{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263881,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263881,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3881","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Weshalb engagiert sich der Bundesrat nicht f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung Bergkarabachs?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Vor dem Hintergrund der \u00dcberwiesenen Motion 24.4259 und dem fortschreitenden Unrecht, welches der Bev\u00f6lkerung von Bergkarabach angetan wird, bitten wir den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><ol><li>Anerkennt der Bundesrat die Tatsache, dass Bergkarabach als de-facto-Staat zumindest partielle V\u00f6lkerrechtssubjektivit\u00e4t hatte?</li><li>Wie kommt es, dass der Bundesrat mit seiner M\u00f6glichkeit der Guten Dienste mit nichtstaatlichen Vertretern verhandelt, jedoch mit der Begr\u00fcndung einer fehlenden staatlichen Entit\u00e4t nicht mit der Vertretung Bergkarabachs?</li><li>Was tut der Bundesrat im Falle Bergkarabachs, deren Bev\u00f6lkerung mit Gewalt vertrieben wurde, deren Vertreter illegal in Gef\u00e4ngnissen sitzen und dessen jahrtausendaltes Kulturgut mutwillig zerst\u00f6rt wird, f\u00fcr die Einhaltung des V\u00f6lkerrechts?</li><li>Wie gedenkt der Bundesrat seinem Auftrag aus der \u00fcberwiesenen Motion 24.4259 nachzukommen und den Dialog mit Vertretern von Bergkarabach zu suchen?</li></ol>","ReasonText":"<p>2023 flohen nach einer 9-monatigen Blockade und dem Einmarsch Aserbaidschans gegen 120'000 Menschen aus Bergkarabach. Die erzwungene Flucht wird international als ethnische S\u00e4uberung qualifiziert, Festnahmen und Gerichtsurteile der Politiker aus Bergkarabach wurden ohne rechtliche Grundlagen vorgenommen, die Zerst\u00f6rung von Kirchen, Grabst\u00e4tten und Denkm\u00e4ler werden als kultureller Genozid gewertet.&nbsp;</p><p>In der \u00fcberwiesenen Motion 24.4259 wurde der Bundesrat beauftragt, \u00abeinen offenen Dialog zwischen Aserbaidschan und Volksvertretern der Bergkarabach-Armenier zu erm\u00f6glichen\u00bb. In seiner Antwort auf die Frage &nbsp;26.7600, weshalb der Bundesrat nicht mit den Vertreterinnen und Vertretern von Bergkarabach spricht, versteckt sich die Regierung hinter dem Argument, Bergkarabach sei keine staatliche Entit\u00e4t.&nbsp;</p><p>Dem ist zu entgegnen:&nbsp;</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Bergkarabach besass als de-facto-Staat partielle V\u00f6lkerrechtssubjektivit\u00e4t, weshalb der Bundesrat durchaus in der Lage ist, mit seinen Vertretern zu verhandeln.&nbsp;</li><li>Der Bundesrat hat sich wiederholt mit nicht anerkannten Entit\u00e4ten getroffen, wie beispielsweise im Juni 2025, als Bundesrat Ignazio Cassis bei einem offiziellen Besuch den Premierminister und Aussenminister der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde traf.&nbsp;</li><li>Die Schweiz engagierte sich auch zu fr\u00fcheren Zeiten zugunsten der Vermittlung eines Friedens mit nichtstaatlichen Vertretern, wie z.B. den FARC-Rebellen in Kolumbien oder der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung.&nbsp;</li></ul>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im Einklang mit dem V\u00f6lkerrecht betrachtet die Schweiz Bergkarabach als Teil Aserbaidschans. Der Bundesrat teilt daher die Auffassung nicht, dass Bergkarabach \u00fcber eine partielle V\u00f6lkerrechtssubjektivit\u00e4t verf\u00fcgt habe. </p><p>2. und 4. Die Schweiz bietet ihre Guten Dienste an, sofern die betroffenen Parteien dies w\u00fcnschen. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob staatliche oder nichtstaatliche Akteure beteiligt sind. Entscheidend ist das Einverst\u00e4ndnis der Parteien. Im Hinblick auf die Umsetzung der Motion 24.4259 steht das EDA mit Aserbaidschan und Armenien im Austausch. Beide lehnen die Ausrichtung des in der Motion geforderten Forums ab, was beim Besuch des EDA-Vorstehers in Baku am 4. August 2026 erneut best\u00e4tigt wurde. Die Umsetzung der Motion ist daher derzeit nicht m\u00f6glich.</p><p>3. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 24.3876 Sommaruga festhielt, setzt sich das EDA f\u00fcr die sichere freiwillige R\u00fcckkehr von Gefl\u00fcchteten und den Schutz ihrer v\u00f6lkerrechtlich garantierten Rechte ein. Die Schweiz empfahl Aserbaidschan 2023 im Rahmen der allgemeinen regelm\u00e4ssigen \u00dcberpr\u00fcfung des UNO-Menschenrechtsrats, das Recht auf freiwillige R\u00fcckkehr zu gew\u00e4hrleisten sowie kulturelle und religi\u00f6se G\u00fcter zu sch\u00fctzen. Zudem fordert sie faire Gerichtsverfahren und Haftbedingungen im Einklang mit internationalen Normen. Das IKRK besucht Gefangene, \u00fcberpr\u00fcft ihre Behandlung und Haftbedingungen und bringt Anliegen im Rahmen seines vertraulichen Dialogs mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden vor. </p><p>Das EDA begr\u00fcsst die konkreten Schritte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden sowie der Bestrebungen zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1788307200000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller-Altermatt Stefan","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1788337897000)\/","ResponsibleDepartment":3,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDA","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|9","Category":null,"Modified":"\/Date(1788424307880)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781827200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Sicherheitspolitik"}}