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Das Postulat zielt also darauf ab, Namens\u00e4nderungsgesuche im heutigen Sinn, nach der bisherigen Vorschrift, mit diesem Ziel machen zu k\u00f6nnen.</p>\n<p>Wir haben intensiv \u00fcber die Namensgebung und - das wurde gesagt - auch \u00fcber die Best\u00e4ndigkeit des Namens diskutiert. Das schweizerische Recht geht grunds\u00e4tzlich von der Best\u00e4ndigkeit des Namens aus. Nach Artikel 30 Absatz 1 ZGB kann man einen Namen \u00e4ndern, wenn die Regierung des Wohnsitzkantons einer Person diese Namens\u00e4nderung bewilligt, aber nur, wenn wichtige Gr\u00fcnde vorliegen.</p>\n<p>Es gibt eine sehr restriktive Bundesgerichtspraxis zu dieser Frage der Namens\u00e4nderung, die klar davon ausgeht, dass subjektive Gr\u00fcnde, also ein Empfinden eines Namenstr\u00e4gers, einer Namenstr\u00e4gerin, grunds\u00e4tzlich bedeutungslos sind. Es gibt ja verschiedene Entscheide. Unter anderem gibt es einen Entscheid aus dem Jahre 2002, in dem das Bundesgericht festgehalten hat: \"Der Umstand, dass sich die Berufungskl\u00e4gerinnen in ihrem ganzen Denken und F\u00fchlen als Schweizerinnen und nicht als Mazedonierinnen betrachten, beschl\u00e4gt zum einen ihr rein subjektives Empfinden, das zu einer Namens\u00e4nderung grunds\u00e4tzlich nicht Anlass geben kann. Abgesehen davon bleibt unerfindlich, weshalb sie sich nicht auch mit ihrem angestammten Namen Ibrahimi als Schweizerinnen f\u00fchlen k\u00f6nnten, zumal sie ja bisher in der Schweiz aufgewachsen sind, hier die Schule besuchen und daher mit der Kultur und Gepflogenheiten dieses Landes bestens vertraut sind.\" Das ist eine bundesgerichtliche Rechtsprechung, die sich sehr klar und restriktiv h\u00e4lt und insbesondere eben auch von der grunds\u00e4tzlichen Best\u00e4ndigkeit eines Namens ausgeht. Ihre weiter gehende Vision, Frau Fetz, dass auch Schweizerinnen und Schweizer ihren Namen \u00e4ndern k\u00f6nnten, weil sie subjektiv nicht damit zufrieden sind, d\u00fcrfte vor dem Bundesgericht einen etwas schweren Stand haben.</p>\n<p>[PAGE 307] </p>\n<p>Das Bestehen konkreter Nachteile aufgrund eines ausl\u00e4ndischen Namens wurde vom Bundesgericht verschiedentlich verneint, so auch im genannten Fall. Die bundesgerichtliche Argumentation war beispielsweise auch in Bezug auf einen griechischen Namen ganz \u00e4hnlich, wo das Bundesgericht festgehalten hat, dass ein fremdl\u00e4ndischer Name an sich eigentlich nicht einfach negative Assoziationen wecken sollte. Das geht in die Richtung von St\u00e4nderat Gutzwiller, der sagte, dass das ja eigentlich eine Frage der Identifizierung bzw. dann auch der Eingliederung, der Integration in einem Land sei und man gerade in der Schweiz eigentlich mit ausl\u00e4ndischen Namen entsprechend umgehen k\u00f6nnen sollte. </p>\n<p>Vielleicht ist noch darauf hinzuweisen, dass bei Einb\u00fcrgerungen heute gest\u00fctzt auf den westeurop\u00e4ischen Standardzeichensatz und die dazugeh\u00f6rigen Transliterationstabellen eine Angleichung in der Schreibweise der Namen erfolgt. Wenn Sie sich mit einem fremdl\u00e4ndischen Namen einb\u00fcrgern lassen wollen, wird die fremdl\u00e4ndische Schreibweise mithilfe dieser Transliterationstabellen - ich wusste gar nicht, dass es solche Tabellen gibt - an die westeurop\u00e4ische angepasst, sodass man das wenigstens schreiben und auch aussprechen kann. Eine \u00dcbersetzung der Bedeutung des Namens in eine der Landessprachen w\u00fcrde jedoch ein Namens\u00e4nderungsgesuch auf dem ordentlichen Weg, \u00fcber die Regierung, erfordern. Eine Bewilligung nur aus subjektiven Gr\u00fcnden wird vom Bundesgericht - ich habe es Ihnen gesagt - nicht gest\u00fctzt, weil nicht statthaft. Die heutige Situation erlaubt es, die Anliegen des Postulates bereits so weit umzusetzen, wie es auch Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zusteht. Bez\u00fcglich einer \u00c4nderung des geltenden Rechts im Bereich der Namensf\u00fchrung verweise ich auf die derzeitige Haltung des Parlamentes, auf die Diskussion des Nationalrates am 11. M\u00e4rz dieses Jahres. Dort hat man klar daran festgehalten, dass die Best\u00e4ndigkeit des Namens im heutigen Rahmen gelten soll. Man m\u00f6chte also nicht einmal so weit gehen, wie es der Bundesrat vorgeschlagen hat.