{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20264033,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20264033,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"26.4033","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wissenschaftlicher Ansatz f\u00fcr die Wolfsregulierung ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Auf welche wissenschaftlichen Studien st\u00fctzt sich der Bundesrat, wenn er geltend macht, dass die proaktive Wolfsregulierung die Sch\u00e4den an den Herden nachhaltig verringert?&nbsp;</li><li>Wie wird angesichts der hohen Abschusszahlen im Rahmen der proaktiven Wolfsregulierung die genetische Vielfalt der W\u00f6lfe in der Schweiz \u00fcberwacht und sichergestellt, wie es Artikel&nbsp;79 der Bundesverfassung verlangt?</li><li>Welche konkreten Massnahmen gew\u00e4hrleisten eine koordinierte Regulierung grenz\u00fcberschreitender Rudel und welche wissenschaftlichen Informationen werden mit den Nachbarstaaten ausgetauscht, um einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber den Zustand der Wolfspopulation zu erhalten?&nbsp;</li><li>Beabsichtigt der Bundesrat, die wissenschaftlichen Kreise in die Revision des Jagdgesetzes einzubeziehen, welche im Anschluss an die vom Parlament angenommenen parlamentarischen Vorst\u00f6sse zum Wolf angek\u00fcndigt wurde? Wenn ja: wann und wie?</li></ol>","ReasonText":"<p>Der Bundesrat verfolgt derzeit eine Politik der proaktiven Wolfsregulierung. Er h\u00e4lt jedoch fest, dass der Wolf eine gesch\u00fctzte Art ist und sein Bestand in der Schweiz erhalten bleiben muss. Die Entwicklung der Wolfspopulationen wird durch nat\u00fcrliche \u00f6kologische Grenzen bestimmt, insbesondere durch den verf\u00fcgbaren Lebensraum und das Nahrungsangebot. N\u00e4hern sich die Populationen ihrer nat\u00fcrlichen Tragf\u00e4higkeit (Raum, Nahrungsverf\u00fcgbarkeit), stabilisieren sich die Fortpflanzungsraten. Umgekehrt k\u00f6nnen starke Eingriffe, wie sie in der Schweiz heute gang und g\u00e4be sind, Ausgleichseffekte ausl\u00f6sen, etwa eine erh\u00f6hte Reproduktion oder eine rasche Wiederbesiedlung freier Reviere.&nbsp;</p><p>Die Bef\u00fcrchtung eines ungebremsten Wachstums der Wolfspopulation ist wissenschaftlich nicht begr\u00fcndet. Beim Wolf ist die Populationsdynamik in erster Linie territorial und sozial gepr\u00e4gt; die Population stabilisiert sich dank der Errichtung abgegrenzter Reviere \u2013 ein Prozess, der sich in einigen Regionen der Schweiz bereits vollzogen hat. Umgekehrt f\u00fchrt die heutige starke Regulierung durch den Abschuss zahlreicher Rudel weniger zu einer Reduktion der Best\u00e4nde als vielmehr zu einer Destabilisierung der Sozialstruktur, begleitet von einer erh\u00f6hten Abwanderung. Aufgrund massiver Eingriffe und zu geringer Best\u00e4nde werden die genetische Vielfalt und damit das langfristige \u00dcberleben der Art weiterhin gef\u00e4hrdet.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Nach dem H\u00f6hepunkt 2022 haben die Sch\u00e4den an Nutztieren abgenommen. Diese Abnahme f\u00e4llt zeitlich mit dem Ausbau der finanziellen Mittel f\u00fcr den Herdenschutz ab 2022 und der Einf\u00fchrung der proaktiven Regulierung ab Dezember 2023 zusammen. Die weitere Entwicklung wird zeigen, wie nachhaltig dieser R\u00fcckgang der Sch\u00e4den ist und in welchem Zusammenhang er mit den erweiterten Eingriffsm\u00f6glichkeiten in die Wolfspopulation steht. </p><p>&nbsp;</p><p>2. Das Monitoring des Wolfsbestandes hat bisher keine Hinweise ergeben, dass dieser genetisch verarmen k\u00f6nnte. W\u00f6lfe wandern weitr\u00e4umig sowohl innerhalb des Landes wie auch \u00fcber die Landesgrenzen hinweg und stellen damit einen genetischen Austausch der Populationen sicher.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Die Schweiz ist Mitglied der Arbeitsgruppe \u00abGrosse Beutegreifer, wildlebende Huftiere und Gesellschaft\u00bb (WISO) der Alpenkonvention (SR 0.700.1). Zudem haben die Kantone mit ihren Nachbarregionen im Ausland gute Kontakte aufgebaut und koordinieren wo m\u00f6glich das Wolfsmanagement.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Das Jagdgesetz (JSG, SR 922.0) soll in zwei Etappen revidiert werden. Zuerst werden die Motionen <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715\"><u>25.3715 Friedli</u></a> und <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549\"><u>25.3549 Broulis</u></a> umgesetzt, die Vernehmlassung zur entsprechenden Revision des JSG dauert bis am 16. Oktober 2026. Danach ist eine umfangreichere Revision des JSG vorgesehen, bei der die betroffenen Stakeholder, darunter die Wissenschaft, einbezogen werden. </p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1787702400000)\/","SubmittedBy":"Clivaz Christophe","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1787738303000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1787911117790)\/","SubmissionDate":"\/Date(1781827200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5214,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}