{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263644,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263644,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3644","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Unicef Report Card 20. Chancengerechtigkeit in der Schweiz nicht gew\u00e4hrleistet","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Mai 2026 wurde die neue \"UNICEF Report Card 20\" zur Situation von Kindern in wohlhabenden L\u00e4ndern ver\u00f6ffentlicht. Untersucht wurde z.B., warum es Kindern trotz Wohlstand besser oder schlechter geht oder inwiefern sich Ungleichheit auf die Lebenszufriedenheit, schulische Kompetenzen und Gesundheit auswirkt.<br>Insgesamt wird der Schweiz zwar ein gutes Zeugnis ausgestellt, die Studie zeigt aber auch, dass sich \u00f6konomische Ungleichheiten in allen Bereichen auf das Leben von Kindern auswirken. Kinder aus wirtschaftlich benachteiligten Verh\u00e4ltnissen weisen tendenziell eine schlechtere physische Gesundheit und schulische Leistungen auf, ausserdem haben sie ein geringeres psychisches Wohlbefinden. Zudem hat die Kinderarmut im Vergleich zu den weiteren OECD-Staaten mit mehr als 10% \u00fcberdurchschnittlich zugenommen. Die ungleichen Startchancen von Kindern beginnen schon h\u00e4ufig direkt nach der Geburt. Die Schweiz investiert dabei im internationalen Vergleich sehr wenig in die Fr\u00fchkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung. Ausserdem gelang es nicht, Kinderarmut in den letzten zehn Jahren zu reduzieren. Das alles stellt die Chancengerechtigkeit sowie die Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen grunds\u00e4tzlich in Frage. Aus diesem Grund bitte ich den Bundesrat zur Beantwortung folgender Fragen:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Resultate des Reports? Welchen Handlungsbedarf sieht er in Bezug auf die Resultate der Studie grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Chancengerechtigkeit und Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen?</li><li>Die Lebenszufriedenheit ist zwar \u00fcberdurchschnittlich hoch, korreliert aber stark mit dem Einkommen. Die Platzierung ist im Bereich \u00abmental health\u00bb vergleichsweise schlecht, das \u00e4ussert sich z.B. in einer hohen Suizidrate. Welchen Handlungsbedarf sieht der Bundesrat in der Verbesserung der psychischen Gesundheit \u2013 insbesondere auch f\u00fcr einkommensschw\u00e4chere Familien?</li><li>Es geht aus dem Report deutlich hervor, dass es je nach verf\u00fcgbarem Einkommen sehr viel schlechter um die physische Gesundheit steht. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um diese grosse L\u00fccke zu schliessen?&nbsp;</li><li>Welche Massnahmen hat der Bundesrat zur Bek\u00e4mpfung von Kinderarmut und der sozio\u00f6konomischen Ungleichheit bereits ergriffen? Wird er dieses Thema in die Armutsstrategie einfliessen lassen und konkrete Massnahmen daraus ableiten?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat hat die Ergebnisse der UNICEF Report Card 20 zur Kenntnis genommen. Die aufgezeigten Zusammenh\u00e4nge zwischen sozio\u00f6konomischen Unterschieden, Gesundheit, Wohlbefinden und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen best\u00e4tigen Erkenntnisse aus nationalen Analysen, insbesondere dem Nationalen Armutsmonitoring (<a href=\"http://www.armutsmonitoring.ch\"><u>www.armutsmonitoring.ch</u></a>) sowie dem Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zu gesundheitlichen Ungleichheiten in der Schweiz aus dem Jahr 2025 (<a href=\"http://www.obsan.ch\"><u>www.obsan.ch</u></a> &gt; Publikationen). Chancengerechtigkeit, Lebenszufriedenheit und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sind f\u00fcr den Bundesrat wichtige Anliegen; entsprechende Herausforderungen sind erkannt. Die Erkenntnisse aus diesen Berichten werden entsprechend in die Erarbeitung von nationalen Strategien zur Kinder- und Jugendpolitik (Po. 25.3139 Bulliard-Marbach \u00abNationale Strategie f\u00fcr Kinder und Jugendliche\u00bb, gleichlautende Postulate 25.3332 Fehr D\u00fcsel, 25.3333 Rosenwasser, 25.3334 Christ und 25.3335 [Fivaz Fabien] Brenzikofer \u00abNationale Strategie f\u00fcr Kinder- und Jugendpolitik\u00bb) sowie zur Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung von Armut in der Schweiz (Mo. 23.4450 Revaz \u00abBek\u00e4mpfung der Armut durch die Verl\u00e4ngerung des Pr\u00e4ventionsprogramms und die Verabschiedung einer nationalen Strategie\u00bb) einfliessen.</p><p>&nbsp;</p><p>2 und 3. Die St\u00e4rkung der psychischen Gesundheit ist ein Schwerpunkt der nationalen Strategien \u00abPr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten\u00bb und \u00abSucht\u00bb, die der Bund gemeinsam mit Kantonen und weiteren Partnern umsetzt, mit besonderem Fokus auf Kinder und Jugendliche. Aktuell laufen die Arbeiten an einer themen\u00fcbergreifenden Strategie, welche die bestehenden Strategien ab 2029 abl\u00f6sen wird. Zudem setzt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) seit 2016 gemeinsam mit den Partnern den Nationalen Aktionsplan Suizidpr\u00e4vention um, der unter anderem die St\u00e4rkung pers\u00f6nlicher und sozialer Ressourcen sowie die gezielte Unterst\u00fctzung von Personen mit erh\u00f6hten Risikofaktoren vorsieht.</p><p>Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert das BAG gemeinsam mit der Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz und den Kantonen familienzentrierte Angebote, um insbesondere Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterst\u00fctzen, Eltern zu begleiten und ihre Ressourcen sowie Erziehungskompetenzen zu st\u00e4rken. Zudem unterst\u00fctzt die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz \u00fcber die Kantonalen Aktionsprogramme und weitere Projekte Kantone und Fachpersonen mit Grundlagen, Instrumenten und Angeboten. </p><p>Diese Massnahmen tragen dazu bei, die gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu st\u00e4rken und Unterschiede bei der psychischen und physischen Gesundheit zu verringern.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Der Fokus von Massnahmen des Bundes zur Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung von Kinder- und Familienarmut liegt derzeit auf der Erarbeitung von Wissensgrundlagen und der strategischen Koordination entsprechender Aktivit\u00e4ten. Kinder- und Familienarmut bildet einen Schwerpunkt der Plattform gegen Armut, die der Bund seit 2014 gemeinsam mit Kantonen, St\u00e4dten, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft betreibt. Im Zentrum stehen dabei die F\u00f6rderung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen sowie die bereichs- und institutionen\u00fcbergreifende Abstimmung von Massnahmen zur Verringerung von Familienarmut. Die nationale Armutsstrategie wird sich im Rahmen der geschilderten verfassungsrechtlichen Zust\u00e4ndigkeiten mit der Situation von Kindern und Familien in Armut befassen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1786492800000)\/","SubmittedBy":"Schl\u00e4fli Nina","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1786530292000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1786718815183)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781481600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}