</p>\n<p>Noch einmal: Es geht beim Integrationsprozess um viel mehr, nicht nur um die Frage der Angleichung von Namen. Ich meine, dass es viel wichtiger ist, dass Benachteiligungen vermieden werden k\u00f6nnen, indem man sensibilisiert ist, indem man eben lernt, auch Personen hinter fremdl\u00e4ndischen Namen als Schweizerinnen und Schweizer bzw. als mit uns lebende Personen zu akzeptieren, und sich auch entsprechend darauf ausrichtet.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte Sie also bitten, das Postulat abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"Eveline","SpeakerLastName":"Widmer-Schlumpf","SpeakerFullName":"Widmer-Schlumpf Eveline","SpeakerFunction":"BR-F","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":18,"CantonName":"Graub\u00fcnden","CantonAbbreviation":"GR","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":6,"Start":"\/Date(1243283197800)\/","End":"\/Date(1243283541347)\/","Function":"BR-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850490487)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243283197800+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243283541347+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98368L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98368L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98368L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98368L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98368L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"98368","Language":"DE","IdSubject":"15651","VoteId":null,"PersonNumber":3914,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Lorsque j'ai cosign\u00e9 le postulat Fetz, je n'aurais jamais imagin\u00e9 que cela p\u00fbt engendrer un tel d\u00e9bat, parce que, au fond, c'est un postulat et qu'un postulat demande au Conseil f\u00e9d\u00e9ral d'\u00e9tudier quelque chose. Ainsi le postulat Fetz demande au Conseil f\u00e9d\u00e9ral d'\u00e9tudier la possibilit\u00e9 de permettre \u00e0 celui qui en fait la demande de pouvoir modifier son nom. En d'autres termes, il s'agit de ne rien imposer \u00e0 personne, mais bien d'\u00e9tudier la possibilit\u00e9 que quelqu'un qui le souhaite puisse obtenir un changement de nom.</p>\n<p>Ce modeste postulat fait l'objet d'un immense d\u00e9bat au niveau national, qui ne s'est du reste limit\u00e9 ni au canton d'o\u00f9 vient Madame Fetz, ni \u00e0 la presse suisse al\u00e9manique. J'ai \u00e9t\u00e9 interrog\u00e9 \u00e0 plusieurs reprises sur les motifs qui avaient bien pu me pousser \u00e0 cosigner ce postulat. Finalement, il m'est apparu que si l'on pouvait avoir un tel d\u00e9bat sur une telle question, c'est qu'il y avait en arri\u00e8re-plan deux questions extr\u00eamement s\u00e9rieuses qui, du reste, ont \u00e9t\u00e9 abord\u00e9es dans les diff\u00e9rentes interventions: celle de l'identit\u00e9 - quelle est notre identit\u00e9? - et celle de l'int\u00e9gration. Ces questions sont difficiles et, comme toutes les questions difficiles, je suis convaincu qu'elles ne s'accommodent pas d'une r\u00e9ponse simple, sch\u00e9matique et valable pour chacun.