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Frage","BusinessTypeAbbreviation":"Fra.","Title":"Atomkraft stagniert und verliert den Anschluss - weshalb kommuniziert der Bundesrat irref\u00fchrend?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 19. Februar schrieb Bundesrat R\u00f6sti auf Instagram: \u00abDie Kernenergie gewinnt weltweit an Bedeutung\u00bb. Tats\u00e4chlich ist ihr Anteil an der globalen Stromproduktion seit dem H\u00f6chststand 1996 von 17,5 auf 9 Prozent gesunken, gleichzeitig ist die Produktion von Atomstrom deutlich teurer als bspw. Solarstrom, weshalb weltweit rund zwanzigmal mehr in Erneuerbare investiert als in Kernkraft.&nbsp;<br>Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Ist diese verallgemeinerte Aussage nicht irref\u00fchrend?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p>Zwar ist es zutreffend, dass der globale Ausbau der Kernenergie nach Fukushima im Jahr 2011 eine gewisse Zeit stagnierte. Seit Beginn des Ukrainekriegs vor vier Jahren hat sich die Situation aber grundlegend ver\u00e4ndert. Gem\u00e4ss der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) befinden sich derzeit weltweit 63 Kernkraftwerke im Bau, ein deutliches Zeichen f\u00fcr den erneuten internationalen Ausbauwillen. Zudem sprechen Marktanalysen von einer \u201eNuclear Renaissance\u201c mit bis zu 2200 Milliarden USD an Investitionen und einer m\u00f6glichen Verdopplung der weltweiten Kapazit\u00e4ten bis 2050.</p><p>&nbsp;</p><p>Auch politisch hat die Kernenergie an Gewicht gewonnen: Im Rahmen der europ\u00e4ischen Nuklear-Allianz haben sich 16 L\u00e4nder verpflichtet, bis 2050 den Anteil der Kernenergie im europ\u00e4ischen Strommix um 50 Prozent zu steigern. Schon heute stellt die Kernenergie mit \u00fcber 20 Prozent den gr\u00f6ssten Anteil im EU-Strommix. Dar\u00fcber hinaus haben sich vor zwei Jahren 22 L\u00e4nder, darunter die USA, das Ziel gesetzt, ihre Kernenergieproduktion bis 2050 zu verdreifachen. </p><p>&nbsp;</p><p>Besonders dynamisch entwickelt sich zudem die Technologie der kleinen modularen Reaktoren (SMR). Mehrere grosse US\u2011Technologiekonzerne haben angek\u00fcndigt, substanzielle Investitionen in deren Entwicklung und Bau zu t\u00e4tigen. Das ist ein Hinweis darauf, dass Kernenergie k\u00fcnftig auch neue industrielle Anwendungen und Gesch\u00e4ftsmodelle st\u00e4rken wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund kann die Kernenergie als zuverl\u00e4ssige, grundlastf\u00e4hige, raumschonende und wetterunabh\u00e4ngige Stromquelle einen wichtigen Beitrag leisten, um Versorgungsl\u00fccken zu vermeiden und die Netzstabilit\u00e4t zu st\u00e4rken. 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