{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263540,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263540,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3540","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zugang zu Medikamenten und Kosten. Fakten schaffen ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Zahl neuer Medikamente, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) verg\u00fctet werden, hat seit Ende der Corona-Krise weiter zugenommen. 2025 bearbeitete das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) 202 Gesuche f\u00fcr wichtige Anpassungen der Spezialit\u00e4tenliste (SL). Dadurch wurde der Zugang zu 39 neuen Medikamenten und 52 neuen therapeutischen Indikationen erm\u00f6glicht. Um die Versorgungssicherheit zu st\u00e4rken, bewilligte das BAG Preiserh\u00f6hungen f\u00fcr 14 Medikamenten und verzichtete in 120 F\u00e4llen auf Preissenkungen.&nbsp;</p><p>Gleichzeitig versch\u00e4rft sich das internationale Umfeld. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird in den USA intensiv \u00fcber eine st\u00e4rkere staatliche Kontrolle der Medikamentenpreise diskutiert, unter anderem \u00fcber Modelle, welche die in den USA zul\u00e4ssigen Preise explizit an das Preisniveau in Referenzl\u00e4ndern \u2013 darunter auch die Schweiz \u2013 koppeln. F\u00fcr die Schweiz stellt sich damit zunehmend die Frage, wie sich nationale Gesundheitspolitik und Preispolitik und internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit austarieren lassen.&nbsp;</p><p>Denn gleichzeitig sind die Medikamentenkosten deutlich angestiegen. Laut Datenauswertung des BAG haben sie seit 2014 um mehr als 50 Prozent zugenommen: von 5,8 Milliarden Franken auf 9,2 Milliarden Franken im Jahr 2024.&nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat den Zusammenhang zwischen der Umsetzung des Kostend\u00e4mpfungspakets 2 und dem zunehmend schwierigen internationalen Umfeld, insbesondere mit Blick auf US-Preispolitik, Referenzpreismodelle, Handelskonflikte und Versorgungssicherheit? Kann das Paket dazu beitragen, den Zugang zu innovativen Medikamenten zu verbessern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu st\u00e4rken?</li><li>Hat die Schweiz ein grunds\u00e4tzliches Problem mit der Arzneimittelversorgung? Wenn ja: Betrifft dieses Ph\u00e4nomen Generika, \u00e4ltere tiefpreisige Arzneimittel und innovative neue Medikamente in unterschiedlicher Art und Weise?</li><li>Welchen Trend kann man dabei in den letzten 10 Jahren beobachten?</li><li>Wie will der Bundesrat sicherstellen, dass der Zugang zu innovativen Medikamenten gew\u00e4hrleistet bleibt, ohne dass die Pr\u00e4mienzahlerinnen und Pr\u00e4mienzahler noch mehr belastet werden?</li><li>Welche Art von Arzneimittel sind verantwortlich f\u00fcr den Kostenanstieg im Bereich der Medikamente (patentgesch\u00fctzte Arzneimittel, Generika, Biosimilars)?</li><li>Welche Rolle spielt die Einzelfallverg\u00fctung nach Art. 71a-c KVV beim Zugang zu neuen oder noch nicht in der Spezialit\u00e4tenliste aufgenommenen Medikamenten, und wie hat sich deren Bedeutung in den letzten Jahren entwickelt?</li></ol><p>Gem\u00e4ss einer aktuellen Publikation der EFPA Patient W.A.I.T Indicators verliert die Schweiz beim Zugang zu neuen innovativen Medikamenten an Boden. Wie bewertet der Bundesrat den konkreten (Zusatz-)Nutzen solcher innovativen Medikamente und wie w\u00fcrde die Nutzenbewertung aufgrund des rascheren Zugangs zu innovativen Medikamenten (Stichwort Verg\u00fctung ab Tag 0) aussehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. und 4. Das vom Parlament verabschiedete Kostend\u00e4mpfungspaket 2 und die vom Bundesrat daf\u00fcr vorgesehenen Ausf\u00fchrungsbestimmungen zielen darauf ab, den Zugang zu neuen Medikamenten mit hohem medizinischem Bedarf und die Versorgung mit kosteng\u00fcnstigen Medikamenten zu st\u00e4rken. Der Bundesrat nimmt parallel dazu die US-Politik sehr ernst und beobachtet die Entwicklungen aufmerksam. WBF und EDI haben auch deshalb die AG \u00abLifesciences-Standort\u00bb initiiert. Gemeinsam mit der Pharmaindustrie werden dort neben standortf\u00f6rdernden Massnahmen auch die Medikamentenpreise diskutiert. Die Arbeitsgruppe hat den Auftrag, die gegenw\u00e4rtigen Rahmenbedingungen in der Schweiz f\u00fcr die Entwicklung der Lifesciences und der pharmazeutischen Industrie zu analysieren. In einem umfassenden Ansatz soll sie alle Faktoren untersuchen, die den Wirtschaftsstandort Schweiz f\u00fcr diese Branchen beeinflussen. Sie soll die wichtigsten Herausforderungen identifizieren und konkrete Vorschl\u00e4ge zu deren Bew\u00e4ltigung formulieren unter Ber\u00fccksichtigung der Grunds\u00e4tze der Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitspolitik des Bundesrats. Zudem formuliert sie L\u00f6sungen f\u00fcr die Herausforderungen, vor die die US-Politik die Schweiz stellt. Dabei achtet sie soweit m\u00f6glich darauf, die Belastung der Pr\u00e4mien zahlenden nicht zu erh\u00f6hen. Die Arbeitsgruppe wird den beiden Departementen noch im laufenden Jahr Bericht erstatten. Empfehlungen der Arbeitsgruppe betreffend Kostend\u00e4mpfungspaket 2 k\u00f6nnen vom Bundesrat im Rahmen der Ausf\u00fchrungsbestimmungen ber\u00fccksichtigt werden. </p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Gem\u00e4ss der letztmals im Mai 2026 aktualisierten W.A.I.T.