</p>\n<p>Pour ma part, j'ai eu l'occasion d'accueillir plus de 15 000 personnes qui ont obtenu par naturalisation la nationalit\u00e9 suisse et le droit de cit\u00e9 genevois, puisque j'ai \u00e9t\u00e9 en charge pendant huit ans des naturalisations \u00e0 Gen\u00e8ve o\u00f9 l'on organise une manifestation extr\u00eamement solennelle. Lorsque quelqu'un est naturalis\u00e9, il doit pr\u00eater serment, on chante l'hymne national et, \u00e0 la suite de cette manifestation, le magistrat en charge des naturalisations serre la main \u00e0 chaque personne qui a \u00e9t\u00e9 naturalis\u00e9e et passe, pour avoir un petit \u00e9change, un moment avec le groupe de personnes qui ont pr\u00eat\u00e9 serment.</p>\n<p>De ces manifestations solennelles, j'ai acquis deux certitudes: la premi\u00e8re, c'est que la naturalisation pour chacune et pour chacun de nos nouveaux concitoyens est un moment important de leur existence, peut-\u00eatre m\u00eame le plus important, peut-\u00eatre un moment encore plus important que leur c\u00e9r\u00e9monie de mariage. Les gens arrivent toujours \u00e0 ces manifestations avec beaucoup d'\u00e9motion, ils portent des tenues qu'ils ont choisies, ils font ensuite des photographies que l'on retrouvera dans l'album de famille. C'est donc r\u00e9ellement un moment tr\u00e8s important qui, pour chacun, concr\u00e9tise un passage et une d\u00e9cision qui a \u00e9t\u00e9 prise, et une d\u00e9cision extr\u00eamement s\u00e9rieuse. Du reste, lorsque quelqu'un se fait naturaliser, d'apr\u00e8s notre l\u00e9gislation, c'est qu'il a v\u00e9cu au moins une quinzaine d'ann\u00e9es dans notre pays - je parle ici des naturalisations ordinaires -, entre les douze ans n\u00e9cessaires pour d\u00e9poser la demande de naturalisation et la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure.</p>\n<p>La deuxi\u00e8me certitude que j'ai acquise, c'est que le cheminement de la naturalisation est diff\u00e9rent pour chacune et chacun. Il y a 15 000 fa\u00e7ons diff\u00e9rentes de vivre sa naturalisation, ce n'est pas un m\u00eame moule qui correspond \u00e0 chacun. Et certainement, pour une bonne partie des personnes naturalis\u00e9es, il y a une fiert\u00e9 de son pays d'origine, une fiert\u00e9 de ses traditions. Et, au fond, il y a cette id\u00e9e, d'ailleurs tr\u00e8s heureusement exprim\u00e9e dans la r\u00e9ponse du Conseil f\u00e9d\u00e9ral, que la naturalisation est un cheminement r\u00e9ciproque et que c'est aussi bien un effort d'adaptation de celui qui demande la nationalit\u00e9 suisse \u00e0 sa soci\u00e9t\u00e9 d'accueil qu'un cheminement d'accueil de la soci\u00e9t\u00e9 suisse \u00e0 l'\u00e9gard de celui qui se fait naturaliser. C'est ce que dit Monsieur Jenny: on garde son identit\u00e9 en acqu\u00e9rant en m\u00eame temps la nationalit\u00e9 suisse.</p>\n<p>Cela est assur\u00e9ment vrai et je pense que, si un jour je devais demander la nationalit\u00e9 d'un autre pays, ce qui n'est pas dans mes intentions, ce serait probablement ainsi que je vivrais cette naturalisation. Mais ce n'est pas le cas pour tout le monde. Il y a des gens pour qui le fait d'\u00eatre naturalis\u00e9 \u00e9quivaut v\u00e9ritablement \u00e0 embrasser une autre culture, \u00e0 vouloir tirer un trait sur ce qui s'est pass\u00e9 derri\u00e8re eux et qui consid\u00e8rent la naturalisation v\u00e9ritablement comme une adh\u00e9sion totale \u00e0 la soci\u00e9t\u00e9 helv\u00e9tique et qui veulent \u00e9galement le marquer en portant un nom aux consonances plus faciles \u00e0 retenir. C'est un choix. Je ne vois pas pourquoi nous devrions ici juger de ce choix. Ce dont nous devons juger surtout, c'est la qualit\u00e9 de la motivation de celui qui se fait naturaliser. Et si, pour certains de nos compatriotes, il est plus facile pour eux de s'int\u00e9grer dans notre pays par ce moyen, je ne vois pas pourquoi on leur en refuserait la possibilit\u00e9!