{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263609,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263609,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3609","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"G\u00f6schenen als Verkehrs- und Kulturlandschaftsraum \u2013 Verantwortung des Bundes f\u00fcr eine Gestaltung mit Weitsicht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit der Erschliessung der Sch\u00f6llenen im Mittelalter, durch den Bau der Teufelsbr\u00fccke, wurde der Gotthardpass erstmals durchgehend begeh- und befahrbar. G\u00f6schenen entwickelte sich dadurch zu einem strategisch bedeutenden Zugangsort und Umschlagplatz am n\u00f6rdlichen Eingang dieser zentralen Transitachse. \u00dcber Jahrhunderte hinweg pr\u00e4gten Saumverkehr, sp\u00e4ter Postkutschenverbindungen und schliesslich die grossen Infrastrukturwerke der Moderne \u2013 Gotthardbahn, Nationalstrasse und Strassentunnel \u2013 G\u00f6schenen und seine Umgebung nachhaltig.</p><p>Heute wird dieses einzigartige Zusammenspiel von Geschichte, Landschaft und Verkehr im Strassen- und Siedlungsraum jedoch gestalterisch nur ungen\u00fcgend in Wert gesetzt. Den Eingangsportalen fehlt erkennbarer gestalterischer Wille, der sagenhafte Teufelsstein wirkt verloren, und die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Infrastruktur und Siedlungsraum erscheinen teilweise zuf\u00e4llig und fragmentiert. Der Raum pr\u00e4sentiert sich dadurch eher als Restfl\u00e4che des Verkehrs denn als bewusst gestalteter Ort.</p><p>Kaum ein anderer Ort in der Schweiz verdichtet die Epochen der Verkehrsentwicklung so eindr\u00fccklich auf engstem Raum: von historischen Weganlagen \u00fcber ingenieurtechnische Meisterwerke bis hin zu heutigen Transitachsen von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Sch\u00f6llenen mit ihren markanten Felsw\u00e4nden und der dramatischen Linienf\u00fchrung ist dabei nicht nur Verkehrsweg, sondern auch ein Kultur- und Landschaftsraum von aussergew\u00f6hnlicher Pr\u00e4gung.</p><p>Diese besondere Qualit\u00e4t betrifft nicht nur den Zugang ins Urserntal, sondern ebenso das Dorf G\u00f6schenen selbst. Es ist \u00fcber Generationen hinweg vom Transit gepr\u00e4gt worden und zugleich mit dessen r\u00e4umlichen und funktionalen Auswirkungen umgegangen \u2013 und hat sich dabei stets als eigenst\u00e4ndiger Ort behauptet.</p><p>Gerade hier liegt eine Chance: Mit einer sorgf\u00e4ltigen Planung kann dieser Raum nicht nur funktional weiterentwickelt, sondern als identit\u00e4tsstiftender Verkehrs- und Kulturlandschaftsraum sichtbar gemacht werden \u2013 als Ausdruck einer bewussten und qualit\u00e4tsvollen Planung des Bundes.</p><p>Die besondere Situation G\u00f6schenens als Tor zum Urserntal und als Scharnier zwischen Alpenraum und Unterland soll dabei umfassend ber\u00fccksichtigt werden. Sie er\u00f6ffnet auch Potenziale f\u00fcr erg\u00e4nzende Nutzungen im Bereich Tourismus und Hotellerie und kann von der weiteren Entwicklung des Urserntals sowie der Verkehrsdrehscheibe profitieren.</p><p>Die neue Verkehrsdrehscheibe mit dem bestehenden Bahnhofareal liegt zudem abseits des Dorfkerns. Dies erfordert besondere Anstrengungen, um funktionale und r\u00e4umliche Verbindungen zwischen Bahnhof und Dorf zu st\u00e4rken und die verschiedenen Raumteile besser miteinander zu verkn\u00fcpfen.</p><p>Die St\u00e4rkung der Identit\u00e4t des Ortes durch gezielte, sorgf\u00e4ltige und zur\u00fcckhaltende Interventionen ist dabei zentral. Insbesondere den Eingangssituationen der D\u00f6rfer sowie den Siedlungsr\u00e4ndern ist besondere Beachtung zu schenken.</p><p>Mit den aktuellen und geplanten Infrastrukturvorhaben des Bundes \u2013 insbesondere im Zusammenhang mit der zweiten R\u00f6hre des Gotthard-Strassentunnels sowie weiteren Anpassungen im Strassenraum \u2013 werden wichtige Voraussetzungen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Verkehrsentwicklung geschaffen. Diese Projekte sind von grosser Bedeutung und sollen nicht verz\u00f6gert werden. Gleichzeitig er\u00f6ffnet sich die Chance, sowohl G\u00f6schenen als auch den \u00dcbergang in die Sch\u00f6llenen und ins Urserntal als zusammenh\u00e4ngenden Raum mit hoher gestalterischer Qualit\u00e4t und klarer Identit\u00e4t weiterzuentwickeln.</p><p><br>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ganzheitliche Betrachtung von Verkehrs- und Siedlungsraum<br>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass bei der Umsetzung der laufenden Infrastrukturprojekte im Raum G\u00f6schenen sowohl die Qualit\u00e4t des Dorfes als Lebensraum als auch die landschaftliche und historische Bedeutung des Verkehrsraums angemessen ber\u00fccksichtigt werden?</p><p>2. Testplanung als erg\u00e4nzendes Instrument<br>Ist der Bundesrat bereit zu pr\u00fcfen, ob eine ergebnisoffene Testplanung (gemeinsam mit dem Kanton Uri und der Gemeinde G\u00f6schenen) f\u00fcr den Raum G\u00f6schenen\u2013Sch\u00f6llenen inklusive der Tunnelportale als erg\u00e4nzendes Instrument eingesetzt werden kann, ohne den Fortschritt der laufenden Projekte zu behindern?</p><p>3. Mitwirkung und Mitfinanzierung des Bundes<br>Ist der Bundesrat bereit, sich im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeit als Eigent\u00fcmer der Nationalstrassen an weiterf\u00fchrenden planerischen und gestalterischen Prozessen zu beteiligen und diese auch finanziell zu unterst\u00fctzen?</p><p>4. Verkehrlicher Kulturraum im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Bundes<br>Welche M\u00f6glichkeiten sieht der Bundesrat, im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeit als Eigent\u00fcmer der Nationalstrassen und im Zusammenspiel mit den laufenden Infrastrukturprojekten, den Raum G\u00f6schenen\u2013Sch\u00f6llenen als bedeutenden Verkehrs- und Kulturlandschaftsraum aufzuwerten und insbesondere die Schweizer Verkehrsgeschichte \u2013 insbesondere im Kontext von Gotthardstrasse, Gotthardbahn und den weiteren historischen Infrastrukturen \u2013 st\u00e4rker r\u00e4umlich sichtbar und erlebbar zu machen und damit die historische Bedeutung dieses Verkehrsraums weiterzuentwickeln?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Z'graggen Heidi","BusinessStatus":202,"BusinessStatusText":"Eingereicht","BusinessStatusDate":"\/Date(1781049600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|48|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1782463519167)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781049600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Verkehr|Raumplanung und Wohnungswesen"}}