-Studie des europ\u00e4ischen Pharmaverbands EFPIA f\u00fcr die Jahre 2021-2024 ist die Schweiz bei der Verg\u00fctung immer noch zweitschnellstes Land in Europa. Bei der Verf\u00fcgbarkeit der Medikamente hat sie sich verbessert. Und es sind auch mehr Medikamente verf\u00fcgbar als im Vorjahr. In der W.A.I.T.-Studie fehlen indes Angaben zum klinisch relevanten Zusatznutzen oder zum medizinischen Bedarf der ber\u00fccksichtigten neuen Medikamente. Internationale Analysen zeigen jedoch, dass bei weniger als der H\u00e4lfte der neuen Arzneimittel ein moderater oder hoher klinisch relevanter Zusatznutzen vorliegt (u.a. Egliman et al. JAMA 2023;329;(15) oder Hediger et al. JCO Oncol Pract 2026). Vor diesem Hintergrund sollte auch die W.A.I.T.-Studie betrachtet werden: Nicht alle neu zugelassenen Medikamente sind automatisch innovativ und decken einen hohen medizinischen Bedarf. F\u00fcr die provisorische Verg\u00fctung ab \u00abTag 0\u00bb ist vorgesehen, dass Experten und Expertinnen der Eidgen\u00f6ssischen Arzneimittelkommission (EAK) und das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) den medizinischen Bedarf, den erwarteten Nutzen und die verf\u00fcgbare Evidenz beurteilen. Die spezifischen Beurteilungskriterien und deren Gewichtung werden analog zu den Nutzenbewertungskriterien f\u00fcr die Aufnahme in die Spezialit\u00e4tenliste (SL) gemeinsam mit Einbezug der EAK entwickelt sowie im Anschluss im SL-Handbuch publiziert.</p><p>&nbsp;</p><p>2. \u2013 3. und 6. Die Schweiz hat eine sehr gute Versorgung mit Medikamenten. Lieferengp\u00e4sse betreffen in erster Linie patentabgelaufene, kosteng\u00fcnstige Medikamente. Es handelt sich um ein globales Ph\u00e4nomen, das in den letzten Jahren weltweit zugenommen hat. Der Bundesrat nimmt diese Entwicklung ernst und hat vor diesem Hintergrund auch einen Gegenvorschlag zur Initiative \u00abJa zur medizinischen Versorgungssicherheit\u00bb beschlossen. Die Schweiz ist im patentabgelaufenen Bereich mit im Vergleich zum Ausland hohen Preisen einerseits wirtschaftlich interessant, andererseits schm\u00e4lern der kleine Markt und die separat erforderliche Zulassung die Attraktivit\u00e4t. Obwohl die Schweiz bei neuen Medikamenten rasche Zulassungs- und Verg\u00fctungsverfahren kennt, nimmt die Zeitspanne bis zur Einreichung bei Swissmedic und danach beim BAG seit 10 Jahren zu. Sorge bereitet dem Bundesrat daher insbesondere die zeitliche Differenz zwischen Zulassung in Europa und der schlussendlichen Verg\u00fctung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) in der Schweiz, welche aufgrund von verz\u00f6gerten Einreichungen der Gesuche durch die Zulassungsinhaberinnen gem\u00e4ss W.A.I.T-Studie auf durchschnittlich 445 Tage markant gestiegen ist. Zu den Ursachen geh\u00f6ren \u2013 neben dem kleinen Markt und der separaten Zulassung \u2013 &nbsp;hohe Preisforderungen der Pharmaunternehmen, die zunehmende Komplexit\u00e4t der Antr\u00e4ge (z.B. Kombinations- und Gentherapien) und zunehmende Unsicherheiten bez\u00fcglich der Evidenz der Daten. Trotzdem stellt der Bundesrat fest, dass die Schweiz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern sehr gut dasteht. Die Einzelfallverg\u00fctung hat insbesondere bei fehlenden Therapiealternativen eine bedeutende Rolle f\u00fcr den Zugang zu neuen Medikamenten und kann die Zeit bis zur Aufnahme in die SL schon vor der Swissmedic-Zulassung \u00fcberbr\u00fccken. Eine erneute Evaluation der Einzelfallverg\u00fctung ist f\u00fcr das Jahr 2027 vorgesehen. Vorher kann der Bundesrat keine Aussagen zu den aktuellen Entwicklungen geben.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Haupttreiber bei den Arzneimittelkosten sind neue patentgesch\u00fctzte Arzneimittel im Bereich von Krebstherapien, Immunsuppressiva, Adipositas und Diabetes sowie ganz allgemein zur Behandlung von seltenen Erkrankungen. Das Preis- und Kostenniveau solcher Therapien ist gem\u00e4ss Arzneimittelreport 2025 von Helsana (www.helsana.ch &gt; Medien &amp; Publikationen &gt; Helsana-Reports &gt; Arzneimittelreport) in den letzten Jahren stark gestiegen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1788912000000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller Damian","BusinessStatus":207,"BusinessStatusText":"In St\u00e4nderat geplant","BusinessStatusDate":"\/Date(1789033493653)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1789635728167)\/","SubmissionDate":"\/Date(1780272000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}