</p>\n<p>Encore une anecdote qui est un souvenir tr\u00e8s fort pour moi: je me souviens de la naturalisation d'un Vietnamien qui \u00e9tait un \"boat people\", qui a travers\u00e9 mille souffrances avant d'arriver en Suisse, et qui, apr\u00e8s un long s\u00e9jour dans notre pays, a finalement pu acqu\u00e9rir la nationalit\u00e9 Suisse. Cet homme portait un nom avec des consonances difficiles \u00e0 prononcer, il s'exprimait de fa\u00e7on correcte dans notre langue, mais avec un accent qui parfois n'\u00e9tait pas tr\u00e8s compr\u00e9hensible. Il a tenu \u00e0 faire une d\u00e9claration au moment de sa naturalisation: cela a \u00e9t\u00e9 \u00e9mouvant parce que c'\u00e9tait une v\u00e9ritable d\u00e9claration d'amour pour notre pays, il nous disait que c'\u00e9tait pour lui le plus beau jour de sa vie parce qu'il avait enfin une patrie, ce qu'il n'avait pas eu jusque-l\u00e0. Cet homme devait avoir une quarantaine d'ann\u00e9es \u00e0 l'\u00e9poque.</p>\n<p>Alors, si cet homme souhaite porter un nom plus facile \u00e0 prononcer pour nos compatriotes, je pense que c'est une d\u00e9marche que l'on doit pouvoir comprendre. On doit \u00e0 tout le moins pouvoir accepter que le Conseil f\u00e9d\u00e9ral \u00e9tudie cela. C'est tr\u00e8s pr\u00e9cis\u00e9ment ce que demande un postulat; il ne s'agit pas d'une d\u00e9cision, mais d'une demande d'\u00e9tude.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"Robert","SpeakerLastName":"Cramer","SpeakerFullName":"Cramer Robert","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":5,"Start":"\/Date(1243282782440)\/","End":"\/Date(1243283197800)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1510850490487)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243282782440+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243283197800+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98369L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98369L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98369L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98369L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98369L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"98369","Language":"DE","IdSubject":"15651","VoteId":null,"PersonNumber":408,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich m\u00f6chte Sie ebenfalls bitten, das Postulat Fetz abzulehnen. </p>\n<p>Dass junge Menschen allein ihres Namens wegen ausgegrenzt werden, ist nicht akzeptabel und tats\u00e4chlich stossend. Trotzdem: Volle Gerechtigkeit wird es in der Schweiz - und \u00fcbrigens auch im Ausland - in diesen Fragen nie geben. Das ist nicht nur bei der Immigration so: Sympathie, Ausstrahlung, Auftreten spielen eben immer eine Rolle, und das kann tats\u00e4chlich die Chancen von Leuten, die eine Lehrstelle suchen, beeintr\u00e4chtigen oder eben f\u00f6rdern. Das l\u00e4sst sich aber nicht mit Gesetzen und Vorschriften \u00e4ndern. Niemand wird sich in der Privatwirtschaft vorschreiben lassen, wen er nun anstellen soll und zu ber\u00fccksichtigen hat. Aber selbstverst\u00e4ndlich kann das f\u00fcr einen Lehrstellensuchenden gravierende Folgen haben. Das k\u00f6nnen wir aber nicht \u00e4ndern. Nachher jedoch, wenn jemand seine Stelle hat, tickt der Unternehmer ganz einfach und logisch: Er macht das, was ihm n\u00fctzt, wie \u00fcbrigens auch die meisten Menschen auf dieser Welt; dann wird er jene besch\u00e4ftigen, die ihr Geld wert sind, die der Unternehmung etwas bringen, und zwar unabh\u00e4ngig von Hautfarbe oder Herkunft.