{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263515,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263515,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3515","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Nachhaltigen Schutz der Kulturen im Zuckerr\u00fcbenanbau sicherstellen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die agronomische Forschung im Zuckerr\u00fcbenanbau gezielt zu st\u00e4rken und daf\u00fcr ausreichende und flexibel einsetzbare finanzielle Mittel bereitzustellen. Dabei sind insbesondere folgende Massnahmen umzusetzen:</p><ol><li>F\u00f6rderung praxisorientierter, integrierter Forschungsprojekte (z.B. Monitoring, Sortenpr\u00fcfung, zukunftsf\u00e4hige Pflanzenschutzl\u00f6sungen, digitale Technologien, optimierte Anbausysteme, Zwischenkulturen und Winterbegr\u00fcnungen);</li><li>Erh\u00f6hung der Investitionen in die angewandte agronomische Forschung im Zuckerr\u00fcbenanbau. Gezielte Investitionen in die Forschung, insbesondere in diejenige von Agroscope oder anderen anerkannten Forschungsinstituten, in eine enge Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Praxis und der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette;</li><li>langfristige Unterst\u00fctzung der Schweizerischen Fachstelle f\u00fcr Zuckerr\u00fcbenanbau (SFZ), insbesondere f\u00fcr den Ausbau des Wissens- und Technologietransfers zwischen Forschung, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis, f\u00fcr die St\u00e4rkung der unabh\u00e4ngigen Sortenpr\u00fcfung unter Schweizer Bedingungen und f\u00fcr die F\u00f6rderung integrierter und innovativer Pflanzenschutzstrategien sowie durch die \u00dcbernahme von Analysekosten bei externen Servicedienstleistern.</li></ol><p>&nbsp;</p><p>Eine Minderheit (Bertschy, Amoos, Bendahan, Dobler, Grossen J\u00fcrg, Michaud Gigon, Ryser, Widmer C\u00e9line, Wermuth) beantragt, die Motion abzulehnen.</p>","ReasonText":"<p>Im Oktober 2025 verabschiedete der Bundesrat die neue Grenzschutzl\u00f6sung f\u00fcr Zucker und verl\u00e4ngerte die Einzelkulturbeitr\u00e4ge. Damit wurde ein Teil der Standesinitiativen der Kantone Bern (23.302) und Thurgau (22.322) umgesetzt. Ein zentraler Pfeiler zur langfristigen Sicherung der inl\u00e4ndischen Zuckerproduktion fehlt jedoch weiterhin: eine gezielte und ausreichend finanzierte Forschung.&nbsp;</p><p>Die Sicherstellung eines angemessenen Selbstversorgungsgrades ist von zentraler Bedeutung. Sinkt dieser unter 50 Prozent, reduziert sich der vorgeschriebene Anteil an Schweizer Zucker in verarbeiteten Produkten deutlich, w\u00e4hrend die Verwendung des Schweizer Kreuzes weiterhin m\u00f6glich bleibt. Eine stabile Zuckerr\u00fcbenproduktion setzt jedoch resistente Sorten sowie wirksame und nachhaltige Pflanzenschutzstrategien voraus \u2013 beides ist ohne intensive Forschung nicht erreichbar.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Zuckerr\u00fcbenanbau ist zunehmend durch Krankheiten und Sch\u00e4dlinge bedroht. Dazu z\u00e4hlen insbesondere Pilzkrankheiten wie Cercospora beticola sowie F\u00e4ulniserkrankungen durch Rhizopus spp. infolge von R\u00fcsselk\u00e4ferbefall, aber auch von Insektenvektoren \u00fcbertragene Krankheiten wie SBR (Syndrome basses richesses), Stolbur und vir\u00f6se Vergilbung sowie Sch\u00e4den durch Insekten wie den R\u00fcsselk\u00e4fer selbst. Die krankheits\u00fcbertragenden Zikaden haben sich inzwischen im gesamten Mittelland verbreitet und betreffen auch andere Kulturen wie Kartoffeln und Gem\u00fcse. Klimawandel, der Wegfall wirksamer Pflanzenschutzmittel sowie agrarpolitische Einschr\u00e4nkungen beg\u00fcnstigen diese Entwicklung zus\u00e4tzlich. Es besteht daher ein akuter Bedarf an praxisnaher, integrierter und kultur\u00fcbergreifender Forschung. Fortschritte im Zuckerr\u00fcbenanbau wirken sich positiv auf andere Kulturen aus und umgekehrt. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass k\u00fcnftig weitere Schadorganismen und Krankheiten auftreten werden, die zus\u00e4tzliche Herausforderungen darstellen.