{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263746,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263746,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3746","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweizer Wissenschaftsverlage in Gefahr","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Entscheid des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) vom 17.&nbsp;Dezember 2025, der auf dessen Website kommuniziert wurde, hat zur Folge, dass sich seine F\u00f6rderung von Buchpublikationen f\u00fcr Open Access auf Forschungsschriften beschr\u00e4nken wird, die aus einem vom SNF finanzierten Projekt hervorgehen, sowie auf Dissertationen und Habilitationen. Zudem begrenzt der SNF seine Verg\u00fctung der Publikationsgeb\u00fchren. Dieser Entscheid sorgt sowohl bei Forschenden als auch bei Verlagen, insbesondere im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften, f\u00fcr grosse Besorgnis.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Der SNF hatte bislang und seit vielen Jahrzehnten den Auftrag, die Finanzierung s\u00e4mtlicher Publikationen von Forscherinnen und Forschern sicherzustellen, insbesondere die Publikation von wissenschaftlichen B\u00fcchern. Dies wird gem\u00e4ss der neuen Regelung ab dem 1.&nbsp;Januar 2027 nicht mehr der Fall sein. Wie bewertet der Bundesrat diesen Entscheid?&nbsp;</li><li>Der SNF erh\u00e4lt j\u00e4hrlich rund 1,4 Milliarden Franken vom Bund, wovon im Jahr 2024 6,2 Millionen Franken f\u00fcr die Publikation von Monographien vorgesehen waren, was weniger als 0,5 Prozent des Budgets des SNF entspricht. Welche Einsparungen erhofft sich der SNF durch diese Sparmassnahme?&nbsp;</li><li>Zahlreiche Forschende hatten Publikationen mit dem F\u00f6rderinstrument \u00abOpen-Access-Buchpublikation\u00bb geplant; dies ist nun nicht mehr m\u00f6glich, insbesondere f\u00fcr einen Teil des wissenschaftlichen Nachwuchses. Kann der Bundesrat absch\u00e4tzen, wie viele Forscherinnen und Forscher infolge des Entscheids des SNF, das Reglement \u00fcber die Open-Access-Publikationsf\u00f6rderung zu \u00e4ndern, keine Publikationsm\u00f6glichkeit mehr haben werden?&nbsp;</li><li>Besonders Nachwuchsforschende m\u00fcssen regelm\u00e4ssig qualitativ hochwertige Arbeiten ver\u00f6ffentlichen, um auf eine Anstellung an einer Universit\u00e4t oder Hochschule hoffen zu k\u00f6nnen. Eine ganze Generation junger Forscherinnen und Forscher (Assistentinnen und Assistenten sowie wissenschaftliche Mitarbeitende, Oberassistentinnen und -assistenten sowie Ma\u00eetres d\u2019enseignement et de recherches) wird Schwierigkeiten haben, Publikationsm\u00f6glichkeiten zu finden. Dies schr\u00e4nkt die Karriereentwicklung der Forschenden ein, insbesondere im Vergleich zur ausl\u00e4ndischen Konkurrenz bei Bewerbungsverfahren. Wie beurteilt der Bundesrat die Auswirkungen dieses Entscheids des SNF auf die Karriereentwicklung des Schweizer Wissenschaftsnachwuchses?&nbsp;</li><li>Die heute f\u00fcr die Verg\u00fctung der Verlagsleistungen geltenden Kostenans\u00e4tze beruhen auf einer zweij\u00e4hrigen Studie, in deren Rahmen die Verlage dem SNF ihre gesamten Produktionskosten und s\u00e4mtliche Rechnungen transparent offengelegt haben. Der SNF hielt im Schlussbericht zur SNF-Studie OAPEN-CH vom April 2018 zur H\u00f6he der Book Processing Charges (BPC) fest: \u00ab<i>Die neue Publikationspolitik st\u00fctzt sich auf die Ergebnisse von OAPEN-CH. <u>Die H\u00f6he der BPC orientiert sich an den durchschnittlichen Herstellungskosten von Open-Access-Monographien</u>. Ihre Ausgestaltung stellt nicht nur auf die Kosten der Verlagsleistungen ab, sondern ber\u00fccksichtigt auch die gestiegenen Anforderungen an die Qualit\u00e4tssicherung und die Metadaten.\u00bb&nbsp;</i>Im Basismodul wurde die BPC-Pauschale daher auf bis zu 15 000 Franken festgelegt<i>.