</p>\n<p>Ich besch\u00e4ftige etwa 250 Mitarbeiter. Die H\u00e4lfte davon heisst weder M\u00fcller noch Jenny. Viele jedoch sind in der Zwischenzeit in Kaderpositionen aufgestiegen, verdienen gutes Geld und haben die Jennys und M\u00fcllers sogar hinter sich gelassen: Sie stehen ihnen vor, aber eben, weil sie ihre Leistungen erbracht haben, weil sie tats\u00e4chlich t\u00fcchtiger und engagierter sind, als unsere wehleidigen und verw\u00f6hnten Miteidgenossen das teilweise sind, denen der Vater ihre Spaghetti so oder so kauft, unabh\u00e4ngig von ihrer Leistung. Das ist entscheidend. Die gleichen Mechanismen stellen wir \u00fcbrigens im Sport fest. Schauen Sie im Fussball, Volleyball, Tennis: Die meisten Namen k\u00f6nnen wir kaum mehr aussprechen - aber das interessiert doch keinen Menschen! Diejenigen und nur jene, die Talent haben, die dem Verein etwas bringen, werden gef\u00f6rdert.</p>\n<p>Was will ich damit sagen? Integration ist nicht mit Namens\u00e4nderungen zu betreiben, sondern mit Aufkl\u00e4rung, Erziehung und letztlich eben auch mit Sanktionen. Viele von diesen sogenannten Secondos haben leider noch nicht begriffen, dass sie sich an die Kultur des Landes anpassen m\u00fcssen und nicht umgekehrt. Ansonsten k\u00f6nnen tats\u00e4chlich Nachteile entstehen. Das geht uns allen gleich. Ein R\u00fcpel hat eben nicht die gleichen Chancen wie derjenige, der sich zuvorkommend auff\u00fchrt. Die Unternehmer haben wahrlich andere Aufgaben, als ihre Sch\u00fctzlinge, ihre Mitarbeiter, rund um die Uhr zu betreuen.</p>\n<p>Deshalb bitte ich Sie, dieses Postulat abzulehnen. [PAGE 306] </p>\n<p>Eine kleine Randbemerkung: Einem S\u00fcdafrikaner werden Sie, auch wenn er M\u00fcller heisst, unschwer ansehen, dass er kein waschechter Glarner ist; da wird ein anderer Name rein gar nichts bringen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"This","SpeakerLastName":"Jenny","SpeakerFullName":"Jenny This","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":8,"CantonName":"Glarus","CantonAbbreviation":"GL","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":4,"Start":"\/Date(1243282553457)\/","End":"\/Date(1243282782440)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850490473)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243282553457+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243282782440+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98370L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98370L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98370L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98370L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98370L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"98370","Language":"DE","IdSubject":"15651","VoteId":null,"PersonNumber":471,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Liebe Kollegin Fetz, ich weiss nicht, ob es an der fortgeschrittenen Zeit liegt, aber ich bin nicht ganz sicher, ob Sie diesen Vorstoss wirklich ganz ernst meinen. Sie haben ihn zwar sehr ernsthaft begr\u00fcndet, aber ich glaube nicht, dass es wirklich Ihre Meinung sein kann, das sei ein produktiver Beitrag zur Integrationsdebatte. Ich gebe zwar zu, dass wir dank der modernen DNA-Technologie die Namen f\u00fcr die Ahnenforschung vielleicht weniger brauchen als fr\u00fcher. Diese Komplikation k\u00f6nnte man also auf die Seite schieben. Aber, um ernsthaft zu werden: Wenn ich \u00fcberlege, was das wirklich bedeuten w\u00fcrde - auch in der Optik der \"Schweizermacher\", die Sie vorhin zitiert haben -, was f\u00fcr gutgemeinte Vorschl\u00e4ge von allen Seiten k\u00e4men, von den Zivilstandsbeamten, von den sonstigen \u00c4mtern, von Nachbarn und Freunden, wie man denn zu heissen habe, um endlich Schweizer zu werden, dann bin ich schon weniger \u00fcberzeugt. Ich muss Ihnen sagen: Was man hier vorschl\u00e4gt, geht doch in Richtung Absorption und Assimilation, aber ganz sicher nicht in Richtung Integration, die ja auf einer bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft beruht. Deshalb denke ich, dass dieses Postulat wirklich nicht sachdienlich ist, denn wir wollen Integration und keine Absorption oder Assimilation.