</p><p>&nbsp;</p><p>Ziel ist es, zukunftsf\u00e4hige, ganzheitliche und innovative Pflanzenschutzl\u00f6sungen zu entwickeln und in die landwirtschaftliche Praxis umzusetzen, die eine \u00f6kologisch wie wirtschaftlich nachhaltige Schweizer Zuckerr\u00fcbenproduktion sicherstellen. M\u00f6gliche Ans\u00e4tze k\u00f6nnen darin bestehen, konventionelle, risikobehaftete Pflanzenschutzmittel durch umweltvertr\u00e4glichere chemische oder biologische Wirkstoffe zu ersetzen, zuverl\u00e4ssige Prognose- und Fr\u00fcherkennungssysteme f\u00fcr eine gezielte und rechtzeitige Applikation zu entwickeln, das Infektionsrisiko durch andere L\u00f6sungen (z. B. physische Barrieren) zu senken, die effiziente Z\u00fcchtung und Pr\u00fcfung angepasster resistenter Sorten zu f\u00f6rdern, sowie resiliente Anbausysteme zu unterst\u00fctzen (z. B. Mischkulturen).</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Der Bundesrat hat 2024 den Zwischenbericht zur Umsetzung des \u00abAktionsplans Pflanzenschutzmittel\u00bb verabschiedet. Darin sind die reduzierten Risiken im Zusammenhang mit Pestiziden, aber auch gewisse L\u00fccken beim Pflanzenschutz dargestellt. Vor dem Hintergrund einer r\u00fcckl\u00e4ufigen Anzahl zugelassener Wirkstoffe und vermehrt auftretender Schadorganismen hat das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft BLW Anfang 2026 die Strategie f\u00fcr einen nachhaltigen Schutz der Kulturen 2035 entwickelt. Diese beinhaltet zehn Schl\u00fcsselmassnahmen wie etwa eine nationale Plattform f\u00fcr das Monitoring zum Stand der Schutzm\u00f6glichkeiten der Kulturen, die Schaffung von Kompetenz- und Demonstrationsnetzwerken, die F\u00f6rderung robuster Sorten, den Ausbau der biologischen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung und die Vereinfachung des Zulassungsverfahrens von Pflanzenschutzmitteln. </p><p>Die bestehenden Rechtsgrundlagen wie Artikel 77a, 116, 119, 136 und 140 des Landwirtschaftsgesetzes (LwG; SR 910.1), Artikel 12 der Verordnung \u00fcber die landwirtschaftliche Forschung (VLF; SR 915.7) und Artikel 1 der Verordnung \u00fcber die F\u00f6rderung von Qualit\u00e4t und Nachhaltigkeit in der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft (QuNaV; SR 910.16) erm\u00f6glichen die Mitfinanzierung von Projekten f\u00fcr die nachhaltige Ressourcennutzung, die F\u00f6rderung der Pflanzenz\u00fcchtung und Sortenpr\u00fcfung wie auch f\u00fcr die F\u00f6rderung der Qualit\u00e4t und Nachhaltigkeit von Schweizer Produkten. Forschungs\u00adbed\u00fcrfnisse k\u00f6nnen \u00fcberdies in verschiedenen Gef\u00e4ssen von Agroscope (bspw. im Rahmen des Arbeitsprogramms) und vom Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau FiBL (bspw. durch die Versuchsnetzwerke) eingebracht und in Zusammenarbeit mit der Praxis durchgef\u00fchrt werden.</p><p>Mit einem j\u00e4hrlichen Beitrag von rund 60'000 Franken finanziert das BLW zudem die Schweizerische Fachstelle f\u00fcr Zuckerr\u00fcbenanbau, das Kompetenzzentrum f\u00fcr Zuckerr\u00fcbenanbau.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb der Meinung, dass die Zuckerwirtschaft innerhalb des Portfolios der Landwirtschaft bereits \u00fcber hervorragende Rahmenbedingungen verf\u00fcgt. Er appelliert an die Eigenverantwortung der Branchenakteure, aus eigener Kraft neue Initiativen zur Verbesserung der Pflanzengesundheit zu initiieren. Die Instrumente zur Unterst\u00fctzung solcher Initiativen sind grunds\u00e4tzlich vorhanden. </p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1779840000000)\/","SubmittedBy":null,"BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1782209417000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|55","Category":"IV","Modified":"\/Date(1782468628650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1776124800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5213,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft"}}