</i> Der Entscheid des SNF vom Dezember 2025, die Verg\u00fctung f\u00fcr Verlagsleistungen auf maximal 12 000 Franken zu reduzieren, steht somit in v\u00f6lligem Widerspruch zu seinen eigenen Aussagen sowie zu den Ergebnissen seiner gemeinsam mit den Verlagen \u00fcber zwei Jahre hinweg durchgef\u00fchrten Studie. Wie erkl\u00e4rt der Bundesrat einen so offensichtlichen Widerspruch?</li><li>Mehrere Schweizer Institutionen, darunter swissuniversities, haben im Rahmen von \u00abRead and Publish\u00bb-Vereinbarungen Abkommen mit grossen ausl\u00e4ndischen Verlagsgruppen geschlossen. In diesem Zusammenhang werden den Verlagen Betr\u00e4ge f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von Open-Access-Artikeln gezahlt; die pro Artikel bezahlten Beitr\u00e4ge belaufen sich auf etwa 2000 Franken und liegen oftmals sogar noch dar\u00fcber. Aufgrund der ge\u00e4nderten Politik des SNF werden zumindest einige Forschende, die ihre B\u00fccher derzeit mithilfe des Open-Access-F\u00f6rderinstruments des SNF ver\u00f6ffentlichen, dies k\u00fcnftig nicht mehr tun k\u00f6nnen. Es besteht die Gefahr, dass sie sich an grosse internationale Verlagsgruppen wenden, um ihre Sammelb\u00e4nde als Sonderausgabe einer Fachzeitschrift zu ver\u00f6ffentlichen. Heute kosten zehn Artikel mit jeweils 30 000 Zeichen, die mit dem derzeitigen F\u00f6rderinstrument des SNF bei einem Schweizer Verlag ver\u00f6ffentlicht werden, 15 000 Franken. Dieselben zehn Artikel w\u00fcrden bei grossen internationalen Verlagsgruppen 20 000 Franken oder mehr kosten. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass diese Kostensteigerung einem verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Ressourcen und den Steuergeldern der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger entspricht?&nbsp;</li><li>Hat der SNF im Vorfeld dieses raschen Kurswechsels die Universit\u00e4ten und Hochschulen oder andere Akteure der Forschungslandschaft, insbesondere die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften oder die Schweizer Verlage selbst, angeh\u00f6rt und sich mit ihnen ausgetauscht?&nbsp;</li><li>Die vom SNF beschlossene \u00c4nderung der Regelung wurde im Dezember 2025 im Zusammenhang mit dem Entlastungspaket 2027 angek\u00fcndigt. Nun, da das Entlastungspaket vom Parlament abgeschw\u00e4cht wurde, sollte der SNF seinen Entscheid nicht noch einmal \u00fcberdenken?</li><li>Die Schweizer Verlage spielen eine \u00e4usserst wichtige Rolle zur Verbreitung wissenschaftlicher Arbeiten, die sich an Schweizer Fachpersonen richten und einen Bezug zur schweizerischen Gesetzgebung oder zu schweizerischen Besonderheiten aufweisen (z. B. im Bereich Rechtswissenschaft, Bildung, Pflege, Soziale Arbeit, Geschichte, Wirtschaft usw.). Dabei \u00fcbernehmen sie eine wichtige Vermittlungsfunktion, die von ausl\u00e4ndischen Verlagen nicht in gleicher Weise wahrgenommen werden kann, um die betroffenen Fachpersonen zu erreichen. Wie beurteilt der Bundesrat die Bedeutung der Arbeit dieser Verlage? Wird der Verlust an Fachgebieten, die \u00fcber Verlage verf\u00fcgen, welche die Forschungsergebnisse an die entsprechenden Fachpersonen vermitteln, nicht die Berufsaus\u00fcbung in diesen Bereichen beeintr\u00e4chtigen? Und wird dadurch nicht auch die Wirkung der an den Hochschulen und Universit\u00e4ten unseres Landes stattfindenden Forschung geschw\u00e4cht?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Chassot Isabelle","BusinessStatus":202,"BusinessStatusText":"Eingereicht","BusinessStatusDate":"\/Date(1781740800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|32|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1784360479137)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781740800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Bildung|Wissenschaft und Forschung"}}