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"Felix","SpeakerLastName":"Gutzwiller","SpeakerFullName":"Gutzwiller Felix","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":3,"Start":"\/Date(1243282467893)\/","End":"\/Date(1243282553457)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850490473)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243282467893+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243282553457+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98371L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98371L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98371L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98371L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98371L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"98371","Language":"DE","IdSubject":"15651","VoteId":null,"PersonNumber":466,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Stellen Sie sich vor, Ihr Name w\u00e4re Papahandurama oder Randschahabugama oder Malgumurughun. Sie m\u00fcssten Ihren Namen x-mal buchstabieren - jedes Mal, wenn Sie irgendeinen Beh\u00f6rdengang machen, wenn Sie irgendetwas beantworten m\u00fcssen. An solche Leute habe ich gedacht, aber auch an Jugendliche, die aufgrund ihres Namens auf dem Arbeitsmarkt bzw. auf dem Lehrstellenmarkt diskriminiert werden. </p>\n<p>Vor zwei Jahren schon habe ich das Thema der Benachteiligung von Jugendlichen mit ausl\u00e4ndischem Namen zur Sprache gebracht. Der Bundesrat war sich des Problems damals bewusst. Er sagte, Jugendliche mit ausl\u00e4ndischem Namen h\u00e4tten bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche Probleme. Wohlgemerkt: Es geht um Jugendliche mit gleichem Werdegang und gleichem Leistungsausweis wie andere. Die individuelle Leistung wird dort in einigen F\u00e4llen, zum Gl\u00fcck nicht in allen, gar nicht mehr angeschaut. Damals stellte der Bundesrat auch fest, dass \"die Arbeit das wohl wichtigste Instrument f\u00fcr die Integration der Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft\" darstelle. </p>\n<p>Ich pflichte dem voll und ganz bei und sage Ihnen offen: Die Idee zum Vorschlag, den ich hier mache, wonach der Bundesrat pr\u00fcfen soll, ob Migrantinnen und Migranten bei der Einb\u00fcrgerung nicht frei sollen entscheiden k\u00f6nnen, ob sie ihren Namen helvetisieren wollen, diese Idee habe ich von der Vereinigung der Secondos und Secondas zugespielt bekommen. Und zwar ist das eine kleine, pragmatische Idee. Ich finde, es w\u00e4re ein ganz einfacher und praktischer Weg, wenn man frei dar\u00fcber entscheiden k\u00f6nnte. Es g\u00e4lte gewissermassen Zukunft statt Herkunft, was ja in einem offenen, toleranten Staatswesen so sein sollte. Nat\u00fcrlich m\u00fcsste das Ganze Regeln haben. Schliesslich sind wir ja in der Schweiz, und wir wollen nicht, dass pl\u00f6tzlich alle Reimann oder Fetz oder Frick oder Savary oder Lombardi usw. heissen. Darum habe ich mal zwei M\u00f6glichkeiten vorgeschlagen, die man weiterverfolgen k\u00f6nnte. Ich weiss aber nicht, ob das geht, und ich m\u00f6chte eigentlich, dass der Bundesrat das \u00fcberpr\u00fcft. Die eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re, dass man den Namen \u00fcbersetzt. Die meisten Namen sind n\u00e4mlich nichts anderes als unsere Namen, n\u00e4mlich Handwerksnamen. Ich habe in meiner Begr\u00fcndung ein Beispiel gebracht, ein ungarisches, M\u00e9sz\u00e1ros. Kollegin Egerszegi wird dann noch die \u00dcbersetzung nennen k\u00f6nnen, es ist