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Gef\u00e4hrdung durch Einstellung des DNA-Herkunfts-Checks und zunehmenden Fleischschmuggel","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:<br>1. Wie beurteilt der Bundesrat das Risiko, dass im Zuge der Einstellung des DNA-Checks f\u00fcr Rind- und Kalbfleisch die R\u00fcckverfolgbarkeit geschw\u00e4cht wird?</p><p>2. Welche Alternativen sieht der Bundesrat, um die Herkunftsbestimmung von Schweizer Fleisch weiterhin sicherzustellen?</p><p>3. Welche konkreten Massnahmen ergreift der Bund, um den Fleischschmuggel einzud\u00e4mmen und die korrekte Deklaration sicherzustellen?</p><p>4. Welche erweiterten Massnahmen h\u00e4lt er f\u00fcr angezeigt, um das Inverkehrbringen von illegal importiertem Fleisch als \u00abSchweizer Fleisch\u00bb zu unterbinden?</p><p>5. Sieht der Bundesrat Handlungsbedarf, die Finanzierung oder gesetzliche Verankerung von Herkunftskontrollen (z.\u202fB. DNA-Tests) zu pr\u00fcfen?</p>","ReasonText":"<p>Die Herkunftsdeklaration von Fleisch ist f\u00fcr Konsumentenschutz, Tierwohl und fairen Wettbewerb zentral. Bislang konnte Schweizer Rind- und Kalbfleisch dank des DNA-Herkunfts-Checks von Proviande eindeutig identifiziert werden. Dieses Programm, das seit 2018 Transparenz gew\u00e4hrleistete, wurde Ende 2025 eingestellt. Damit entf\u00e4llt ein wichtiges Instrument zur Absicherung der Herkunft gerade bei hochwertigen Fleischsorten, was das Vertrauen in die Deklaration gef\u00e4hrdet.</p><p>&nbsp;</p><p>Gleichzeitig zeigt sich, dass der Fleischschmuggel ein gravierendes Problem darstellt: Laut Bundesamt f\u00fcr Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) wurden allein im Jahr 2024 rund 208 Tonnen illegal eingef\u00fchrtes Fleisch beschlagnahmt. In den drei Vorjahren summierte sich die Menge auf \u00fcber 500 Tonnen (2022: 120 Tonnen, 2023: 263 Tonnen). Das geschmuggelte Fleisch wird h\u00e4ufig gewerbsm\u00e4ssig, oft ungek\u00fchlt, in kleinen Sendungen \u00fcber die Grenze gebracht und in der Schweiz zu Schweizer Preisen weiterverkauft. Teilweise werden ganze Rinderh\u00e4lften oder Lammprodukte importiert. Um die Herkunft zu verschleiern, kommen Scheinfirmen und gef\u00e4lschte Rechnungen zum Einsatz, sodass dieses Fleisch nicht selten als \u00abSchweizer Fleisch\u00bb deklariert wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Entwicklungen bergen erhebliche Risiken: Konsumenten werden get\u00e4uscht und setzen sich potenziellen Gesundheitsgefahren aus, Schweizer Produzenten geraten in einen unfairen Wettbewerb, und die Glaubw\u00fcrdigkeit der Herkunftsdeklaration wird untergraben. Besonders im Segment Rind- und Kalbfleisch, das preislich und qualitativ eine Schl\u00fcsselrolle spielt, droht durch den Wegfall des DNA-Checks eine empfindliche L\u00fccke in der R\u00fcckverfolgbarkeit.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":202,"BusinessStatusText":"Eingereicht","BusinessStatusDate":"\/Date(1781827200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1783690431467)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781827200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}