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Auswirkungen der aktuellen Kreditscoring-Praktiken auf die Rechte der Betroffenen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine k\u00fcrzlich von der F\u00e9d\u00e9ration Romande des Consommateurs durchgef\u00fchrte Umfrage best\u00e4tigt, dass Bonit\u00e4tsausk\u00fcnfte immer noch eine sehr undurchsichtige T\u00e4tigkeit sind. Die privaten Unternehmen, die pers\u00f6nliche Daten zur Kreditw\u00fcrdigkeit vermarkten, verteidigen ihr Gesch\u00e4ftsgeheimnis beharrlich. So ist es in der Regel nicht m\u00f6glich, den Ursprung der Daten genau zu ermitteln (es werden nur Kategorien kommuniziert) oder zu wissen, wie viele Daten f\u00fcr die Berechnung eines Score-Werts erforderlich sind (oder ob eine einzige Angabe gen\u00fcgt).&nbsp;</p><p>Die Umfrage hat insbesondere gezeigt, dass eine Person ohne Betreibungen und ohne jegliche negative \u00abZahlungserfahrungen\u00bb mit einem mittleren Score bewertet sein kann.</p><p>&nbsp;</p><p>Ein schlechter Score-Wert kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen haben. So kann ihnen etwa der Abschluss von Vertr\u00e4gen in verschiedenen Bereichen (Kauf-, Kredit-, Mietvertr\u00e4ge usw.) verweigert werden \u2013 teilweise ohne dass sie die Gr\u00fcnde daf\u00fcr kennen. Denn oft wissen sie nicht, dass ihre Daten f\u00fcr die Berechnung eines solchen Scores verwendet wurden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li><p>Ist es seiner Einsch\u00e4tzung nach angemessen und mit dem Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit vereinbar, dass private Unternehmen Daten einer Vielzahl von Personen erheben, analysieren und weitergeben, darunter auch von Personen, die keinerlei Bonit\u00e4tsprobleme haben und/oder die noch nie einen Kredit beantragt oder eine Zahlung auf Rechnung verlangt haben?</p><p>&nbsp;</p></li><li><p>Was ist der reale Wert und der Nutzen solcher Score-Werte (abgesehen vom Gewinn f\u00fcr die auf diese T\u00e4tigkeit spezialisierten Unternehmen), wenn niemand nachvollziehen kann, wie sie berechnet werden?</p><p>&nbsp;</p></li><li><p>K\u00f6nnen die betroffenen Personen nach Meinung des Bundesrates alle ihre Datenschutzrechte wirksam geltend machen, wenn sie ja gar keine M\u00f6glichkeit haben, genau zu erfahren, woher die Daten stammen, an wen sie \u00fcbermittelt werden und nach welchen Kriterien oder Grundlagen der Kreditscore berechnet wird?&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></li><li>4.\tWurden bereits Massnahmen ergriffen oder sind solche geplant, um die im Fazit des Berichts vom 10.&nbsp;Oktober 2018 \u00abAnalyse zu den T\u00e4tigkeiten der Wirtschaftsauskunfteien\u00bb (zuhanden des Bundesamtes f\u00fcr Justiz, S.&nbsp;65\u201366) aufgezeigten Transparenzprobleme konkret anzugehen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Michaud Gigon Sophie","BusinessStatus":202,"BusinessStatusText":"Eingereicht","BusinessStatusDate":"\/Date(1781568000000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|1236","Category":null,"Modified":"\/Date(1783351886787)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781568000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Menschenrechte"}}