n\u00e4mlich eine sch\u00f6ne. Man k\u00f6nnte es \u00fcbersetzen, oder man kann es vom Klang her angleichen. </p>\n<p>Mit dem Postulat will ich ausschliesslich, dass der Bundesrat pr\u00fcft und berichtet, ob und wie eine freiwillige Helvetisierung von Namen bei der Einb\u00fcrgerung - und nur dort - erfolgen k\u00f6nnte; also pr\u00fcfen und berichten, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit dem Postulat will ich also nicht ein komplett neues Namensrecht, wie der Bundesrat in seiner Antwort insinuiert, weil er sagt, soeben sei im Nationalrat das Namensrecht abgelehnt worden. Dort ging es aber, wie Sie wissen, um ganz andere Themen. Das Postulat sieht auch keine grosse Revision des Namensrechts vor, auch keinen Zwang, wie unterstellt worden ist, und auch keine fl\u00e4chendeckende Anwendbarkeit. Es stellt auch keinen Ersatz f\u00fcr Sensibilisierungsmassnahmen gegen unbestritten stattfindende Diskriminierungen dar. Um all das geht es nicht. Es geht nur um eine kleine, praktische Massnahme, die freiwillig ist.</p>\n<p>Meine Vorstellung von Toleranz w\u00e4re, dass man das zulassen k\u00f6nnte, falls es eben m\u00f6glich ist - und das m\u00f6chte ich vom Bundesrat wissen. Denn ich bin der Ansicht, man sollte es eigentlich den Individuen \u00fcberlassen, wie wichtig ihnen ihr Name ist. Aus der ganzen Debatte habe ich \u00fcbrigens etwas gelernt - es hat ja eine spannende Debatte gegeben -: Ich bin auch von vielen Schweizern angeschrieben worden, die sich w\u00fcnschen, dass sie ihren Namen \u00e4ndern k\u00f6nnten. Und weil ich ja weiss bzw. mir ja ein bisschen ausrechnen kann, dass Sie vom Pr\u00fcfungsauftrag f\u00fcr den Bundesrat noch nicht begeistert sind, schliesse ich nicht aus, dass man sich dann sp\u00e4ter, in zwei Jahren oder so, durchaus auch mal \u00fcberlegen k\u00f6nnte, ob man das mit den Namen nicht generell ein bisschen einfacher machen sollte. Der erste Schritt k\u00f6nnte jetzt mal sein, zu pr\u00fcfen, ob diese Massnahme gangbar und eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"Anita","SpeakerLastName":"Fetz","SpeakerFullName":"Fetz Anita","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":12,"CantonName":"Basel-Stadt","CantonAbbreviation":"BS","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1243282069313)\/","End":"\/Date(1243282467893)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850490473)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243282069313+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243282467893+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98372L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98372L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98372L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98372L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=98372L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"98372","Language":"DE","IdSubject":"15651","VoteId":null,"PersonNumber":1161,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Le Conseil f\u00e9d\u00e9ral propose de rejeter le postulat.</p>\n<p>[PAGE 305] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20090525","MeetingVerbalixOid":1816,"IdSession":"4809","SpeakerFirstName":"Alain","SpeakerLastName":"Berset","SpeakerFullName":"Berset Alain","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1243282060690)\/","End":"\/Date(1243282069313)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1510850490473)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1243282060690+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1243282069313+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"15651","Language":"DE","IdMeeting":"1123","VerbalixOid":298402,"SortOrder":7,"Modified":"\/Date(1510850490473)\/"}}