{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20263988,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20263988,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.3988","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Einj\u00e4hrige Lernphase. Wie belastbar ist die Wirkungsevaluation des ASTRA?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat den Evaluationsbericht des ASTRA zur einj\u00e4hrigen Lernphase (Art. 22 Abs. 1bis VZV) genehmigt. Der Bericht kommt zum Schluss, die Verkehrssicherheit habe sich \u00abmit hoher Wahrscheinlichkeit\u00bb verbessert. Eine methodische \u00dcberpr\u00fcfung dieses Befunds anhand der im Bericht verwendeten ASTRA-Daten wirft jedoch Fragen auf. Insbesondere liegen die nicht transparent ausgewiesenen unteren Grenzen der 95-%-Konfidenzintervalle um den Faktor 2,8 bis 3,9 unter den in der Sensitivit\u00e4tsanalyse genannten Werten. Dies ist f\u00fcr die verkehrspolitische Beurteilung der Ergebnisse von Bedeutung.</p><ol><li>St\u00fctzt der Bundesrat die Aussage einer Verbesserung der Verkehrssicherheit \u00abmit hoher Wahrscheinlichkeit\u00bb auf den Punktsch\u00e4tzer des Unfallr\u00fcckgangs von 18,3 Prozent oder auf die untere Grenze des 95-%-Konfidenzintervalls? Welche dieser Gr\u00f6ssen ist aus Sicht des Bundesrates f\u00fcr eine solche Aussage statistisch massgebend und weshalb?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den Umstand, dass die untere Grenze des 95-%-Konfidenzintervalls gem\u00e4ss ASTRA lediglich bei \u20134,7 Prozent (selbstverursachte Unf\u00e4lle) beziehungsweise \u20139,5 Prozent (alle Unf\u00e4lle) liegt und damit deutlich unter dem Wert von 18,3 Prozent aus der Sensitivit\u00e4tsanalyse?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Tatsache, dass die amtliche Statistik des BfS f\u00fcr die Jahre 2022 bis 2024 eine anhaltende Pro-Kopf-Fahrleistungsabnahme von 13,2% bis 13,5% gegen\u00fcber 2019 ausweist? Trifft es zu, dass sich der ausgewiesene Sicherheitsgewinn am unteren Ende des Konfidenzintervalls damit vollst\u00e4ndig durch die geringere Fahrleistung erkl\u00e4ren liesse?</li><li>Auf welcher empirischen Grundlage beruht die im Bericht vorgenommene Gleichsetzung einer professionellen Fahrlehrerstunde mit einer Stunde privater Begleitung? Sind dem Bundesrat Studien bekannt, die eine solche qualitative \u00c4quivalenz f\u00fcr die Schweiz belegen?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den im Bericht ausgewiesenen R\u00fcckgang der professionellen Fahrausbildungsstunden von 14,1 auf 12,2 Stunden bei gleichzeitigem Anstieg der privaten Begleitstunden von 27,4 auf 37,5 Stunden vor dem Hintergrund des internationalen Forschungsstands zur Qualit\u00e4t der Laienbegleitung?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, vor weiteren verkehrspolitischen Schlussfolgerungen eine kilometerbasierte Expositionsmessung \u2013 etwa mittels einer zielgruppenspezifischen Auswertung des Mikrozensus Mobilit\u00e4t und Verkehr f\u00fcr Neulenkende \u2013 durchf\u00fchren zu lassen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Evaluation des ASTRA entspricht den geltenden wissenschaftlichen Standards und wurde unabh\u00e4ngig und objektiv durchgef\u00fchrt. Das methodische Vorgehen, s\u00e4mtliche Ergebnisse der Evaluation und die Grenzen der Interpretation der Ergebnisse wurden im Evaluationsbericht sowie dem begleitenden technischen Bericht zur Neuregelung der Lernphase im Rahmen der Fahrausbildung (abrufbar unter www.astra.admin.ch &gt; Dokumentation &gt; Daten und Informationsprodukte &gt; Unfalldaten der Schweiz &gt; Publikationen) transparent, nachvollziehbar und objektiv ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die Fragen der Interpellantin wie folgt:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Der Bundesrat st\u00fctzt seine Aussage einer \u00abhohen Wahrscheinlichkeit\u00bb der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf wissenschaftlich anerkannte statistische Testverfahren. Massgebend sind der effektiv beobachtete R\u00fcckgang der Unfallrate von 18,3 Prozent, wie auch die beiden Grenzen des 95-%-Konfidenzintervalls, welche die Struktur der zugrundeliegenden Daten beschreiben und immer zusammen betrachtet werden m\u00fcssen. </p><p>&nbsp;</p><p>2. Die Konfidenzintervalle liegen vollst\u00e4ndig im negativen Bereich, was deutlich f\u00fcr eine echte Abnahme spricht. Wesentlich wichtiger f\u00fcr die Schlussfolgerung der Evaluation sind aber die unter Punkt 1 angesprochenen Teststatistiken. Diese liefern eine klare Evidenz f\u00fcr eine Abnahme der Unfallrate.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Die angesprochene Statistik des Bundesamts f\u00fcr Statistik BFS weist keine Fahrleistung der Zielgruppe im ersten Jahr nach der praktischen F\u00fchrerpr\u00fcfung aus und l\u00e4sst somit keine f\u00fcr die Evaluation relevanten R\u00fcckschl\u00fcsse zu. </p><p>&nbsp;</p><p>4. und 5. Die Evaluation st\u00fctzt sich bei der Messung der Fahrerfahrung ausschliesslich auf die quantitative Erhebung der Fahrstunden vor und nach Inkrafttreten der Neuregelung der Lernphase. Ziel war es zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die l\u00e4ngere Lernphase zu mehr Fahrerfahrung f\u00fchrt. Dies konnte best\u00e4tigt werden. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass der Erfolg bei der praktischen F\u00fchrerpr\u00fcfung nach Inkrafttreten der Neuregelung tendenziell zugenommen hat. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass sich die bei der praktischen Fahrpr\u00fcfung \u00fcberpr\u00fcfte Fahrkompetenz seit Inkrafttreten der Neuregelung nicht systematisch verschlechtert haben kann.</p><p>&nbsp;</p><p>6. Wie der Bundesrat bereits in der Antwort zur Interpellation 26.3288 Klopfenstein Broggini \u00abVelounfallstatistiken. Weg von irref\u00fchrenden Zahlen\u00bb festgehalten hat, ist eine Ausweitung der heutigen Expositionsmessung im Rahmen des Mikrozensus Mobilit\u00e4t und Verkehr nicht realisierbar.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1787097600000)\/","SubmittedBy":"Suter Gabriela","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1787150235493)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|32|48","Category":null,"Modified":"\/Date(1787150247320)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781827200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Bildung|Verkehr"}}