 einf\u00fchren, w\u00fcrden Schweizer Finanzinstitute den Schweizer Steuerbeh\u00f6rden standardisierte Informationen zu inl\u00e4ndischen Konten und Depots von in der Schweiz steuerpflichtigen Personen \u00fcbermitteln. Dies k\u00e4me einer Aufhebung des steuerlichen Bankkundengeheimnisses f\u00fcr inl\u00e4ndische Steuerpflichtige gleich. Zudem dr\u00e4ngte sich in genereller Weise eine Evaluation des geltenden Systems der Verrechnungssteuer auf, da beide Systeme im Inland einen Sicherungszweck erf\u00fcllen. Der Nationalrat hatte im Dezember 2024 der Parlamentarischen Initiative 24.403, die einen AIA im Inland einf\u00fchren wollte, keine Folge gegeben.</p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779840000000)\/","SubmittedBy":"Zryd Andrea","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1779896857463)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|2446","Category":null,"Modified":"\/Date(1779896864527)\/","SubmissionDate":"\/Date(1773964800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5212,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Steuer"}}